Schweiz
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ZUM 70. GEBURTSTAG VON MORITZ LEUENBERGER AM 21. SEPTEMBER 2016 STELLEN WIR IHNEN HEUTE, DIENSTAG, 13. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Portrait of Moritz Leuenberger at Bellevueplatz square in Zurich, Switzerland, on August 22, 2016. Leuengber is a Swiss politician and lawyer; from 1995 to 2010 he was a member of the Swiss Federal Council and in 2001 and 2006 President of the Confederation. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Moritz Leuenberger portraitiert am 22. August 2016 am Bellevueplatz in Zuerich. Leuenberger ist ein Politiker (SP) Rechtsanwalt und von 1995 bis 2010 Mitglied der Schweizer Regierung, des Bundesrates, und stand dem Eidgenoessischen Departement fuer Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vor. 2001 und 2006 amtierte als Bundespraesident. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Interview

«Eine solche Person ist dem Amt nicht gewachsen» – Leuenberger über das Regieren in Krisen

Im Interview spricht der 73-jährige Alt-Bundesrat über seine Erfahrungen als Krisen-Minister im «schwarzen Herbst» 2001 und er verrät, wie er die Leistung der Regierung bei der Bewältigung der Corona-Krise bisher beurteilt.

Benjamin Weinmann / ch media



Sie waren als Bundesrat gleich mit mehreren Krisen konfrontiert: Dem Amoklauf in Zug, dem Swissair-Grounding, dem Grossbrand im Gotthard-Tunnel, 9/11 und dem Crossair-Absturz. Inwiefern bringt die aktuelle Corona-Krise Erinnerungen an diese Zeiten hervor?
Moritz Leuenberger: Es erinnert mich vor allem an die Veränderung, die eine solche Situation bewirkt. In einer Krise wie dieser, oder jene, wie ich sie erlebt habe, kommt es zu einer völligen Identifikation mit der Aufgabe. Es geht nur noch um die bundesrätliche Rolle und die Verantwortung, die das Volk erwartet. Gerade bei mir war dies wahrscheinlich gegen aussen sehr spürbar.

Inwiefern?
Ich kokettierte ja manchmal mit meiner Einstellung zum Amt, zeigte oft Distanz oder Ironie in Bezug auf meine Rolle als Bundesrat. Doch in solchen Situationen fällt all das total weg. Da gibt es keinen Platz für Ironie. Man ist nur noch Bundesrat, zu 100 Prozent und 24 Stunden lang.

Eine solche Situation kann auch einen Bundesrat überfordern. Gab es in ihren Jahren Panik im Gremium?
Nie. Nicht bei mir, und auch nicht bei meinen Kollegen. Das wäre unprofessionell.

Aber auch menschlich, nicht?
Wenn jemand im Bundesrat panisch reagieren würde, wäre er oder sie fehl am Platz. Panik bedeutet für mich irrationale Unfähigkeit. Das heisst aber nicht, dass man keine Emotionen zeigen darf, Betroffenheit und Mitgefühlt. Das ist sogar sehr wichtig. Es geht darum, Herz und Hirn in Einklang zu bringen.

Lässt eine solche Stresssituation überhaupt Emotionen zu, oder funktioniert man einfach nur noch?
Es braucht Platz für Emotionen, sie sind sogar zwingend. Denn die Aufgabe des Bundesrates in solchen Krisen besteht nicht nur aus dem technischen Management, sondern auch darin, hinzustehen, für die betroffene Bevölkerung da zu sein und auf ihre Gefühle einzugehen und sie aufzunehmen. Der Bundesrat muss den Gefühlen der Menschen eine Sprache geben, und diese nach aussen vermitteln.

Wie gross ist die Verlockung als Politiker, um sich in solchen Zeiten besonders profilieren zu wollen?
Solche Politiker gibt es natürlich überall. Ich finde es beschämend, wenn Donald Trump plötzlich von einem ausländischen oder chinesischen Virus spricht und mit Schuldzuweisungen um sich wirft. Eine solche Person ist dem Amt nicht gewachsen, und sie versagt sowohl technisch als auch kommunikativ.

Der Bundesrat hat mehrere Pressekonferenzen in den vergangenen Tagen durchgeführt, um die neusten Massnahmen zu präsentieren. Welches Zeugnis stellen Sie ihm aus?
Ich finde, der jetzige Bundesrat erfüllt seine Aufgabe sehr gut. Ich fühle mich auf jeden Fall als Bürger sehr gut repräsentiert. Die regelmässige Kommunikation ist wichtig, um das ganze Volk an Bord zu behalten, damit alle die Massnahmen umsetzen.

Sie sagten, in solchen Phasen sei man zu 100 Prozent und 24 Stunden Bundesrat. Droht da irgendwann nicht die totale Erschöpfung?
Es ist sicher wichtig, dass man die eigenen Kräfte gut einteilt, da man nicht weiss, wie lange dieser Krisenmodus andauert. Dazu gehört auch genügend Schlaf. Aber manchmal klingelt nachts halt das Telefon, und dann steht man auf.

Wie schwierig ist es, eine Krise sofort als solche zu erkennen und nicht mit raschen Massnahmen zu warten?
Das ist nicht leicht und es gibt auch kein Rezept, gerade in Bezug auf die Kommunikation nicht. Das musste ich auch zuerst lernen. Als es im Gotthardtunnel brannte, habe ich eine Medienkonferenz in Bern einberufen und verkündet, nicht an die Unfallstelle zu gehen, weil ich dort den Hilfskräften nur im Weg stehen würde.

Aber?
Technisch hatte ich Recht, aber meine Haltung geriet vielen Leuten in den falschen Hals. Da realisierte ich, wie wichtig Empathie und symbolische Akte sind. Als ich dann nach dem Amoklauf in Zug den Anruf erhielt, liess ich sofort alles liegen. Ich empfing gerade den Präsidenten von Senegal, aber ich sagte ihm, dass ich wegen eines Notfalls den Empfang abbrechen muss. Und ich fuhr sofort an den Tatort.

Ein schwieriger Moment.
Absolut. Wahrscheinlich der erschütterndste in meiner Zeit als Bundesrat. Überall gab es noch Blutspuren. Ich ging auch ins Spital zu den Überlebenden. Es war wichtig, dass ich vor Ort war, den Leuten zusprach, um zu zeigen: Wir sind für euch da. In solchen Momentan spürte ich auch sehr viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Ich erhielt viele Briefe von bedrückten und hilflosen Menschen, die mir schrieben: Sie sagen das, was in mir drin ist, ich aber nicht in Worte ausdrücken kann. Diese verbale Präsenz ist enorm wichtig, auch damit die Leute näher zusammenrücken.

Die Bundespräsidentin sagte: «Wir müssen diesen Weg gemeinsam gehen.» Spüren Sie, dass sich die Reihen in der Bevölkerung schliessen?
Leider etwas gar langsam. Der Bundesrat reagiert aber gut darauf. Was besonders imponiert ist das Eingeständnis, dass wir nicht immer alles im Griff haben und dass es nicht einfache Lösungen gibt. Das gehört auch zu einer guten Kommunikation, dass man nicht ständig den «Siebensiech» gibt, sondern auch zu einem Dilemma steht und gesteht: Es gibt Zweifel, morgen könnte die Situation wieder ganz anders aussehen, aber wir geben unser Bestes aufgrund des heutigen Wissensstands.

Verändert eine Krise die Stimmung im Bundesrat?
Normalerweise verlaufen die wöchentlichen Sitzungen sehr ritualisiert. Es gibt die Traktandenliste. Zuerst kommen die nicht wichtigen Geschäfte, dann die halb-wichtigen, dann die wichtigen, und am Schluss die geheimen. Stets mit höflicher Anrede untereinander. Dieser Rahmen fällt in Krisen völlig in sich zusammen. Man kommt sofort zur Sache. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht mehr nur auf die Sitzungen.

Inwiefern?
Bei ordentlichen Sitzungen macht man sich als Bundesrat seine Meinung vorher, mit seinem Stab und den Beamten. Beim Swissair-Grounding zum Beispiel sprachen die Bundesräte aber ständig miteinander, man tauscht sich viel mehr informell aus, oder man unterbricht die Sitzung spontan, wenn man etwas in Erfahrung bringen muss.

Kein Platz für Animositäten?
Überhaupt nicht, zumindest ich habe das nicht erlebt. Im Gegenteil. Man unterstützt sich viel mehr gegenseitig. Man ist zu siebt fokussiert auf die eine Problematik, die gelöst werden muss. Das ist im Normalbetrieb nicht immer der Fall, da gibt es auch mal Schadenfreude, wenn einem anderen etwas schiefläuft.

War die Kommunikation damals schwieriger oder einfacher als heute angesichts der sozialen Medien, die einerseits für eine rasche Kommunikation genutzt werden können, aber auch für Falsch-Nachrichten missbraucht werden?
Schwer zu sagen, weil ich selber die sozialen Medien nicht nutze. Ich kann mir aber vorstellen, dass man sich als Regierung heute eher gezwungen fühlt, sofort zu reagieren. Wir hatten wohl etwas mehr Zeit, um uns eine Meinung zu bilden und dann vor die Medien zu treten. Ich bin auf jeden Fall froh, dass damals die sozialen Medien noch nicht diese Bedeutung hatten.

Wie wichtig ist die Rolle der Medien in solchen Phasen?
Sie ist entscheidend. Einerseits, um die technischen und auch die emotionalen Botschaften an das Volk zu übermitteln. Aber auch, um Unverständnis, Fragen, Kritik an die Regierung weiterzugeben. Schon Vieles konnte so verbessert werden.

Derzeit machen die Bilder die Runde von Flugzeug-Flotten, die am Boden bleiben müssen. Sie waren Verkehrsminister zu Zeiten de Groundings. Inwiefern ist die heutige Situation vergleichbar?
Sie ist definitiv anders. Damals hatte sich der Konkurs der Swissair abgezeichnet. Im Bundesrat gab es damals drei Mitglieder, die im Vorfeld informell der Meinung waren, dass der Verwaltungsrat der Airline mit seiner Hunter-Strategie versagt hatte, und man der Swissair sicher nicht aus der Patsche helfen würde.

Aber?
Dann kam der Moment der Wahrheit. Und das meine ich mit der Veränderung, die eine solche Krise in einem Regierungsmitglied auslösen kann: Als es plötzlich um die Fragen ging, ob man die Airline retten und die neue Swiss schaffen will oder nicht, ob man riskieren will, dass im Raum Zürich 9 Prozent der Bevölkerung arbeitslos würden oder nicht, waren alle sieben Bundesräte einer Meinung. Das zeigt, dass ideologische Überzeugungen angesichts der Realität, die zuvor nur abstrakt war, plötzlich in sich zusammenfallen.

Und nun droht ein Déjà-vu. Austrian Airlines wurde bereits temporär gegroundet. Die Swiss, eine Lufthansa-Tochter, ersucht die Schweiz um Staatshilfe. Wie beurteilen sie als ehemaliger Verkehrsminister und Präsident der Swiss-Luftfahrtstiftung – die inzwischen aufgelöst wurde – die aktuelle Situation?
Die Entscheidung, ob und wie der Staat nun Gelder für einzelne Wirtschaftszweige spricht, überlasse ich gerne der aktuellen Regierung. Es wird wohl eine grosse Kakophonie geben über den Stellenwert der einzelnen Branchen. Über die wirtschaftliche Bedeutung der Luftfahrt muss man nicht diskutieren. Aber es gibt so viele andere Zweige, die mindestens so stark von der Corona-Krise betroffen sind, wenn nicht mehr. Denken Sie an all die freischaffenden Kulturleute, die am Existenzminimum sind und jetzt vor dem Nichts stehen, ohne Versicherung, ohne Kurzarbeit, einfach nichts. Und all die KMUs, die nun schliessen müssen. Da mag ich nicht zuerst über die Ansprüche des Lufthansa-Managements in Frankfurt sinnieren.

Sie sind 73 Jahre alt, gehören demnach zur Risikogruppe. Wie gehen Sie persönlich mit der Pandemie und den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit um?
Ja, da muss ich plötzlich dem Bundesrat und einem Virus gehorchen. Das ist gar nicht so leicht. Demut zu üben ist schwieriger als sie zu predigen. Aber ich bin jetzt ein normaler Bürger und will solidarisch sein. Dass ich nicht mehr in den Stosszeiten pendeln muss, macht es mir leichter. (aargauerzeitung.ch)

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54
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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Neunauge 18.03.2020 11:02
    Highlight Highlight Der Bund soll endlich die Wirtschaft zwingen, wo immer möglich, nicht wo genehm, auf Home Office umzustellen.
    • Saerd neute 18.03.2020 12:07
      Highlight Highlight Ja klar, und jeder soll seinen Nachbarn sofort denunzieren wenn er nicht alles genau erfüllt.
    • ChlyklassSFI 18.03.2020 14:15
      Highlight Highlight Saerd neutre: Du leugnest die Gefährlichkeit ja. Du willst es gar nicht erfüllen. Egoistisch!!
  • Hans Jürg 18.03.2020 10:27
    Highlight Highlight Parmelin und Maurer glänzen mit Arbeitsverweigerung.
    Was ist ihre Taktik? Warten, dass die Kolleginnen und Kollegen die Drecksarbeit machen und danach auf deren Fehler herumreiten und sich als die wahren Helden verkaufen? Dazu sind sie ja in der richtigen Partei.
    Oder haben sie einfach "Kai luscht"?
    • Thomes 18.03.2020 11:57
      Highlight Highlight In erster Linie sind jetzt die anderen gefragt, vorne einzustehen, wie Berset Gesundheit.
      Parmalin und Maurer sollen jetzt im Hintergrund an einer unbürokratischen Lösung arbeiten.
      Gestern war ja der Seco Chefin anwesend!
  • Triple 18.03.2020 10:13
    Highlight Highlight Im Gegensatz zu einer völlig inkompetenten Regierung funktioniert der Amerikaner extrem hilfsbereit. Verglichen mit uns Europäern wird nicht zuerst mal gejammert und den Staat um Hilfe angebetet. Da funktioniert Nachbarschaftshilfe wirklich.
    • felixJongleur 18.03.2020 11:58
      Highlight Highlight Bleibt ihnen auch nicht viel anderes übrig. Nicht falsch verstehen, "wir" haben brutal Luft nach oben.
    • Nick Name 18.03.2020 14:49
      Highlight Highlight «Der Amerikaner» – ernsthaft? Solches sollten wir doch langsam aber sicher höchstens in der Satire verwenden, nicht? ...

      Ich sehe jede Menge Leute rundum (allesamt Europäerinnen und Europäer, übrigens), die mit keinster Faser jammern, sondern unterstützen (wollen), wie, wo und wann immer es möglich und sinnvoll ist.
    • Mutzli 18.03.2020 15:53
      Highlight Highlight @Triple
      "Verglichen mit uns Europäern wird nicht zuerst mal gejammert und den Staat um Hilfe angebetet."

      vs.

      "Boeing fordert Staatshilfe / Der US-amerikanische Boeing-Konzern fordert angesichts der Corona-Krise staatliche Hilfen von mindestens 60 Milliarden Dollar" https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boeing-251.html

      Als nur gerade die letzte Nachricht, wie sehr US-Amerikaner angeblich auf die Hilfe des Staates pfeifen.

      Wie sehr die US-Bevölkerung sich gegenseitig hilft, ist vor allem auch ein müssen angesichts der Unfähigkeit der Regierung. Wie z.B. Crowdfunding für Medikosten etc.
  • regen 18.03.2020 10:04
    Highlight Highlight jaja, warum muss jetzt der herr leuenberger auch noch interviewt werden und die arbeit seiner nachfolgerinnen & nachfolgern kommentieren und bewerten? der bundesrat macht einen sehr guten job, basta! erwarte ich eigentlich auch so.
    interviewt doch in ein paar tagen mal eine unbekannte pflegefachfrau und den assistenzarzt eines kleineren spitals oder eine unspektakuläre hausarztpraxis oder die verkäuferin im lebensmittelladen, einfach leute, die sich tagtäglich direkt ohne wenn und aber der gefahr aussetzen (müssen)......
    • grenzenlos 18.03.2020 12:38
      Highlight Highlight Die Presse ist voll von Interviews und Zeugenaussagen, die sich tragischerweise wiederholen...und wir sind noch weit weg von italienischen Zuständen!
      Da ist es mal auch gut und vielleicht etwas beruhigend(?) ein Interview zu lesen, das etwas anders gelagert ist.
    • manhunt 18.03.2020 12:50
      Highlight Highlight "der bundesrat macht einen sehr guten job, basta!"
      das ist deine subjektive wahrnehmung, das sehen jedoch längst nicht alle so. deal with it.
    • Nick Name 18.03.2020 14:53
      Highlight Highlight Sie regen sich auf über ein Interview, das Sie offensichtlich nicht gelesen haben (an sich auch logisch, wenn Sie sich darüber aufregen, dass es das Interview überhaupt gibt ...) – und platzieren dazu ungefragt Ihre persönliche beschränkte Meinungsäusserung.

      Ok.
      ... Danke für den Beitrag, auch wenn ich den Sinn nicht sehe.
  • Jessesgott! 18.03.2020 09:38
    Highlight Highlight Dieser Mann wurde als Bundesrat wegen seinem Schalk nie richtig ernst genommen. Das war ein Fehler. Im Nachhinein muss man anerkennen, dass er einer der besten, menschlichsten, humorvollsten und intelligentesten aller Bundesräte war.
    • Saerd neute 18.03.2020 12:08
      Highlight Highlight 👎
  • moedesty 18.03.2020 08:44
    Highlight Highlight naja schlussendlich hat man nur des geldes wegen so lange gezögert und somit erst eine krise ermöglicht. man sieht bei dieser „krise“ gut wie kaputt eigentlich unser system ist. bei firmen und politiker zählt nur, das sich die aktien erholen.
  • Track 18.03.2020 08:37
    Highlight Highlight Jetzt kommt noch Herr Leuenberger. Dank ihm und seiner Politik haben wir ausserhalb Coronazeiten das pure Verkehrschaos. Er als Sozialist verdient sich jetzt einen goldenen Hals in Verwaltungsräten. Bitte erinnert mich nicht weiter an ihn.
  • Saerd neute 18.03.2020 08:23
    Highlight Highlight Ach Moritz
    Warum schweigst du nicht einfach
    • ChlyklassSFI 18.03.2020 11:36
      Highlight Highlight Mehr Inhalt als du bietet er.
    • ujay 18.03.2020 12:18
      Highlight Highlight @Saerd neute. Habe ich mir beim lesen ihres Kommentares auch gedacht......
    • grenzenlos 18.03.2020 12:43
      Highlight Highlight Bitte in den Spiegel schauen...
      Immerhin ist er von jemandem gefragt worden und er hat nur Positives von sich gegeben - oder hat er etwas Falsches gesagt?
      Sorry, hätte Ihren Beitrag auch nicht unbedingt kommentieren müssen...
  • AnDerWand 18.03.2020 07:57
    Highlight Highlight Ein interessantes Interview. Mal einer der weiss vovon er spricht.
  • Ökonometriker 18.03.2020 07:45
    Highlight Highlight Nunja, das mit der Swissair hat der Mann ja super hingekriegt... ich sehe da wenig Unterschied zu den heutigen Scheinlösungen.

    Im Englischen gibt's ein Sprichwort:
    "Shut the stable door after the horse bolted". Das Beschreibt die Politik unserer Regierung treffend. Man schloss die Grenze, nachdem der Virus bereits in der Schweiz Fuss fassen konnte. Auf EU-Ebene dasselbe.
    • Shlomo 18.03.2020 08:50
      Highlight Highlight Und welche Grenzen hätten geschlossen werden sollen? Die zu Italien?
      Nur zu dumm, dass sich die Leute sowohl in Italien, China, Deutschland, Frankreich als auch in jedem anderen Land angesteckt haben. Es gibt keine Evidenz, dass sich Schweizer infizierte nur mit Viren aus Italien angesteckt haben.
      Man merk definitiv, dass du keine Ahnung hast.
    • swisskiss 18.03.2020 09:31
      Highlight Highlight Ökonometriker: Wieder mal eine kleine Bildungslücke füllen. Das Grouding der Swissair, war in erster Linie Kaspar Villiger, damals Finanzminister, zu verdanken, der die notwendigen Ueberbrückungsmittel nicht bewiligen wollte, um den regulären Flugbetrieb aufrecht zu erhalten.

      https://www.watson.ch/schweiz/history/752792702-15-jahre-swissair-grounding-ein-fall-von-helvetischer-selbstueberschaetzung

    • P. Meier 18.03.2020 09:45
      Highlight Highlight Gibt es eine Statistik, wieviele Infektionen durch, nicht in der Schweiz wohnhafte, Personen übertragen wurden? Eine Grenzschliessung gegen Personen mit Niederlassung in der Schweiz wäre kaum durchsetzbar gewesen. Man erinnere sich an den Aufschrei in den Medien bei der Einführung der 1000er Regel, der Absage von Fasnachtsveransraltungen. Da wurden die Nachbarstaaten gelobt, die nicht so panisch reagierten, wie unser BR. Und nun das völlige Gegenteil!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Super 18.03.2020 07:44
    Highlight Highlight -Zahlungsstop aller Mieten
    -EO übernimmt alle Löhne der betroffenen Betriebe zu einem reduzierten Satz (Keine Miete).
    -Löhne der Inhaber von KMU wird ebenfalls von der EO übernommen.
    So bleibt der Schaden bleibt begrenzt, und die unsäglich hohen Kosten der Mieten fallen weg.
    • Nonster 18.03.2020 08:01
      Highlight Highlight Das ist wahr, nur schön wenn die Miete halbiert würde wäre die Situation ein wenig angenehmer.
    • mrgoku 18.03.2020 08:32
      Highlight Highlight ich bin mir sicher dass du mit 60% von deinem gehalt auch noch überlebst in dieser zeit...

      dabei?
    • Hans Jürg 18.03.2020 10:31
      Highlight Highlight Und wenn keine Mieten mehr bezahlt werden, hat sich das Problem einfach verlagert. Die Vermieter müssen ja auch z.B. Hypozinsen bezahlen und den Unterhalt der Liegenschaft.

      Also soo einfach kann man das Problem nicht lösen. Aber man muss es lösen. Und sehr schnell.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 18.03.2020 07:19
    Highlight Highlight Trifft es zu 100%;
    „ Leider etwas gar langsam.“ schliessen sich die Reihen in der Bevölkerung denn noch versucht man sich den schwarzen Peter in den Bevölkerungsgruppen gegenseitig in die Schuhe zu schieben.
  • Waldorf 18.03.2020 07:14
    Highlight Highlight "Wenn jemand im Bundesrat panisch reagieren würde, wäre er oder sie fehl am Platz. Panik bedeutet für mich irrationale Unfähigkeit."

    Sie raten also demnach vom Kauf von Toilettenpapier auf Vorrat ab Herr Leuenberger?
  • lilie 18.03.2020 07:12
    Highlight Highlight Moritz Leuenberger war für mich immer ein irgendwie eigenwilliger, aber vielleicht gerade deshalb leidenschaftlicher und vorbildlicher Bundesrat. Er reflektiert nicht nur das, was passiert, sondern auch sich selbst immer wieder kritisch und vergisst dabei auch den Humor nicht.

    Schönes Interview, und einmal mehr einige starke Worte vom Ex-Bundesrat. 👍
    • gimpi 18.03.2020 07:46
      Highlight Highlight Kennst Du die Geschichte von Moritz Leuenberger:
      68-Bewegung
      Regieungsrat, Justizdepartement unter sich, Fall Zollikerberg
      Presidierte die PUK im Fall Kopp
      Als BR hat er uns auch noch das Via Secure hinterlassen
  • who cares? 18.03.2020 06:55
    Highlight Highlight "Dass ich nicht mehr in den Stosszeiten pendeln muss, macht es mir leichter."
    Er muss gar nirgends hinpendeln. Einfach zu Hause bleiben wäre am solidaristen.

    Es ist eigentlich egal, ob Trump der Krise gewachsen ist oder nicht. Die ganze Arbeit wird eh von den Bundesstaaten gemacht oder schlussendlich von den Leuten, die sich irgendwie selbst helfen. Der palavert nur und streicht am Schluss die Lorbeeren ein. Und der Trump-Wähler jubelt ihm zu.
    • who cares? 18.03.2020 14:47
      Highlight Highlight Das ist ja genau das Problem. Man kann noch so oft zeigen, wie fehl am Platz Trump ist, seine Jünger werden ihn trotzdem wieder wählen.
  • Thadic 18.03.2020 06:33
    Highlight Highlight Ganz am Schluss kommt der alte Moritz mit seinem berühmten Schalk: „Ja, da muss ich plötzlich dem Bundesrat und einem Virus gehorchen, dass ist gar nicht so einfach“
    • Mia_san_mia 18.03.2020 08:59
      Highlight Highlight Hehe das habe ich mir auch gedacht.
  • Chäferfäscht 18.03.2020 06:32
    Highlight Highlight „Und all die KMUs, die nun schliessen müssen. Da mag ich nicht zuerst über die Ansprüche des Lufthansa-Managements in Frankfurt sinnieren.“... 💪🏽 Aber ich befürchte das es genauso gehen wird. Die grossen werden gefüttert und die kleineren haben wieder das nachsehen
    • Jacques #23 18.03.2020 07:28
      Highlight Highlight Es werden alle gefüttert.

      Wenn die Kleinen nur jammern und jetzt schon in der Opferrolle sind, ja. Dann haben sie das Nachsehen.

      Das ist dann allerdings unabhängig von der aktuellen Situation.
    • neutrino 18.03.2020 07:29
      Highlight Highlight Ja gut, man muss auch sehen, warum die Grossen eine gewisse Priorität haben: zB. die Existenz hunderter KMUs (Zulieferer, etc.) und Angestellter hängt am Fortleben der Swiss. Klar, man kann sich zuerst um die Döner Bude um die Ecke kümmern - meines Erachtens aber der falsche Weg.
    • Dominik Treier 18.03.2020 10:46
      Highlight Highlight Das ist doch immer so. Wer sich am Meisten Verbrditung seines, auch profilaktischen, Katzengejammers in den Machtzentren leisten kann, der erhält am Meisten, auch wenn das nur allzu oft due sind, die es am wenigsten nötig haben...
  • So en Ueli 18.03.2020 06:09
    Highlight Highlight "...Demut zu üben ist schwieriger als sie zu predigen." Starke Worte. Kudos to you.

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