Schweiz
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Andre Blattmann Chef Armee auessert sich waehrend der Medienkonferenz vom VBS zur

Armeechef André Blattmann.
Bild: KEYSTONE

Armeechef Blattmann warnt vor Terrorgefahr und sozialen Unruhen

Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee, äussert sich erstmals seit den Anschlägen von Paris zur veränderten Bedrohungslage.



In der Zeitung «Schweiz am Sonntag» schreibt Armeechef André Blattmann in einem Gastbeitrag, die «sicherheitspolitischen Ereignisse haben sich in den letzten zwei Jahren überschlagen». Es räche sich nun, dass im Bereich Militär und Sicherheit gespart worden sei: «Die Substanz zur Verteidigung wurde verringert.» Und das ausgerechnet jetzt, wo die Bedrohungslage komplexer geworden sei.

«Selbst wenn wir heute (noch) nicht direkt von den kriegerischen Ereignissen auf der Welt betroffen sind, die Auswirkungen sind bereits bei uns angekommen», so Blattmann:  «Die Terrorbedrohung steigt; hybride Kriege werden rund um den Erdball ausgefochten; die wirtschaftlichen Aussichten verdüstern sich; die resultierenden Migrationsströme – Kriegsvertriebene und Wirtschaftsflüchtlinge – haben bereits ungeahnte Masse angenommen.»

Soziale Unruhen

Laut Blattmann «steigen die Risiken doppelt»: Zum schwächeren Wirtschaftsverlauf käme noch die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt hinzu. Blattmann: «Soziale Unruhe kann nicht ausgeschlossen werden; das Vokabular wird gefährlich aggressiv.» Sein Fazit: «Die Mixtur wird zunehmend unappetitlich. Die Grundlagen unseres Wohlstandes sind seit langem wieder einmal in Frage gestellt.» Blattmann erinnert sogar an die Erfahrungen von 1939/45. (aargauerzeitung.ch)

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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • koks 27.12.2015 16:23
    Highlight Highlight blattmann hätte auch an erfahrungen anfang 20 jh. erinnern können, als die schweizer armee auf die eigenen bürger geschossen hat. sowas dämliches schwebt blattmann und seinem svp-BR-chef wohl noch immer vor.
  • Luca Brasi 27.12.2015 12:43
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz, was Blattmann gegen die beschriebenen Situationen mit der Armee unternehmen will. Grenzwacht und Polizei aufstocken und eine bessere internationale Zusammenarbeit u.a. mit Hilfe in Flüchtlingslagern, scheinen mir zielführender. Die Bedrohungslage ist da, aber auch nicht ganz so neu. In den 70ern hatten wir auch Terror (Olympische Spiele in München, RAF, etc.) und eine Ölkrise. Soziale Unruhen in der Schweiz damals? Gering und auch nicht mit der Armee zu bewältigen. Das gab es 1918 in Zürich und hat das Klima eher verschärft.
  • Kza 27.12.2015 12:39
    Highlight Highlight Der Militärchef muss halt alle paar Monate etwas Panik schüren, um die eklatante Nutzlosigkeit seiner Gurkentruppe zu kaschieren.
  • Addix Stamm 27.12.2015 11:42
    Highlight Highlight Herr Blattmann: Waren Swisscoy oder sonstige Kfor- Truppen jemals an Flüchtlingshilfe vor Ort beteiligt? (Umgebung Kosovo) Wäre Hilfe in Syrien und Umgebung nicht sinnvoller?
    • Addix Stamm 27.12.2015 11:56
      Highlight Highlight Das Budget für 2015 beträgt 44.2 Millionen Franken. Als Nationaler Schweizer Befehlshaber (NCC) im Einsatzraum (Kosovo) amtet seit 8. Oktober 2015 Oberst Georg Kaufmann.
    • 7immi 27.12.2015 13:11
      Highlight Highlight gemäss meinen infos wird vor allem infrastruktur, namentlich brücken, wasserleitungen, stromversorgung etc wieder aufgebaut, was man wohl als eine art flüchtlingshilfe betrachten kann...
  • sentir 27.12.2015 11:41
    Highlight Highlight Bei all seinen gesichteten Bedrohungen sehe ich keinen Einsatz für die Armee, höchstens für Grenzschutz und Polizei.
    Will er die Terrorbedrohung beschiessen? Die Kriegsvertriebenen und Wirtschaftsflüchtlinge bombardieren?
    Zu guter Letzt, braucht er eine hochgerüstete Armee, um gegen soziale Unruhen (im eigenen Land).....
    Mir wird schlecht
  • Addix Stamm 27.12.2015 11:33
    Highlight Highlight Blattmann: Wir haben eine funktionierende Polizei. (ausbaufähig)
    Die Armee braucht niemand. Die ist nämlich nicht ganz professionell und nicht schnell genug einsatzbereit.
    Der Eignungstest für das Militär ist auch nicht gut. Warum wohl haben wir Armee- Spezialeinheiten, aus welchen sich irgendwann IS ect bildet?

    • 7immi 27.12.2015 13:15
      Highlight Highlight der erste satz stimmt völlig. allerdings scheinen sie das gesamtsystem nicht zu erfassen. die blaulichtorganisationen haben genügend personal um eine normale situation zu bewältigen. auch kurze ausnahmesituationen kann man erfolgreich bewältigen. wenn dann allerdings ein ereignis mehr als ein paar tage dauert, werden die behörden von der armee unterstützt-innerhalb von stunden (von wegen nicht einsatzbereit). die armee ist also überhaupt nicht antiquiert. für einen staat mit anfälliger infrastruktur wie der schweiz ist sie sogar sehr wichtig!
    • Addix Stamm 27.12.2015 13:50
      Highlight Highlight Ja stimmt.. die US- Army hat 9/11 auch optimal verhindert..
      Im Ernst.. nennen sie mir doch mal ein positives Militär Ereignis auf dieser Erde.
    • 7immi 27.12.2015 13:58
      Highlight Highlight das hochwasser im kandertal 2011 (war ich selbst dabei), hochwasser letztes jahr im emmental, dieses jahr wasserknappheit im jura... es gibt sehr wohl positive beispiele... und vergleichen sie bitte nicht die US armee mit unserer. wir haben keine armee um krieg zu führen, sondern eine, um uns im notfall zu verteidigen. und fast wichtiger: als strategische reserve des bundes, die von brückenbau über gleisbau bis zum betrieb eines unabhängigen spitals alles kann!
    Weitere Antworten anzeigen
  • kurt3 27.12.2015 11:30
    Highlight Highlight Blattmann spricht von der Möglichkeit sozialer Unruhen . Dagegen soll eine starke Armee helfen ? Das wäre dann in der Schweiz mit der Milizarmee : Bürgerkrieg ! Wahrhaft Superlösungen . Wenn ein Normalo solches von sich geben würde , das Kesb müsste einschreiten.
  • daenu 27.12.2015 10:39
    Highlight Highlight BlaBlaBlattmann. Europa ist sicherer denn, wer das nicht sieht hat Null Langzeitgedächtnis und die CH steht jetzt nicht grad vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Blattmann sollte mehr Wasser trinken das regt die Hirnzellen an.

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