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Schweiz
Armee

IT-Projekt des VBS läuft finanziell aus dem Ruder

Ausbau des Führungsnetzes Schweiz & Ausstattung der Rechenzentren VBS
Bereitstellung optischer Datenverbindungen durch Netzwerkspezialisten Führungsnetz Schweiz. Quellenangabe: CC BY-NC-ND
AdA (Angehörige der Armee) werkeln an einem Rechenzentrum des VBS.Bild: VBS

Kosten verdoppelt: IT-Projekt des VBS läuft finanziell aus dem Ruder

24.11.2022, 08:1024.11.2022, 09:32

Die Beschaffung des neuen Luftraum-Überwachungssystems für die Schweizer Luftwaffe wird deutlich teurer als gedacht. Die Kosten steigen von 155 Millionen auf 314 Millionen Franken. Das Verteidigungsdepartement hat entsprechende Informationen von Radio SRF bestätigt.

Die Schweizer Armee braucht ein neues Luftraum-Überwachungs- und Einsatz-Leitsystem. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hatte sich vor drei Jahren für das französische System Skyview entschieden.

Für den Kauf hatte das VBS im Jahr 2000 total 155 Millionen Franken bewilligt. Jetzt zeigt sich, dass nochmals 159 Millionen Franken hinzukommen. Das VBS begründete die massive Verteuerung mit Mehrkosten beim Netzwerk und in der Verschlüsselung.

Zwei Zusatzkredite

Dadurch komme es zu zwei Zusatzkrediten in Höhe von 61 Millionen respektive 98 Millionen Franken, wie Lorenz Frischknecht, stellvertretender Chef Kommunikation im VBS, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Die Zusatzkredite stünden in der Armeebotschaft 2023.

Die zusätzlichen Kredite seien für den Ersatz des Führungssystems Florako sowie für die Beschaffung von Hardware und den Ausbau der Rechenzentren des VBS erforderlich. Zum Zeitpunkt des Kaufentscheids von Skyview sei noch offen gewesen, in welchem Umfang und ab wann diese Systeme hätten zur Verfügung stehen sollen.

Externe Überprüfung

Verteidigungsministerin Viola Amherd hatte Mitte November diesen Jahres die Prüfgesellschaft BDO mit einer externen Prüfung der Zusatzkredite beauftragt. Geprüft wird laut VBS nun, ob und wenn ja, welche Fehler begangen worden seien.

Untersucht wird ferner, ob der Umgang mit Risiken nachvollziehbar war. Zudem wird geprüft, wie zukünftig ein solcher Mehrbedarf verhindert werden kann, wie Frischknecht weiter mitteilte. Das VBS werde das Resultat der externen Prüfung bekannt geben.

Das VBS hat die Präsidenten der sicherheitspolitischen Kommissionen des National- und des Ständerats über die Zusatzkredite in Kenntnis gesetzt. Das Verteidigungsdepartement hat in Aussicht gestellt, rasch Transparenz über die Hintergründe der Mehrkosten zu schaffen.

Die Armee überwacht den Schweizer Luftraum und führt ihre Einsätze in der Luft rund um die Uhr durch. Dabei ist sie laut VBS auf das Luftraum-Überwachungs- und Einsatzleitsystem Skyview angewiesen. Das System müsse modernisiert werden, was Kosten verursache. (cpf/sda)

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84 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Maranothar
24.11.2022 08:22registriert Juni 2016
Armeebeschaffung die teurer wird als geplant...
... zur Überraschung von niemandem.
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Der Tyromant
24.11.2022 09:03registriert März 2022
Ich versuche gerade mich zu empören... ich nehme das ganze eher emotionslos zur Kenntnis.

Ich wäre eher überrascht gewesen, wenn das Budget eingehalten worden wäre.

Bin schon gespannt um wieviel das F35-Budget überschritten wird.
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Lumpirr01
24.11.2022 10:19registriert März 2014
Ich mag mich nicht erinnern, welches Eidgenössische Departement die bewilligten Kosten schon einmal eingehalten hat.
Bei uns in der privaten Industrie muss die Teuerung immer ins Budget eingerechnet werden.
Bei Kostenüberschreitungen von mehr als 20% wackelt der Stuhl des Projektleiters, insbesondere dann, wenn der Auftraggeber keine rechtzeitigen Informationen der Kostenüberschreitung bekommt.
Aber dort in Bern gelten halt andere Regeln..........
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