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Armee bewacht keine Konsulate in Zürich mehr – Polizei übernimmt



ARCHIV --- ZUM BESCHLUSS DES BUNDESRATES, AM WEF WEITER ARMEEANGEHOERIGE EINZUSETZEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Swiss army soldiers patrol during a media visiting day from the Swiss army deployment

Bild: KEYSTONE

Die Armee wird per Ende Jahr keine Konsulate in der Stadt Zürich mehr bewachen. Nun muss die Stadtpolizei Zürich diese Aufgabe übernehmen. Sie führt einen bewaffneten «Assistenzdienst Konsulatsschutz» ein, der auch religiöse Einrichtungen bewachen soll.

Der Rückzug der Armee passierte in Raten: Der Bundesrat beschloss per Januar 2017, dass sich die Armee im ganzen Land grösstenteils von dieser Aufgabe zurückzieht. Bereits seit zwei Jahren stellte die Stadtpolizei deshalb die Konsulats-Bewachung in der Nacht sicher.

Per Ende Jahr wird die Armee nun auch nicht mehr tagsüber vor den Konsulaten stehen. Auf Anfang 2020 muss die Stadtpolizei diese Aufgabe deshalb vollständig übernehmen. Dafür sind 34 Vollzeitstellen nötig, die allerdings nicht die Stadt alleine zahlen muss. Der Bund werde 90 Prozent dieser Personalkosten übernehmen, teilte der Stadtrat am Donnerstag mit.

Die neue bewaffnete Einheit, die auf Anfang 2020 gebildet wird, heisst «Assistenzdienst Konsulatsschutz» (AKS). Der AKS wird voraussichtlich 54 Mitarbeitende haben, viele davon in Teilzeit, was einen Frauenanteil von 35 Prozent ermöglichen soll.

Um das Personal rekrutieren zu können, will die Stadt 20 Stellen aus dem Polizeilichen Assistenzdienst in solche AKS-Stellen umwandeln. Statt Autos zu kontrollieren und Bussen zu verteilen, werden diese Polizei-Assistenten also künftig Konsulate bewachen.

Bewachung von Synagogen oder Moscheen

Daneben sollen die Mitarbeitenden des AKS aber auch für andere Tätigkeiten eingesetzt werden, etwa Häftlingstransporte, Präsenz an Veranstaltungen und die Bewachung von religiösen Einrichtungen, etwa Moscheen, Synagogen oder Kirchen.

Es sei nicht geplant, solche Einrichtungen ständig zu überwachen, betonte Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi auf Anfrage. Aber in aussergewöhnlichen Lagen könne man diese Abteilung dafür einsetzen.

Die Mitarbeitenden der neuen AKS müssen für die neue Tätigkeit eine Ausbildung von siebeneinhalb Monaten absolvieren. Die erste Ausbildungsklasse soll 2020 starten. Bis die AKS-Mitarbeitenden einsatzfähig sind, wird der Konsulatsschutz noch durch «normale» Stadtpolizisten sichergestellt. (aeg/sda)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Markus97 22.03.2019 11:33
    Highlight Highlight Ist das nicht ein wenig eine Geldverschwendung? Die Soldaten müssen ja doch irgendwas machen...
  • Glenn Quagmire 21.03.2019 12:08
    Highlight Highlight Besser so, WK Soldaten sind alles andere als ernstfalltaugliche Wächter.
    • 7immi 21.03.2019 13:39
      Highlight Highlight Es wurden ja nicht Betriebssoldaten o.ä. aufgeboten, sondern Funktionen, die entsprechend ausgebildet wurden (In Genf zb Inf Grenadiere)...
    • Demo78 21.03.2019 13:55
      Highlight Highlight War als Stinger Soldat auch 3 mal in Genf, früher
    • Raivo 21.03.2019 14:24
      Highlight Highlight Dafür wurden keine (oder nur sehr wenige WK-Soldaten, bei uns damals keine) eingesetzt. Der polizeiliche Unterstützungsauftrag "Amba Centro Zürich" wurde durch Durchdiener der Infanterie durchgeführt.

      Ich war dabei (2004 bis 2005) und wir haben von der Militärpolizei zusätzliche Ausbildung im Bereich Sicherheit und Schutz (auf polizeilichem Niveau) bekommen.

      Somit hatte das Ganze auch mehr Sinn gehabt als einige WKs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DemonCore 21.03.2019 11:55
    Highlight Highlight Religiöse Einrichtungen bewachen? Hackt's? Wenn schon muss die Gesellschaft vor den Religionen geschützt werden.
    • Swissbex 21.03.2019 18:14
      Highlight Highlight Sag das den Neuseeländern...
    • DemonCore 21.03.2019 18:23
      Highlight Highlight Denkst du dass Neuseeland auch etwas mit den schlechten Eigenschaften von Religionen zu tun haben könnte?
  • Stormrider 21.03.2019 11:46
    Highlight Highlight Da stellt sich doch die Frage ob dieser „polizeiliche Assistenzdienst“ diese Aufgabe so gut wie die Armee erfüllen kann. Die haben ja zweifelsohne einen guten Job gemacht. Jedenfalls werden Mehrkosten generiert.
  • Beasty 21.03.2019 11:46
    Highlight Highlight Ich hoffe, die Mitarbeiter haben eine etwas höhere Sozialkompetenz als die Bussen-Kontrolleure.
    • Pasch 21.03.2019 12:00
      Highlight Highlight Ich tippe mal auf die Sozialkompetenz eines Soldaten welcher bereits "Berufserfahrung" mitbringt und sich ein anderes Tenue anzieht.

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