Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
8.Dez.2011; Portrait Nationalrat Reimann Maximilian, SVP-AG. (Monika Flueckiger/freshfocus)

Schweizer Atommüll im Ausland entsorgen: Warum nicht? findet der Aargauer SVP-Nationalrat Maximilian Reimann.  Bild: freshfocus

Brisanter Vorstoss

Reimann will Atommüll im Ausland entsorgen 

Der Aargauer SVP-Nationalrat Maximilian Reimann will nächste Woche einen Vorstoss einreichen, wonach das Gesetz so geändert werden soll, dass Schweizer Atom-Abfall auch im Ausland entsorgt werden kann. Wo genau, das weiss Reimann allerdings nicht. 



Ein Artikel der

Im Aargauischen Bözberg oder im Zürcherischen Benken – dort, tief vergraben unter der Erde, soll dereinst unser Atom-Müll lagern. Widerstand der Bevölkerung hin oder her. Irgendwo muss der radioaktive Abfall schliesslich hin. Das Gesetz schreibt vor, dass in der Schweiz produzierter Atom-Müll auch in der Schweiz entsorgt werden soll. 

Das muss aber nicht sein, findet der Aargauer SVP-Nationalrat Maximilian Reimann. Mit einem Vorstoss will er erreichen, dass das Kernenergiegesetz so geändert wird, dass die Entsorgung radioaktiver Abfälle auch im Ausland möglich wird, wie Reimann gegenüber dem Fernsehsender TeleM1 sagt. Reimann: «Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es an einem anderen Ort auf der Welt eine idealere Endlagerstätte als in der Schweiz gibt. An dieser sollten wir uns beteiligen können, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet». 

Wo genau, das weiss Reimann allerdings nicht. Das könne irgendeine Inselgruppe im Meer oder in einem Gebirge sein, welches praktisch nicht besiedelt ist. Reimann:

 «Dort, wo niemand wohnt, hat auch niemand Angst vor radioaktiv-verstrahltem Müll.» 

Von dieser Idee hält Nagra-Chefin Corina Eichenberger (FDP) nichts: «Auf der einen Seite will man nicht mehr Ausländer in der Schweiz und die eigenen Produkte schützen. Aber den unbequemen Abfall will man ins Ausland exportieren.» Das sei verantwortungsloses Handeln, so Eichenberger gegenüber «TeleM1». 

Eher skeptisch sieht auch Nationalrat Max Chopard (SP), Co-Präsident des Vereins «Kein Atommüll im Bözberg», Reimanns Vorschlag. Er kann sich eine Lagerung im Ausland jedoch vorstellen, «wenn auch die anderen Standorte in der Schweiz genauso wie der Bözberg ungeeignet wären.» Vor allem, jedoch, solle man aufhören, überhaupt Atom-Müll zu produzieren. 

Maximilian Reimann will seinen Vorstoss nächste Woche im Bundeshaus eingeben.

Soll es möglich sein, den Atommüll im Ausland zu entsorgen?

Kennst du schon die watson-App?

Über 100'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wird von Apple als «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

 (rhe) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Mit Schnaps und über 200 km/h gerast: Vier junge Männer identifiziert, Fahrer verhaftet

Vier junge Männer rasten mit bis zu 230 km/h über die Autobahn - und filmten sich dabei. Der Fahrer spielte während der Fahrt sogar mit einer Schnapsflasche. Nun wurde der Aargauer Lenker verhaftet.

Ende Dezember hatte sich eine Gruppe von vier Männern dabei gefilmt, wie sie mit teilweise 230 Stundenkilometern über die Autobahn rasten. Auf der Fahrt nach Elm GL rauchte der Fahrer und hantierte nebenher mit einer Flasche Jägermeister. Die Schnapsflasche, das zeigen weitere Instagram-Videos, war vor der Fahrt noch verschlossen und gefüllt.

Nachdem das Video über Instagram geteilt wurde, leitete die Kantonspolizei Zürich daraufhin Ermittlungen ein. Wie «20 Minuten» berichtet, konnten die …

Artikel lesen
Link zum Artikel