33-Jähriger soll mindestens 15 Kleinkinder missbraucht haben – jetzt sprechen seine Eltern
Der 33-jährige Tobias F. soll in Kitas in Winterthur ZH und im Kanton Bern mindestens 15 Kleinkinder im Alter zwischen 1 und 4 Jahren missbraucht haben. Darüber hatte SRF berichtet.
Nun sprach die Mutter des 33-Jährigen. Ihr Sohn habe eine schwierige Kindheit gehabt, sagt sie gegenüber dem «Blick», «mit psychischem, physischem und sexuellem Missbrauch». Dieser sei nicht von ihr ausgegangen. Sie habe für ihren Sohn kurz vor dem Kindergarten einen Beistand beiziehen müssen – zu einer Zeit, als sie sich von Tobias' Vater trennte.
Der Vater bestätigt Vorwürfe seiner Ex-Frau gegen ihn. Der gemeinsame Sohn Tobias sei während der Trennung viermal ärztlich untersucht worden, jedoch ohne Befund. Die Polizei sei nie bei ihm erschienen, sagt der heute 66-Jährige: «Bei mir findet man auch nichts.»
Nach Angaben des Vaters wurde Tobias ab 1997 zeitweise fremdbetreut, 2002 kam es zur Scheidung, schreibt der «Blick». Sein Sohn habe ab dem Kindergartenalter in Heimen gelebt, er selbst habe ihn nur einmal monatlich sehen dürfen. Der Kontakt sei im Laufe der Jahre zunehmend abgeflaut.
Im Heim habe Tobias einen Übergriff erlebt, erzählt der Vater dem «Blick». «Der hat ihn sicher geprägt.»
Erst ein halbes Jahr nach der Verhaftung seines Sohnes habe er «tropfenweise» vom Grund der Haft erfahren, sagt der Vater gegenüber Blick. Das ganze Ausmass habe er erst aus den Medien gekannt. Geahnt habe er nichts.
Verlobte: «Er hat sich mit der Zeit verändert»
Im Kanton Bern hatte Tobias F. eine Verlobte, wie der «Blick» schreibt. Sie erinnert sich an einen aufmerksamen Partner: «Sehr lieb und zuvorkommend.» Hinweise auf seine Taten habe es für sie zunächst keine gegeben. Mit der Zeit habe er jedoch angefangen, sich anders zu verhalten. «Er hat sich mit der Zeit verändert. Ich habe gemerkt, dass etwas nicht stimmt.»
Rund ein Jahr vor seiner Verhaftung im Februar 2024 habe sich das Paar getrennt. Die Gründe kenne sie bis heute nicht, sagt die damalige Verlobte gegenüber «Blick». Die Vorwürfe hätten sie erschüttert, vor allem wegen der betroffenen Kinder. Dennoch bleibe er ihr als Mensch wichtig. (hkl)
