Schweiz
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Eine Drohne des Typs Hermes 900 startet am Montag, 8. Oktober 2012, auf der Airbase Emmen zu einem Testflug. Die Hermes 900 kommt als Nachfolgerin der bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst stehenden Aufklaerungsdrohne ADS 95 in Frage. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Die Armee will sechs israelische Hermes-900-Drohnen kaufen. Bild: KEYSTONE

Völkerrecht verletzt

Petition gegen den Kauf von israelischen Drohnen eingereicht

Mit einer Petition mit über 28'000 Unterschriften fordert eine Koalition zahlreicher politischer Organisationen, dass das Verteidigungsdepartement auf den Kauf der sechs israelischen Hermes-900-Drohnen verzichtet.



Der Widerstand gegen den Kauf israelischer Drohnen wächst: Die militärische Zusammenarbeit mit lsrael stehe im Widerspruch zu den besonderen Verpflichtungen, welche die Schweiz als Depositär- und Vertragsstaat der Genfer Konventionen habe, hält die Koalition fest, die sich mit vollem Namen «Boykott – Desinvestition – Sanktionen gegen Israel bis zum Ende von Apartheid und Besatzung in Palästina» nennt. 

Bei der Entwicklung und den Tests der Drohne sei das internationale Völkerrecht verletzt worden: Die Entwicklung des israelischen Rüstungsunternehmens ELBIT sei während des letzten Gazakrieges im vergangenen Jahr eingesetzt worden, als auch Spitäler, Schulen und Gebäude der UNO zerstört worden waren, heisst es in der Mitteilung. 

Nobelpreisträger fordern Stopp

BDS-Schweiz fordert nun Bundesrat und Parlament auf, sich gegen den Kauf der Hermes-900-Drohnen zu entscheiden. Die Petition folgt auf einen Appell im vergangenen Sommer von sieben Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträgern und Dutzenden von weiteren Persönlichkeiten, die einen internationalen Stopp der militärischen Zusammenarbeit mit Israel forderten. Im Herbst lancierten Schweizer Kunstschaffende einen ähnlichen Appell.

Vor zwei Wochen hatte der Bundesrat das Rüstungsprogramm 2015 verabschiedet. Es enthält Beschaffungen von 542 Millionen Franken – darunter der Kauf der sechs israelischen Drohnen inklusive Bodenkomponenten, Simulator und Logistik für 250 Millionen Franken. Der Bundesrat hält den Kauf von einem Anbieter aus einem kriegsführenden Land für unproblematisch. (whr/sda)

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