wolkig, aber kaum Regen
DE | FR
34
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Alkohol

Zürcher Labor weist Alkohol in «alkoholfreien» Getränken nach

Zürcher Labor weist Alkohol in «alkoholfreien» Getränken nach

18.11.2022, 20:06

Das kantonale Zürcher Labor hat in fünf von 25 alkoholfreien Getränken Alkohol nachweisen können. Der Test sollte aufzeigen, ob die auf der Etikette gemachten Versprechen tatsächlich der Wahrheit entsprächen.

Vermeintlich alkoholfreie Biere haben häufig einen geringen Alkoholgehalt, wie das kantonale Labor in einer Mitteilung vom Freitag schrieb. Gesetzlich zulässig sind bis zu 0.5 Prozent. Entsprechend würden Produkte, die 0.0 Prozent Alkohol anpreisen, einen Mehrwert bieten.

ARCHIV - 06.12.2021, Berlin: Ein Kneipenwirt reicht in einer Berliner Gastst
Nicht in jedem vermeintlich alkoholfreien Bier ist tatsächlich kein Alkohol drin.Bild: keystone

Das Zürcher Labor hat darum 25 dieser Produkte untersucht. Fünf fielen dabei durch. Besonders schlecht kamen gemäss Mitteilung zwei Kombucha-Getränke weg. Ein Getränk, das als klassisch alkoholfrei gilt. Sie wiesen 1.5 Prozent Alkoholgehalt auf. Die Produzenten hätten übersehen, dass die Fermentation mit der Kombucha-Kultur, einem Pilz, Alkohol produziert.

In einer alkoholfreien Alternative zu Gin fanden die Tester 0.6 Prozent Alkohol. Der Hersteller verwendete ein Aroma mit zu viel Alkohol als Trägerstoff.

Von wegen «0.0»

Aber auch zwei Getränke, deren Etikette mit «0.0 Prozent» wirbt, straften sich selber Lügen. Ein angeblich alkoholfreier Gin wies 0,1, ein Aperitif 0.6 Prozent auf. Beim Aperitif kam der Alkohol aus den eingesetzten Aromen, beim Gin ist die Ursache noch unklar.

Das Labor kritisiert auch die Kennzeichnung der Produkte süffisant. Die Beschriftung von 15 Proben sei ungenügend gewesen. Bei neun Produkten seien Teile der Deklaration oder gar alle obligatorischen Angaben nicht wie gefordert leicht lesbar gewesen. «Dies ist erstaunlich, stünde doch mehr als genügend Platz auf den Flaschen oder Dosen zur Verfügung, um alle Informationen klar und deutlich anzubringen», heisst es in der Mitteilung. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

34 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Xinaka
18.11.2022 21:52registriert Juli 2019
Sauerteigbrot, reife Bananen, Apfelsaft... Das enthält alles häufig mehr Alkohol als die angegebenen Produkte hier. Ganz ohne Deklaration.
8716
Melden
Zum Kommentar
avatar
Smätterling
18.11.2022 23:57registriert Mai 2020
Die Produzenten haben übersehen, dass die Fermentation des Pilzes Alkohol produziert? Was ist sonst noch drin, wo man eventuell übersehen, dass es eventuell gesundheitsschädlich ist?? Lahme Ausrede!!
708
Melden
Zum Kommentar
avatar
Fretless Guy
18.11.2022 21:18registriert Juli 2018
Auch normales, frisches Toastbrot kann bis 2.6% Alohol enthalten. Also ein Produkt wo man es nicht erwarten würde.
hicks
668
Melden
Zum Kommentar
34
Tatverdächtiger im Tötungsdelikt in Spreitenbach AG bleibt in Haft

Im Tötungsdelikt in Spreitenbach AG vom Februar bleibt der mutmassliche Täter in Untersuchungshaft. Der 56-jährige Schweizer steht im dringenden Tatverdacht, einen 74-jährigen Deutschen erstochen zu haben. Hintergrund ist offenbar eine Liebesbeziehung zu einer Prostituierten.

Zur Story