Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV - ZUR MEDIENKONFERENZ VON BUNDESRAETIN VIOLA AMHERD UEBER DIE BESCHAFFUNG DER KAMPFJETS UND DIE LUFTABWEHR STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - The rapier with the four surface-to-air missiles stands on a hill, and nearby, there is also its radar and the missile control, pictured on site of the anti-aircraft division of the Swiss Armed Forces on July 11, 2013, in Schwyz, Switzerland. The anti-aircraft division is part of the Swiss Air Force and uses three defense systems, of which the rapier (surface-to-air missile) is one. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Rapier-Feuereinheit mit den vier Boden-Luft-Raketen steht auf einem Huegel parat, in der Naehe sind auch noch der Radar und die Steuerung der Raketen, aufgenommen bei der Fliegerabwehr der Schweizer Armee am 11. Juli 2013 in Schwyz. Die Fliegerabwehr gehoert zur Schweizer Luftwaffe und benutzt drei Abwehrsysteme, von denen eines der Rapier (Boden-Luft-Rakete) ist. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Rapier-Feuereinheit mit den vier Boden-Luft-Raketen steht auf einem Huegel bei der Fliegerabwehr der Schweizer Armee am 11. Juli 2013 in Schwyz. Bild: KEYSTONE

Schweizer Armee erprobt bis Ende September neue Flugabwehrsysteme



Die Schweizer Armee sucht ein neues bodengestütztes Fliegerabwehrsystem, das künftig am besten mit den ebenfalls neuen Kampfflugzeugen funktionieren soll. Zwei ausländische Hersteller ringen um den Milliardenauftrag. Nun beginnt die heisse Erprobungsphase.

Ab übernächster Woche testen Vertreter der Armee und des Bundesamts für Rüstung (armasuisse) im zugerischen Menzingen das Raketensystem Patriot des US-Herstellers Raytheon und die mit Aster-Raketen bestückte SAMP/T-Plattform von Eurosam aus Frankreich. Beide bieten moderne Systeme an zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite - genannt Bodluv.

A camouflaged convoy of Dutch military trucks carrying two batteries of Patriot missiles is lined up for a media opportunity before departing De Peel Air Base in Vreedepeel, southern Netherlands, Monday Jan. 7, 2013. A total of 12 Patriot missile launching systems from the Dutch military are on its way to help Turkey defend its border against Syrian rockets. The missile batteries are being shipped to Turkey and are scheduled to be fully operational by January 26th. (AP Photo/Mark D. Carlson)

Das Raketensystem Patriot könnte bald für die Verteidigung des Schweizer Luftraumes eingesetzt werden (Archivbild). Bild: AP

Verschiedene Sensoren sollen dabei einerseits Nachrichten aus dem Luftraum beschaffen, andererseits sollen die Systeme die Bevölkerung und die Armee vor Angriffen von Marschflugkörpern, Drohnen, Lenkwaffen und Kampfjets schützen. Seit der Ausserdienststellung der BL-64 Bloodhound im Jahr 1999 besteht bei grösserer Reichweite eine Lücke in der Schweizer Luftverteidigung.

Getrennt und doch zusammen

Um diese zu schliessen, sollen Bodluv und die neuen Kampfjets künftig im gleichen Raum zeitgleich wirken, wie verschiedene Fachspezialisten des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Mittwoch vor den Bundeshausmedien in Bern ausführten. Berufsmilitär Marco Forrer dazu:

«Bodluv soll die Flugzeuge entlasten, sodass diese in erhöhter Bereitschaft am Boden bereitstehen können»

Die Luftabwehrraketen sind wie die Beschaffung neuer Kampfjets Teil des Programms «Air2030». Die Kampfjets sollen maximal sechs Milliarden Franken kosten, für Bodluv stehen maximal zwei Milliarden Franken zur Verfügung.

Die Beschaffung der Flugabwehrsysteme sei politisch weniger umstritten als der Kauf neuer Kampfflugzeuge, sagte Christian Catrina, der Delegierte von Verteidigungsministerin Viola Amherd. Zu Bodluv wird sich das Volk nicht äussern können. Trotzdem würden die neuen Systeme genauso systematisch evaluiert.

Bundesraetin Viola Amherd spricht an einer Medienkonferenz zu Entscheiden zu Air2030 und zur Modernisierung der Bodentruppen der Armee, am Donnerstag, 16. Mai 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Die Schweizer Verteidigungsministerin Viola Amherd (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Schiessversuche zu teuer

Bis dato werteten Spezialisten die Antworten auf einen Katalog von 500 Fragen aus, den die beiden Kandidaten in ihrer Offerte ausfüllen mussten. Verschiedene VBS-Teams beurteilten die Wirksamkeit des Systems, die Instandhaltung und die Ausbildung. Dazu kamen Abklärungen im Herstellerland.

Nun startet die Phase der Erprobung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz «Gubel» in Menzingen. Ziel der Missionen ab dem 19. August bis Ende September ist es, die Fähigkeiten der Sensoren der Radarsysteme sowie die Angaben aus den eingereichten Offerten zu überprüfen. Dabei werden Messungen am Boden durchgeführt und der Luftraum nach Flugzeugen der Luftwaffe abgesucht.

Schiessversuche gehörten nicht dazu, sagte Marc Dürr von armasuisse, der Verantwortliche der Erprobungen. Solche wären teuer und ressourcenaufwendig. Deshalb setze die Armee auf «rein analytische Tests». Grundsätzlich halte sich der Bund aber offen, zu einem späteren Zeitpunkt sogenannte Verifikationsschiessen durchzuführen.

abspielen

Raketentests des SAMP/T-Systems ab 00:28. Video: YouTube/Military Technology

Keine grosse Auswahl

Nach der Erprobung will armasuisse im Winter den beiden Herstellerfirmen eine zweite Offertanfrage zustellen. Im abschliessenden Bericht sollen die Experten bis in rund einem Jahr die beste Kombination aus Kampfjet und Fliegerabwehrsystem aufzeigen und dem Bundesrat zur Empfehlung vorlegen.

Den Typenentscheid fällt der Bundesrat voraussichtlich Ende 2020/Anfang 2021. Ausgeliefert werden sollen die neuen Waffensysteme ab 2025. «Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass alle Flugzeuge mit beiden Bodluv-Systemen kooperieren können und umgekehrt», sagte Catrina.

Die Auswahl der Schweiz als Käuferin ist aber mit nur zwei Offerten für Bodluv-Systeme beschränkt. Von einem fehlenden Wettbewerb wollte Catrina nichts wissen, doch sagte er: «Wir hätten es begrüsst, wenn wir drei Anbieter gehabt hätten.» Die kleine Auswahl könne negative Auswirkungen auf den Preis haben, konkret nachweisen werde man das aber nie können. (mim/sda)

Haben auch Waffen – sogenannte Gunfluencerinnen

Schweizer Armee testet den Rafale Kampfjet

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

38
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Foxcroft 07.08.2019 20:06
    Highlight Highlight Immerhin ist jetzt klar was Trump von Ueli wollte 😂
  • de p(f)leger 07.08.2019 17:18
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, wieso wir Milliarden Franken in einen ewig gestrigen Verein stecken sollten?

    Ist denn die Bedrohungslage so akut, dass wir Bodluv’s brauchen?

    Jegliche Personen welche den Militärdienst absolviert haben, sollten wissen, dass wir im Ernstfall total aufgeschmissen sind.

    Milliarden hin oder her.

    Und für die Luftpolizeiliche Arbeit ist es absolut nicht notwendig einen solch horrenden Betrag zu investieren.

    Wir leben im Jahr 2019 und nicht im 20. Jh

    http://ne
  • Liselote Meier 07.08.2019 12:51
    Highlight Highlight Naja die Tests mit den Patriot-System können sie sich sparen. Ein Blick nach Saudi-Arabien würde reichen um Festzustellen, dass das Patriot-System nur teurer Schrott ist.

    Versagt komplett gegen die Huti-Raketen und das sind billige Dinger, gegen russische Iskander-Raketen bringt das Patriot-System nichts.

    Wäre reinste Geldverschwendung wenn die Schweiz Patriot-System kaufen würden.
  • Satox 07.08.2019 12:50
    Highlight Highlight Abschussmöglichkeiten während der Bürozeiten
  • 7immi 07.08.2019 12:47
    Highlight Highlight Bei Bodluv geht es nur sekundär um Waffen, wichtiger ist die Sensorik (radar), daher wird dies erprobt. Solche mobile Radarsysteme werden immer wieder benötigt. Das derzeitige, alte TAFLIR wird/wurde zb während dem Wef, Konferenzen, der Gottharderöffnung 2016 und dem Ausfall des Mittellandradars ca 2015 in Grenchen) uvm eingesetzt. Es geht also nicht primär um die Flugabwehr, sondern um die Führungsunterstützung der aluftwaffe und ziviler Behörden.
  • THEOne 07.08.2019 12:20
    Highlight Highlight die schweiz und flugabwehr... so ein riesen witz... die sollen erst mal die rekruten lernen sich nicht ständig selbst anzuschiessen.
    selbst wenn krieg herrschen würde, wir haben verbündete nachbarländer mit einer wesentlich grösseren und besser ausgestatteten armee.
    wir dürfen ja eh nur bis 22.00 krieg führen, dann ist nachtruhe
    • Oberon 07.08.2019 15:36
      Highlight Highlight Welche Armee um uns, vielleicht ausser Frankreich, ist in einem guten zustand?

      Eine europäisches Verteidigungsbündnis inkl. Militär wäre das effektivste für uns alle.

      Alles andere ist nur ein teures unterfangen was uns nicht wirklich weiter bringt.
    • Decke 07.08.2019 18:14
      Highlight Highlight Hallo Oberon, UK würde es alleine mit der EU aufnehmen, brutales Kader
    • just sayin' 07.08.2019 22:21
      Highlight Highlight @THEOne

      „wir haben verbündete nachbarländer mit einer wesentlich grösseren und besser ausgestatteten armee„

      super argument!
      die ukrainer hätten sich auch ihre armee sparen können und auf die russen hoffen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eidi 07.08.2019 11:58
    Highlight Highlight Das russische System kaufen sei lustig sagen die Türken :)
  • Lucie Weisswas 07.08.2019 11:54
    Highlight Highlight Ist Patriot nicht schon 30 Jahre alt?
    • pontian 07.08.2019 14:08
      Highlight Highlight In der Tat. Entwickelt wurde es ab 1969, im Dienst ist es seit 1991. Aber es wurde laufend weiterentwickelt, unter anderem wurde das System mit komplett neuer Software und mit neuen Raketen ausgerüstet.

      https://de.wikipedia.org/wiki/MIM-104_Patriot
  • DerewigeSchweizer 07.08.2019 11:18
    Highlight Highlight Neue Flugabwehr Systeme für 2 Milliarden Sfr. ?

    Verpasse ich etwas?
    Herrscht Kriegsgefahr?
    Salvini will die Schweiz erobern?
    Eventueller Angriff Ausserirdischer?

    Und was passiert eigentlich beruflich mit den verschiedenen Fachspezialisten des Eidgenössischen Departementes für VBS,
    ... wenn jemand feststellt, dass gar keine Kriegsgefahr herrscht, dass wir nicht mehr in der Konstellation des 20.Jhdt uns befinden, sondern in der des 21.Jhdt?

    Finden diese Leute dann einen Job, oder müssen sie alle aufs Sozialamt?
    Ist das der Grund, wieso sie so tun, als ob doch Kriegsgefahr herrscht?
    • Illuminati 07.08.2019 11:47
      Highlight Highlight Ich bin ja such kein grosser Militärfan aber wie stellst du dir das vor?
      Im Kriegsfall husch ein Militär aufbauen?
      Entweder man hat ein Militär und rüstet diese sinnvoll und halt auch mit einer gewissen Qualität aus oder man lässt es ganz bleiben.
      Ich gehöre zu den Befürwortern der ersten Möglichkeit aber akzeptiere auch die Meinung der Befürworter der zweiten Möglichkeit.
    • DerewigeSchweizer 07.08.2019 11:52
      Highlight Highlight Ey ... Ich ...
      bin kein Fachspezialist.

      Aber als Stimmbürger und Steuerzahler,
      darf man bei einer 2 Milliarden Ausgabe wohl wissen wollen,
      wo konkret ein Zusammenhang
      zwischen der heutigen Bedrohungslage
      und einer bodengestützten Luftverteidigung (Bodluv) besteht?

      Ich behaupte ja nicht, dass ich wissend bin,
      aber die Fachleute die "wissen", sollten doch wenigstens in der Lage sein, ihr Wissen so zu kommunizieren, dass auch ich verstehe,
      in welchen konkreten potentiellen Szenarien diese 2 Milliarden uns mehr Sicherheit verschaffen.

      Und: grün, blau, rot, sind KEINE konkreten Szenarien.
    • ingmarbergman 07.08.2019 11:56
      Highlight Highlight @Illuminati. Eine Armee soll für realistische Bedrohungslagen ausgerüstet sein. Die sind heute sicher nicht im Bereich eines konventionellen Krieges, sondern bei Cyberangriffen.

      Wenn sich die Bedrohungslage ändern sollte, dann können wir gerne aufrüsten. Keine Angst, wenn Deutschland gegen uns aufrüsten sollte, würden wir das mitkriegen und ja dann wäre genug Zeit, aufzurüsten.
      Waffensysteme sind nach etwa 10 Jahren veraltet. Und ich kann dir garantieren, dass in den nächsten 10 Jahren keines unser Nachbarländer uns angreifen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domimar 07.08.2019 11:15
    Highlight Highlight Das RAPIER System könnte vermutlich auch gegen modernere Jets bestehen, sofern die aktuellen Raketen genutzt werden. Das Problem liegt eher darin, dass damit nur ein Ziel aufs mal abgewehrt werden kann. Keine Ahnung, wie das in der Praxis aussehen soll, aber da fliegen 10 Bomber Richtung Zürich und 1-2 kann man abschiessen, weil immer nur 1 Ziel befeuert werden kann. Im Sinne der Landesverteidigung wäre es wohl wirklich klug, da zu investieren. Aber das PATRIOT System? Wirklich? Ist das nicht ein bisschen übertrieben?
    • HerrLich 07.08.2019 11:32
      Highlight Highlight Da wird dann wohl mehr als ein System stehen damit die 10 Flugis bedient werden können. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Rapier einfach veraltet ist (Jg. 1983) und dementsprechend verbraucht. Bereits in meiner RS im 2003 haben die eigentlich nur ca. 10 Minuten auf BG4 funktioniert und danach wurde stets die RUAG aufgeboten um das Ding zu reparieren. Dann Stellungswechsel und das ganze Spiel beginnt von Vorne, 1 Stunde einrichten bis BG4, dann 10 Minuten laufen lassen und hops … RUAG muss kommen :-)
    • Mugendai 07.08.2019 11:33
      Highlight Highlight Ich war Rapirist, das Gerümpel besteht höchstens gegen Propellerflugzeuge. Zudem dauert es eine Stunde, um aufgestellt zu werden und eine weitere, bis es technisch voll einsatzbereit ist. Die Synchronisation Lenkwaffenwerfer mit Richtoptik wird mittels Glühbirne (!) durchgeführt. Das Ding war in den 60er und 70er vielleicht grossartig, heutzutage aber nurnoch ein Witz, selbst wenn es funktioniert.
    • ingmarbergman 07.08.2019 11:43
      Highlight Highlight Unsere Armee soll auf REALISTISCHE Bedrohungsszenarien vorbereitet sein.
      Dazu gehört der Anflug von 10 Bombern auf Zürich nicht. Nicht einmal einer. Woher sollen die denn kommen? Falls die Gefahr besteht, dass Deutschland und angreifen will, dann haben wir echt andere Probleme.
      Und ausserhalb der NATO - meinst du echt, die NATO lässt feindliche Flugzeuge einfach so über ihr Territorium fliegen?
      Nope, ein Luftangriff auf die Schweiz ist nach aktueller Lage auszuschliessen.

      Und um ein entführtes Passagierflugzeug abzuschiessen reicht ein System, das ein Ziel aufs mal bekämpfen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Quecksalber 07.08.2019 11:12
    Highlight Highlight Hoffentlich fliesst kein Geld ins Trumpland.
  • Whitchface 07.08.2019 11:03
    Highlight Highlight Ein flächendeckendes Luftabwehrsystem à la "Iron Dome" in Israel würde die Sicherheit unseres Luftraumes massiv steigern. Gepaart mit Drohnen, welche den Luftpolizeidienst ersetzen. Die Drohnen können mit Kameras und LED-Screens ausgestattet werden und somit alle Aufgaben eines Kampfjets übernehmen. (Inkl. manueller Kommunikation auf Sichtdistanz mit einem Piloten)
    Sollte ein Waffeneinsatz nötig sein (wie seit dem 2. WK nicht mehr), kann eine Boden- Luftrakete mit Mach 4 viel schneller vor Ort sein als ein Jet. Auch die Kosten wären massiv tiefer. (siehe Stückpreis F35)
    • marcial13 07.08.2019 11:40
      Highlight Highlight Iron Dome JA, ob es wirklich keine Jets mit Frau oder Mann braucht …. denke das geht nicht. Luftraumsicherung ist ja nicht nur Militärisch meist Zivil. Ich denke in naher Zukunft werden die Grossmächte so einiges an Drohnen am Himmel über uns haben. Menschen können "vernünftiger" über einen Abschuss entscheiden. (z.B nicht über Wohngebiet) oder soll überhaupt ein Abschuss stattfinden oder wird es toleriert um folge Probleme aus dem Weg zu gehen?
    • ingmarbergman 07.08.2019 12:00
      Highlight Highlight Welche Bedrohung rechtfertigt ein solches Abwehrsystem in der Schweiz?
    • Whitchface 07.08.2019 14:11
      Highlight Highlight @marcial13 Wieso braucht es bemannte Kampfjets für die Luftpolizei? Genau, dass falls die Kommunikation des zu kontrollierendes Flugzeuges ausfällt, man noch auf Sichtdistanz prüfen kann, ob der Pilot womöglich bedroht oder eingenickt ist. Das geht problemlos auch mit einer Drohne, nein es ist gar einfacher: Mit einem LED-Screen kann viel effizienter als mit Handzeichen kommuniziert werden. Zusätzlich ist die Flugstunde pro Drohne massiv günstiger, mal abgesehen von der Beschaffung. Aber man will ja unbedingt Milliarden für fätzige Kampfjets ausgeben. Spielzeug für unsere Cold-War-Senioren.
    Weitere Antworten anzeigen

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Ein persönlicher Erlebnisbericht, ausgelöst durch eine Mitteilung aus Bern.

Am 7. Oktober 1991, einem Montag, hing mein Leben am seidenen Faden: Es fehlten Zentimeter und ein 12 Tonnen schwerer Schützenpanzer hätte mich zermatscht und unter sich begraben.

Wir sollten an dem Tag vom Waffenplatz Hongrin im Kanton Waadt in den Jura (nach Bure) «verschieben».

Als Unteroffizier befehligte ich einen «Schüpa» und hatte mich dazu in die Commander-Luke gestellt, direkt hinter dem Fahrer. Den schweren runden Stahldeckel drehte ich nach vorn, um mich vor dem Fahrtwind zu schützen.

Auf …

Artikel lesen
Link zum Artikel