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«Schmuggler» Dmitri Rogosin
«Schmuggler» Dmitri Rogosin
Bild: Keystone
Durchsuchung am Flughafen

Arbeitet Russland bereits an seinem nächsten Streich? Vize-Premier schmuggelt Petition aus Moldawien

11.05.2014, 17:47

Der russische Vizeregierungschef Dmitri Rogosin hat nach eigenen Angaben nach seinem Besuch in Transnistrien eine Petition nach Moskau geschmuggelt, in der eine Anerkennung des von Moldau abtrünnigen Gebiets durch Russland gefordert wird.

Trotz einer Durchsuchung durch Sicherheitskräfte am Flughafen der moldauischen Hauptstadt Chisinau habe er einen Grossteil von Kisten mit Unterschriften zu der Petition ausser Landes bringen können, schrieb Rogosin auf Facebook. Moldawien habe nur einen «unbedeutenden Teil» der Ladung beschlagnahmen können.

Teile der Petition beschlagnahmt

Rogosin hatte das an die Ukraine grenzende Transnistrien am Freitag besucht, um einer Militärparade zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs beizuwohnen. Das Gebiet hatte im Jahr 1990 seine Unabhängigkeit von der Republik Moldau erklärt. Der Grossteil der Bevölkerung ist russischsprachig.

Separatisten demonstrieren in Transnistrien für Russland
Separatisten demonstrieren in Transnistrien für Russland
Bild: Keystone

Der russische Vizeregierungschef warnte Moldawien, dass die Beschlagnahme eines Teils der Petition «schwerwiegende Konsequenzen für unsere beiderseitigen Beziehungen haben» werde. Rogosin sprach von einer «Provokation».

Russische Truppen in Moldawien

Die moldawische Regierung bestätigte am Samstagabend, dass Materialien beschlagnahmt worden seien. Sie verurteilte zugleich Rogosins «unproduktive» Handlungen und «provozierende Erklärungen zu Moldawien».

Russland hat seit mehr als zwei Jahrzehnten Truppen in Transnistrien stationiert. Sie gehören teils zusammen mit Soldaten aus Moldawien und Transnistrien zu einer trinationalen Friedenstruppe, die seit dem Ende blutiger Kämpfe um das Gebiet im Jahr 1992 die Konfliktzone überwacht.

Allerdings hält Moskau gegen den Willen der Regierung von Moldawien noch immer eigene Soldaten und Waffenvorräte dort zurück – trotz einer im Jahr 1999 getroffenen Rückzugsvereinbarung. (jas/sda)

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