Schweiz
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Nachbarschafts-Streit: Aargauer Hanfbauer gibt 30 Schuss mit Schreckschuss-Pistole ab

Da er Einbrecher auf seinem Grundstück fand, gab in Kölliken AG ein Hanfbauer mehrere Schreckschüsse aus einer Pistole ab – und löste damit einen Grosseinsatz der Polizei aus.



ZUM THC-ARMEN CANNABIS-ANBAU DER FIRMA BIOCAN STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 5. APRIL 2017, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Indoor cultivation of THC-poor cannabis with the help of UV light, photographed at BioCan AG in Bassersdorf, Switzerland, on March 14, 2017. BioCan specializes in the biological production and marketing of hemp raw materials, cannabis products and raw cannabinoids in various fields of application. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Indoor-Anbau von THC-armem Cannabis mit Hilfe von UV-Licht, aufgenommen am 14. Maerz 2017 bei der BioCan AG in Bassersdorf. BioCan ist auf die biologische Herstellung und Vermarktung von Hanfrohstoffen, Cannabisprodukten und Rohcannabinoidextrakten in verschiedenen Anwendungsbereichen spezialisiert. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Wollte das Hanf nicht freigeben: Ein Aargauer Hanfbauer zückte die Waffe. Bild: KEYSTONE

Auf einem Hanf-Bauernhof in Kölliken wurden am Samstagabend zwischen 20 und 30 Schuss abgefeuert. Mehrere Bewohner der umliegenden Häuser hätten daraufhin den Notruf gewählt und die Polizei gerufen.

«Da wir nicht genau wussten, was da passiert war, schickten wir mehrer Polizeiwagen zum besagten Hof», sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau auf Anfrage. Da die eingegangenen Anrufe von einer regelrechten Schiesserei berichtet hätten, seien die Patrouillen mit schwerer Ausrüstung vorgefahren und taktisch auf das Gelände vorgerückt, die verdächtigten Personen seien vom Hof entfernt worden und hätten sich dann auf den Boden legen müssen.

Dort habe man dann aber festgestellt, dass alles nicht ganz so dramatisch war, wie von den vielen Anrufern geschildert. «Die Beamten stellten fest, dass es sich bei den Schüssen um Warnschüsse einer Schreckschusspistole gehandelt hat», so Graser. Die Schüsse seien von Hanfbauer Manuel Metz in den Boden abgefeuert worden, nachdem sich Diebe an der Hanf-Ernte hätten selber bedienen wollen.

«Ich habe ja nur in den Boden geschossen»

«Nach aktuellem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass es sich um einen Nachbarschafts-Streit oder dummen Scherz gehandelt hat», erklärt Graser. Die Zeitung «Blick» hatte von einem Hanfdiebstahl berichtet. Die Polizei habe nach dem Einsatz die Beteiligten während mehrerer Stunden befragt, um den genauen Tathergang, Gründe und Ursache festzustellen.

Dies sei jedoch nur bei Hanf-Bauer Manuel Metz und seinem Partner, die beiden haben die Schüsse abgegeben, möglich gewesen. Die Polizei traf keine weiteren Personen an.

«Völlig übertrieben!» findet Metz. Er habe ja nur in den Boden und nicht auf die Hanf-Diebe geschossen. Den langen und grossangelegten Polizeieinsatz sehe er als völlig übertrieben an, sagte er gegenüber dem Blick. «Wenn Eindringlinge mit krimineller Absicht mein Hof betreten, darf ich mich doch wehren», so Metz, ohne dass er danach Stunden von der Polizei verhört würde.

Die Kantonspolizei Aargau relativiert: «Wenn wir informiert werden, dass in einem Dorf Schüsse abgegeben wurden, wissen wir ja nicht, was genau dort passiert.» Ein vorsichtiges und taktisches Vorgehen der Polizei sei daher zwingend notwendig gewesen, sagt Polizeisprecher Bernhard Graser. Denn schliesslich gehe es ja auch um den Schutz der Polizeibeamten, die auf so einen Notruf reagieren müssten.

Verletzt wurde bei dem Zwischenfall am Samstag niemand. (kca)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • EvilBetty 07.10.2019 15:04
    Highlight Highlight Den Scheiss kann man ja eh nicht rauchen. Aber wir waren als Jugendliche nicht besser.

    Der Bauer macht hier einen auf KingPin.
  • no-Name 07.10.2019 13:42
    Highlight Highlight Kann den Bauern verstehen, die haben jeden Herbst stress und nachtschicht wegen unbelehrbaren jugendlichen, aber er hätte die polizei si her aus eigenen stücken kontaktieren müssen. Dann wäre vlt. ein so teurer spezialeinsatz verhinderbar gewesen.

    „Hallo polizei, haber soeben 25 warnschreckschüsse wegen eines raubversuches auf meinem legalen hanffeld abgegeben. Bitte kommen sie.....“

    Die Polizei hat m.E. für die Situation adäquat gehandelt.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.10.2019 13:21
    Highlight Highlight Einfach nur vollkommen idiotisch was sich dieser Bauer geleistet hat.🤦‍♂️
    Und zusätzlich noch Wasser auf die Mühlen der Waffengegner.
    Dem Kerl müssen jetzt zuerst mal sämtliche Waffen weggenommen werden.
    Da bin ich einfach nur sprachlos.
    Der Typ soll seine Produktionsstätte richtig absichern und die Polizei rufen, wenn noch mal etwas passiert.
    Aber definitiv nicht Rambo spielen gehen.
    Da ich gerade keine anständigen Worte mehr für den übrig habe, beende ich meinen Beitrag.
  • Eskimo 07.10.2019 11:49
    Highlight Highlight Wenn der Bauer nicht will dass ihm die Ernte geklaut wird, sollte er vielleicht Mais statt Hanf anbauen.
    • Töröö! 07.10.2019 20:17
      Highlight Highlight Und wenn du nicht willst, dass dein Auto geklaut wird, dann gehe einfach zu Fuss. Top Argumentation, oder?

      Ganz klar, der Bauer hat scheisse gehandelt, indem er 30x geballert hat. Aber hier die Diebe zu Opfer zu machen, zählt für mich nicht.

      Es wurden bei div. Bauern auch schon Grasballen (das normale Gras, von der Wiese, weisch) geklaut. War wohl auch seine eigene Schuld?
  • LCT 07.10.2019 10:24
    Highlight Highlight Und wen es legal wäre könnte man die Pflanzen selbst anbauen und müsste sie nicht beim lizenzierten Bauern (welcher eh nur "Männlis" anbaut) klauen gehen.

    Da könnte er sich die Schreckpistole sparen, die Diebe den Weg zum Hanffeld und die Polizei den Einsatz aufgrund marginaler Vorkommnisse.
  • IHaveNoBetterName 07.10.2019 10:13
    Highlight Highlight Ich könnte ja noch nachvollziehen, wenn er einen Schuss abgeben hätte aber gleich 30. Ich glaube dieser Bauer hat zu viel Western geschaut.
    • Whitchface 07.10.2019 11:50
      Highlight Highlight es handelt sich um eine Schreckschusspistole...
      Ich bin wirklich überhaupt kein Fan von "stand your ground" oder ähnlichem, ich verabscheue Selbstjustiz.

      ABER in diesem Fall ist man als Bauer wirklich aufgeschmissen. Die Polizei rufen hilft nur bedingt, denn diese können den Diebstahl meist nicht mehr verhindern. Bei einem ganzen Feld CBD Hanf kommt da eine ziemliche Summe zusammen, die kaum von einer Versicherung getragen wird.

      Natürlich wird ein Schusswaffeneinsatz dadurch noch lange nicht legitimiert, aber man sollte Massnahmen einführen um Bauern in solchen Situationen zu schützen.
    • Zerschmetterling 07.10.2019 11:53
      Highlight Highlight Oder zu viel seiner Ernte selber konsumiert =)
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.10.2019 15:22
      Highlight Highlight @Witchface
      Waffe bleibt Waffe. Sag ich als Sportschütze. Da gibt es einfach kein wenn und aber.
      Des Weiteren ist die Versicherung genau dafür da, solche schadensfälle abzudecken.
      Wenn die Versicherung nicht zahlt, kann er im Zweifelsfall immer noch dagegen klagen.
      Entweder kommt dann raus, dass die Versicherung zahlen muss oder dass er Auflagen der Versicherung verletzt hat und deswegen selbst für den schaden aufkommen muss.
  • Normi 07.10.2019 10:03
    Highlight Highlight Und wo ist der Nachbarschaftsstreit??
  • Cmo 07.10.2019 10:03
    Highlight Highlight Die Polizei hat korrekt gehandelt.
    Es gibt in der Schweiz keine Selbstjustiz und dies gilt auch für die Hanfbauern.
    Wieso rief der Bauer nicht direkt die Polizei? Schliesslich könnten die möglichen Diebe ja auch bewaffnet (aber richtig) gewesen sein, dann hätte er ja auch das Nachsehen gehabt.
    • adam gretener 07.10.2019 10:26
      Highlight Highlight Wieso bloss ruft ein Hanfbauer nicht die Polizei, was meinst Du?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.10.2019 13:24
      Highlight Highlight Es gibt ziemlich viele die es gerne so hätten.
      Aber nur, wenn sie solche Maßnahmen treffen dürften.
      Könnten sie selbst betroffen sein, muss ihnen natürlich der Hintern gepudert werden.

      Scheinbar waren die Diebe selbst bewaffnet. Aber es kann sein, dass er sich einfach im Blick als Opferroller wichtig machen wollte.
      (Danke an Jodok für diese geniale Wortkreation🤣)
  • Frost 07.10.2019 09:56
    Highlight Highlight Falls Herr Metz nach dem abfeuern der Schreckschusspistole nicht selbst bei der Polizei Meldung gemacht hat, kann er sich auch nicht über das Vorgehen dieser beschweren.
  • heldenman 07.10.2019 09:47
    Highlight Highlight "...sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau...".
    Nomen est omen... 😂
  • cille-chille 07.10.2019 09:46
    Highlight Highlight Da kann ich mal beide Parteien verstehen...

    ...und denke mir, dass es Zeit ist für eine reglementierte, neue Gesetzesgrundlage betreffend Hanf.

    Ob es nun "Nachtbuebe" waren, oder eine andere Motvation Hanf zu stehlen.......auch hier würde eine Entkriminalisierung und Neustrukturierung klarheit schaffen.
    • Cmo 07.10.2019 10:58
      Highlight Highlight Du meinst die Legalisierung von Diebstahl?
      Ja, das macht natürlich mega Sinn.
    • cille-chille 08.10.2019 11:56
      Highlight Highlight Cmo

      Ja klar.
      Den Diebstahl zu entkriminalisieren.... genau das dachte ich mir...... nicht.

      Bin mir sicher, du weisst welcher Zusammenhang gemeint sein könnte.
  • Gipfeligeist 07.10.2019 09:43
    Highlight Highlight "Wenn Eindringlinge mit krimineller Absicht mein Hof betreten, darf ich mich doch wehren"

    Diese Einstellung mag in Texas gewöhnlich sein, doch wenn bei uns 30 mal geschossen wird, ist das nicht normal (Glücklicherweise)
    • Caturix 07.10.2019 11:23
      Highlight Highlight Schreckschusspistole. Da machen die 30 Schüsse ausser Lärm nichts. Nein man wartet auf die Polizei, die vielleicht mit viel Glück in 5 Minuten (bei uns brauchen sie etwa 25 Minuten) da ist, und lässt sich ausrauben und vielleicht noch zusanmmenschlagen oder umbringen.
    • bebby 07.10.2019 13:22
      Highlight Highlight Hat wohl zu viel geraucht und das Gehirn hat darunter gelitten...
    • no-Name 07.10.2019 13:44
      Highlight Highlight Ich finde lärm machen absolut verhältnismässig. Es dient zum vertreiben der eindringliche und auf sich aufmerksam machen. Verletzen tut man niemand damit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • I bims 07.10.2019 09:37
    Highlight Highlight Da er wie er sagte nicht auf die Personen "geschossen" hat, ist er unschuldig. Die Diebe sind selbst schuld...

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