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Jobverlust wegen Digitalisierung: Akademiker fünfmal so stark gefährdet wie Handwerker

Einer neuen Studie zufolge sind von der Automatisierung nicht die einfachen Berufe am stärksten bedroht, sondern die hoch qualifizierten. Ist für die Zukunft am besten gerüstet, wer eine Handwerkerlehre macht?

Raffael Schuppisser / ch media



Bild

Wenn der Roboter übernimmt: Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz gefährdet die Jobs der Akademiker. bild: shutterstock

Eine gute Bildung ist wichtig, um auf dem Arbeitsmarkt gefragt zu sein. Wer lange studiert und sich weiterbildet, der wird auch im Zeitalter der Digitalisierung nicht so rasch obsolet. Das zumindest ist die vorherrschende Meinung. Nun aber kommt eine Studie der US-Denkfabrik Brookings Institution zum Schluss, dass die Jobs von studierten Arbeitnehmern gefährdeter sind als jene von Arbeitskräften ohne höhere Ausbildung.

Der Grund dafür liegt in der künstlichen Intelligenz (KI). Diese technologische Entwicklung macht es möglich, dass Maschinen Tätigkeiten ausführen können, für die bisher bloss Menschen mit viel Wissen und überdurchschnittlicher kognitiver Begabung in Frage kamen.

Der Coiffeur-Roboter lässt noch lange auf sich warten

Für ihre Analyse verglichen die Autoren der Studie Patenteinträge von KI-Technologien mit Tätigkeitsbeschreibungen in Jobinseraten. Enthielt ein Stelleninserat viele Aufgaben, für deren Bewältigung bereits Patente eingereicht worden sind, so stuften die Forscher die Möglichkeit als besonders hoch ein, dass diese in Zukunft automatisiert werden können. Zu den betroffenen Berufen gehören etwa Finanzberater, Ingenieure aber auch Verkaufsmanager. Generell sind Arbeitneh- mer, die über einen Bachelor-Abschluss verfügen, fünfmal so stark gefährdet wie solche ohne akademische Bildung. Allerdings nicht alle gleichermassen. So haben Spezialisten im Bereich Human Resources noch immer eine relativ sichere Stelle, Lehrerinnen auch. Bedroht sind vor allem Jobs, die auf Datenauswertung und monotone Muster reduziert werden können.

In den letzten Jahrzehnten wurden in Europa und den USA vorwiegend sogenannte Blue-Collar-Worker ersetzt: Menschen, die sich für ihre Arbeit gewöhnlich in einen Blaumann werfen. Nun übernehmen Maschinen mit künstlicher Intelligenz vermehrt Jobs von White-Collar-Worker, von Menschen also, die als Arbeitstenue oftmals ein weisses Hemd tragen. «Die Globalisierung hat die Blue-Collar-Worker in Westeuropa enorm unter Druck gesetzt», sagt Thomas Straubhaar, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg. Dasselbe Schicksal ereile nun den White-Collar-Worker. Mit dem Unterschied, dass sie nicht mit Arbeitern in Billiglohnländern konkurrieren, sondern mit intelligenten Maschinen. Straubhaar ist überzeugt:

«In Ländern wie der Schweiz und Deutschland führt das zu einer relativen Aufwertung der Handwerksberufe.»

Ähnlich sieht das Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz: «Dank künstlicher Intelligenz ist es zunehmend möglich, auch nicht routinemässige, geistige Tätigkeiten durch Algorithmen zu ersetzen.» Eher manuelle Tätigkeiten wie Haareschneiden, Reparaturarbeiten oder Bedienen in einem Restaurant liessen sich hingegen nur mit grossem Aufwand oder gar nicht durch KI-gesteuerte Roboter ersetzen. Der Roboter-Coiffeur ist vermutlich noch ebenso fern wie die autonome Kochmaschine.

Heisst das, dass wir unseren Kindern eher zu handwerklichen Berufen raten sollen? «Teilweise ja», meint Binswanger.

«Spezialisierte Handwerker mit IT-Kenntnissen werden in Zukunft sehr gefragt sein.»

Bereits heute könne man hier einen Mangel beobachten. Allerdings werde sich auch in Zukunft nichts daran ändern, dass weniger spezifische manuelle Tätigkeiten relativ schlecht bezahlt seien, da hier weiterhin ein Überangebot an wenig ausgebildeten Arbeitskräften vorherrsche.

Neue Jobprofile für Akademiker werden entstehen

Ausserdem ist nicht klar, wie schlimm es für die akademischen Berufe wirklich kommt. Denn nicht alle technologischen Fortschritte, die heute patentiert werden, lassen sich in naher Zukunft umsetzen. Wie gefährdet einzelne Berufe sind, lässt sich nur schwer abschätzen und nicht genau quantifizieren.

In ihrer Aussage erinnert die Studie deshalb an eine Untersuchung aus Oxford aus dem Jahr 2013, die hohe Wellen warf, weil sie zum Schluss kam, dass in den USA 47 Prozent aller Jobs sehr wahrscheinlich innerhalb der nächsten zwei Dekaden der Automatisierung zum Opfer fallen würden. Vor allem aber wird gern ausser Acht gelassen, dass auch wieder neue Jobprofile entstehen werden. «Für diese werden Fachkräfte gebraucht und neue Studiengänge angeboten», sagt Binswanger. Denn oftmals ersetzt die KI den Menschen nicht ganz, sondern dient diesem viel mehr als neues Werkzeug.

Bestes Beispiel ist die Studie der Brooking Institution selbst. Um zu ermitteln, welche Berufe, wie stark durch die Entwicklung der künstlichen Intelligenz gefährdet sind, griffen die Forscher selber auf Verfahren des maschinellen Lernens zurück. Dieses reichte allerdings nicht so weit, als dass die KI die Studie hätte selbstständig erfassen können. Als Autoren unterzeichneten auf jeden Fall keine Algorithmen, sondern Mark Muro, Jacob Whiton und Robert Maxim. Offensichtlich Menschen. (mim/aargauerzeitung.ch)

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • aglio e olio 27.11.2019 09:45
    Highlight Highlight Eine grosse Chance soziale Berufe zu stärken, ja auszuweiten und die Durchschnittsarbeitszeit des Einzelnen zu verringern. Die Produktivitätssteigerung durch fortschreitende Automatisierung sollte dies finanzieren können.
    • brudi 27.11.2019 15:25
      Highlight Highlight Noch mehr staatsangestellte? Wer soll die Löhne bezahlen? Diese Summe ist jetzt schon viel zu hoch
    • aglio e olio 28.11.2019 09:09
      Highlight Highlight Wieso Staatsangestellte? Wer das bezahlen soll? Siehe letzter Satz meines Kommentars.
      Wie hoch ist denn die Summe, die d.M.n. zu hoch ist?
  • Otten4ever 27.11.2019 09:09
    Highlight Highlight Zum Glück lerne ich Automatiker (:
    • PaLve! 27.11.2019 14:46
      Highlight Highlight Wieso die Blitze?
  • KenGuru 27.11.2019 09:08
    Highlight Highlight Ich denke, dass Jobs welche Empathie, Kreativität, handwerkliches Geschick, Ingenieurskunst oder ähnlich brauchen, bestehen bleiben.

    Es trifft eben wie in den Kommentaren erwähnt nicht die White Color Spezialisten sondern die White Color Worker (repetitive arbeiten im Büro). Dies ist meiner Meinung nach auch nicht tragisch, da die viele Leute in diesen Jobs keine Erfüllung finden.

    Aus diesem Grund werden wir sicherlich nochmals über ein bedingungsloses Grundeinkommen reden müssen!
  • neutrino 27.11.2019 08:50
    Highlight Highlight Da wird einfach so mit Schlagwörtern um sich geworfen (Blue Collar, White Collar...). Und, Bedienen in einem Restaurant soll vom Roboter verschont bleiben? Die Autoren waren wohl noch nie in Japan - da gibt's viele teilweise automatisierte Restaurants. Der Weg zum bedienden Roboter ist da nicht weit. Und auch andere Bluecollars sind betroffen: in vielen Autofabriken werden Fahrzeuge autonom gefertigt und gebaut durch Roboter.

    Klar, die ****-Michelin-Tempel mit Individualbetreuung und die RR-Besitzer wirds nicht (be)treffen - aber dieses Segment triffts auch in anderen Sparten nicht.
  • Firefly 27.11.2019 08:30
    Highlight Highlight Hört doch mal auf den Leuten Angst zu machen vor der Zukunft.

    Wir brauchen ein Narrativ einer menschlichen Zukunft und nicht dieses Narrativ einiger einsamer Workaholics, besessen von der Idee einer voll automatisieren Zukunft wo der Mensch nur noch Randerscheinung ist und die vor allem ihnen selber die Kassen füllt.

    Wir brauchen ein menschliches Narrativ der Zukunft in dem alle platz haben und alle ihren Teil beitragen können.

    Ansonsten fällt die Gesellschaft auseinander. Und am Ende kommt die Gewalt.
    • Coffeetime 27.11.2019 09:12
      Highlight Highlight Klar brauchen wir ein anderes Narrativ.... aber das, was im Artikel beschrieben wurde, wird leider langsam Realität, weil es irgendwie doch akzeptiert wird. Mein Job ging nach Polen, weil günstiger und im Nebenteam werden neu Algorithmen eingesetzt. Mit Ü50 habe ich nun schon viel Bewerbungsschreiben hinter mir und immer noch nichts...
    • Alterssturheit 27.11.2019 10:37
      Highlight Highlight @Coffeetime: dran bleiben! Die Zeit kommt sehr schnell und die ArG merken schon jetzt, dass sie nicht alle Stellen mit günstigen Leuten um die 24 und der Erfahrung von ü50 besetzen können. Der Austritt der Babyboomer lässt grüssen.
  • BLsz 27.11.2019 08:24
    Highlight Highlight Ich habe in letzter Zeit viel über dieses Thema gelesen und diese Studie oder eventuell nur die Zusammenfassung hier ist qualitativ am unteren Ende.

    Die Unterteilung der Berufe in Akademiker und Handwerker ist willkürlich und unsauber. Was ist mit allen Büroangestellten ohne Uni Abschluss?

    Von welcher Art von Automatisierung reden wir hier? AI? Robotik? Digitalisierung?

    Zum Schluss noch die Frage: wieso gibt es heute viel mehr Buchhalter als 1980 also vor der Automatisierung des Rechnens mittels PC (Tabellenkalkulationsprogramme)?
  • drjayvargas 27.11.2019 08:07
    Highlight Highlight Meinen Jungs lege ich auf jeden Fall etwas handwerkliches ans Herz wenns dann drum geht um die Berufswahl. Man soll aber auch nicht vergessen, dass viele Jobs für die heute 3-5 Jährigen noch gar nicht existieren. Also mal abwarten. Handwerk wird trotzdem immer relevant bleiben.
  • freifuchs 27.11.2019 08:01
    Highlight Highlight Einen Coiffeur-Roboter habe ich bereits. Er heisst Braun und lässt keine Haare stehen.
  • Track 27.11.2019 07:58
    Highlight Highlight Aus meiner Erfahrung wird auch in diesem Bericht viel zu viel generalisiert. Ich brauche in meinem Geschäft Werkzeugmacher / Polymechaniker. Man findet zwar Leute mit der entsprechenden Ausbildung, entscheidend ist aber die Motivation und das Interesse. Die Unterschiede unter gleich ausgebildeten Mitarbeitenden ist immens. Das ist das Entscheidende.
    Es liegt darum zu einem beachtlichen Teil an den Mitarbeitenden selbst, ob sie wichtig für ein Unternehmen sind oder nicht.
    • Coffeetime 27.11.2019 09:16
      Highlight Highlight Wenn du deine eigene Firma besitzt ist es wirklich wahr. Da wird oft noch unternehmerisch und menschlich geschaut. Leider gibt es aber mittlerweile so viele Grossfirmen, bei denen Einsatz nicht mehr zählt und dann stehen plötzlich langjährige MA auf der Strasse...
  • MarGo 27.11.2019 07:46
    Highlight Highlight Blue oder White... so oder so wird es nicht in diesem Masse weiterlaufen in Zukunft. Wir müssen uns nicht nur darauf einstellen, dass die KI unsere Arbeit macht, wir müssen uns auch darauf einstellen, was wir dann tun, wenn wir keine Arbeit mehr haben... ja, nicht jeder wird seinen Job verlieren, aber das System ist auf denen, die dann noch arbeiten, nicht mehr tragfähig... (Roboter zahlen keine AHV bspw... ;) )

    Das ganze System muss sich ändern bzw. stark anpassen... wie soll so etwas aussehen?
    • Clever&Smart 27.11.2019 18:37
      Highlight Highlight Absolut. Es ist ein Skandal, dass unsere Politiker diese Ansicht noch nicht erlangt haben und zumindest schon mal die Einsicht haben, dass es so kommen wird. Andererseits überrascht das kaum.
  • ND_B 27.11.2019 07:39
    Highlight Highlight Ich kann mir gut vorstellen dass mehr Wert um die Services rund um automatisierte Prozesse gelegt wird. Beispielsweise im Controlling wo heute in den meisten Fällen kaum Zeit für beratende Tätigkeiten übrigbleibt. Oder bei Fachspezialisten, die nun mehr Zeit haben ihre digitalen Arbeitsinstrumente weiterzuentwickeln. Ich denke dass dieser Wandel nicht zu einem Jobabbau, sondern zu höherer Servicequalität führt.
    • Coffeetime 27.11.2019 09:19
      Highlight Highlight Nun, es wird alles standardisiert. Die Spezialfälle müssten vom Menschen bearbeitet werden, aber ob das dem Modell dann entspricht?
    • Clever&Smart 27.11.2019 18:39
      Highlight Highlight @ND_B : Nur dort wo es die Marge noch zulässt. In den Branchen wo das nicht der Fall ist wird man sogar den Serviceabbau in Kauf nehmen.
  • troop5444 27.11.2019 07:25
    Highlight Highlight Das freut mich sehr zu hören.

    Gut wäre auch, aktiv mehr hochqualifizierte Deutsche in die Schweiz zu locken und die teuren Akademiker etwas zu vergünstigen.

    Akademiker können von mir das gleiche Quäntchen Mitleid erwarten, wie ich von Ihnen, wenn ich den Lohnschwund auf dem Bau, wegen freiem Personenverkehr erwähne.
    • ingmarbergman 27.11.2019 08:14
      Highlight Highlight 🤦🏻‍♂️
    • Adam Smith 27.11.2019 08:27
      Highlight Highlight Ist das der Neid, dass du nicht so viel verdienst, wie ein Akademiker?
    • Firefly 27.11.2019 09:45
      Highlight Highlight @Adam Smith oder Frust über Leute die zwar die Zukunft gestalten aber nur noch ihre eigene im Sinn haben und die Menschheit in ihrer Diversität nicht mehr erfassen können.

      Die welche das Glück und das Privileg haben die Zukunft aktiv mitgestalten zu können haben die Verantwortung eine Zukunft für alle zu gestalten, nicht eine für einige wenige.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skeptischer Optimist 27.11.2019 06:58
    Highlight Highlight KI wird überschätzt. Und die Methodik der Studie erscheint mir sehr dubios. Weder Stelleninserate noch Patente sind wirklich aussagekräftig.
  • blueberry muffin 27.11.2019 06:41
    Highlight Highlight Naja, zuerst wird die Spedition ersetzt, dann der Rest.
  • Le French 27.11.2019 06:35
    Highlight Highlight Brookings Institution? Alles klar! Das ist das Institut, das sich von Katar kaufen liess und dann keine Kritik mehr an der Regierung Katar ausübte. Bei Studien von solchen Institutionen muss man immer zuerst fragen, wer die Studie bezahlt hat. Solche Studien sind nicht mehr Wert, als das Papier auf dem es gedruckt ist.
  • GraveDigger 27.11.2019 06:33
    Highlight Highlight Wie soll das langfristig gehen? Immer mehr Produkte werden automatisiert hergestellt. Wer soll die denn kaufen, wenn immer mehr der Digitalisierung und der KI zum Opfer fallen? Dazu kommt, dass wir immer mehr werden und nicht wirklich mehr Wertschöpfung geschaffen wird. Auch der Handwerker wird ein Problem haben, da ja immer weniger Geld haben sich einen solchen zu leisten. Viele IT-Berufe schaffen ja keinen wirklichen Nutzen oder baut Facebook auch Kartoffeln an?
    • troop5444 28.11.2019 17:56
      Highlight Highlight Wieso die Blitze?

      Massenarbeitslosigkeit durch Automatisierung ist nur möglich, wenn Mindestlöhne und Sozialversicherungen den Arbeitsmarkt "verzerren".

      Einfache Logik. In Indiens Landwirtschaft könnte man Abertausende Arbeitsplätze automatisieren. Nur rendiert das nicht, wenn nachher alle arbeitslos sind. Logisch? Her mit den Blitzen.
  • DerTaran 27.11.2019 06:29
    Highlight Highlight Die Automatisierung wird hauptsächlich White Collar Arbeiter betreffen, damit bin ich einverstanden. Aber die Aussage, dass es sich dabei um Akademiker handelt bestreite ich. Man redet oben von Bachelor Abschüssen und die sind in den USA vergleichbar mit unseren Berufslehren. Als Doctor und Master, macht man typischerweise intellektuell anspruchsvollere Arbeiten, die AI noch lange nicht ersetzen kann. Ein KV Absolvent oder Bachelor in Ökonomie in monotonen Tätigkeiten sollten sich aber nach Weiterbildungen umsehen.
    Laboranten, Lageristen, Lokführer, Taxi- und LKW-Fahrer sind auch bedroht.
    • wintergrün 27.11.2019 07:08
      Highlight Highlight Das dachte ich mir auch.
      In Wirklichkeit geht es auch um Mittel qualifizierte administrative Tätigkeiten also nicht typisch akademische Arbeit wie zum Beispiel ein Arzt oder Informatiker.
      „Während für Akademiker neue Stellen entstehen steigt der Druck auf Bürokräfte und handwerkliche Berufe.“ schreibt die NZZ.
      Hier der Link zur NZZ
      https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/digitalisierung-gefaehrdet-jobs-von-mittelqualifizierten-am-staerksten-ld.1492570
      Finde die Qualität dieses Artikels bedenklich.

    • bebby 27.11.2019 07:17
      Highlight Highlight Ich sehe die Automatisierung am ehsten bei regelbasierten Aufgaben, wo möglichst wenig Kreativität dafür Disziplin gefordert ist. Zum Beispiel im Anlagegeschäft. Dort stehen eh die Emotionen im Weg.
    • Scaros_2 27.11.2019 08:03
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Man muss schon differenzieren, dass viele Abschlüsse in den USA einfach einen ganz anderen Stellenwert haben als bei uns. Auch kommt es auf den Beruf drauf an und von welcher Uni etc.

      Einfach ummünzen auf die Schweiz ist nicht möglich.

      Auch ist es schlecht das ganze in 2 Sparten zu clustern nähmlich Tertiärbildung und Handwerksbildung. Es gibt ja schliesslich auch auf dem Handwerksgebiet tertiärbildung.

      Halte wenig von dem Paper.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mch 27.11.2019 06:05
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • a-minoro 27.11.2019 07:49
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Roman h 27.11.2019 06:04
    Highlight Highlight Die Roboter übernehmen also nicht die einfachen Berufe und ich dachte immer die Roboter übernehmen eben genau diese einfachen Berufe.
    Daher fragt sich jetzt was ein einfacher Beruf ist?
    Haben daher hoch qualifizierte Menschen einfache Berufe?
    • Ribosom 27.11.2019 06:20
      Highlight Highlight Einfach ist ein unpassendes Wort. Monoton trifft es eher.
      Roboter werden ja schon längst in der Industrie eingesetzt, um Autos zusamenzubauen oder Tiefkühlpizzen zu belegen. Da braucht es an einer Fabrikstrasse nur noch wenige Menschen.
      In Zukunft werden genau so monotone Arbeiten der Akademiker mit KI besetzt.
    • walsi 27.11.2019 06:24
      Highlight Highlight Wenn die hohe Qualifikation vor allem darin besteht Wissen abzurufen und zu kombinieren, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis das eine Software besser macht.
    • Chääschueche 27.11.2019 06:35
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen?

      Dort wird es eigentlich ganz gut erklärt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 27.11.2019 05:51
    Highlight Highlight Es gilt auch heute noch, Handwerk hat goldenen Boden.
    • trio 27.11.2019 06:55
      Highlight Highlight Leider keinen goldenen Lohn 😉
    • bebby 27.11.2019 07:12
      Highlight Highlight Aber Gymischüler haben immer noch die bessere Chance auf eine Lehrstelle...
    • AskLee 27.11.2019 07:12
      Highlight Highlight Handwerker in Festanstellungen sind ziemlich gut bezahlt. ☝🏻
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