Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bundesrat Alain Berset, spricht waehrend einer Medienkonferenz des Bundesrates, am Mittwoch, 11. November 2020, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: keystone

Bundesrat Berset wurde Opfer einer versuchten Erpressung



Bundesrat Alain Berset wurde im Dezember 2019 Opfer eines Erpressungsversuchs einer Frau. Berset erstattete Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft (BA). Das führte zu einer Verhaftung und einem Strafverfahren. Das Verfahren endete im September 2020 mit einer rechtskräftigen Verurteilung.

Den Erpressungsversuch an Bundesrat Berset publik machte am Samstag die «Weltwoche». Grundlage der Recherche der «Weltwoche» ist ein Strafbefehl vom 14.September 2020.

Laut dem anonymisierten Strafbefehl der Bundesanwaltschaft, der auch der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt, versuchte die Frau mit persönlicher Korrespondenz zwischen ihr und Berset sowie mit Fotos des Bundesrates diesen um 100'000 Franken zu erpressen. Was genau die Frau drohte, an die Öffentlichkeit zu bringen für den Fall der Nichtbezahlung, lässt sich anhand der hier geschwärzten Textstellen des Strafbefehls nicht feststellen.

EDI: «Berset ist nicht erpressbar»

Peter Lauener, Sprecher des Eidg. Departement des Innern (EDI), erklärte am Samstagabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass der Gegenstand des Erpressungsversuchs «unwahre und ehrverletzende Behauptungen» über das Privatleben von Berset von vor acht Jahren waren.

Es gebe keine verfänglichen Fotos und auch sonst keine den Bundesrat belastenden Informationen. «Bundesrat Berset ist nicht erpressbar», so Lauener weiter. Als Bundesrat sei er leider immer wieder Opfer von strafbaren Handlungen.

Laut dem Strafbefehl wurde der objektive Tatbestand der Erpressung nicht erfüllt und es blieb bei einem Erpressungsversuch. Die Frau habe in der Folge von ihrer Geldforderung Abstand genommen und eigene Behauptungen als nicht zutreffend bezeichnet. Sie retournierte die Dokumente an den Bundesrat. Schriftlich habe sich die Frau damit einverstanden erklärt, dass diese Daten auf den elektronischen Geräten zu löschen seien.

Die «Weltwoche» kritisierte, dass die Bundesanwaltschaft die vorhandenen Daten offenbar als so gravierend beurteilt habe, dass sie diese sofort habe löschen lassen.

Bei der BA hiess es am Samstagabend auf Anfrage, die BA mache keine weiteren, über den Inhalt des Strafbefehls hinausgehende Angaben. Die BA stellte den rechtskräftigen Strafbefehl zur Verfügung. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Berner Beizen decken sich mit über 1000 Heizkissen ein – das läuft im Gastrowinter

Ob mit geheizten Zelten oder warmen Kissen: Gastronomen versuchen mit kreativen Ideen, ihre Gäste draussen warm zu halten. Und so mehr Geld in die leeren Kassen zu spülen.

Egal ob beim Glühwein oder einem buchstäblich eiskalten Bier: Bernerinnen und Berner bekommen diesen Winter auf einigen Aussenterrassen der Beizen kein kaltes «Füdli».

Über 40 Beizen haben bereits rund 1000 Akku-Heizkissen bestellt, die wegen Corona von der Stadt subventioniert werden. «Das ist eine stolze Zahl. Ich hoffe, dass weitere Betriebe dazukommen», sagt Reto Nause (CVP), zuständiger Berner Gemeinderat, zu watson. Die Stadt hat die Heizkissen als Alternative zu Heizpilzen lanciert, …

Artikel lesen
Link zum Artikel