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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse.  watson

Bund finanziert Sex-Portal und neue Lawinenwarnung – das schreiben die Sonntagszeitungen



Politiker von Datenleck betroffen

Vom jüngsten grossen Datenleck «Collection #1» sind auch Dutzende Parlamentarier in der Schweiz betroffen. Unter den 2.5 Milliarden Zugangsdaten, die im Internet aufgetaucht waren, befinden sich laut der «SonntagsZeitung» auch solche von Schweizer Parlamentariern. FDP-Nationalrätin Christa Markwalder aus Bern ist ebenso betroffen wie die Zürcher SP-Kollegin Priska Seiler Graf und der Freiburger CVP-Mann Dominique de Buman, der bis vor kurzem Nationalratspräsident war.

Priska Seiler Graf, SP-ZH, spricht an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 8. Juni 2017 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Priska Seiler Graf Bild: KEYSTONE

Das Leck beinhaltet ihre E-Mail-Adressen. Zudem ist es dem Bericht zufolge möglich, dass auch ihre Passwörter unverschlüsselt ins Netz gelangt sind. Hacker könnten nun versucht sein, die Politiker auszuspionieren. Gemäss Datenanalyse der Zeitung wurden in der Vergangenheit von 278 Parlamentarierkonten mindestens 78 geleakt – also mehr als ein Viertel.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass im Internet ein gewaltiger Datensatz mit gestohlenen Log-in-Informationen aufgetaucht ist. Der 87 Gigabyte grosse Datensatz bündele Informationen «aus vielen einzelnen Datendiebstählen und Tausenden verschiedenen Quellen», schrieb der australische IT-Sicherheitsexperte Troy Hunt in einem Blogeintrag.

Verschärfte Lawinenwarnungen

In der Schweiz hat das Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF) die Lawinenwarnungen grundsätzlich verschärft.

Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt, wurden die Lawinengrössen umdefiniert: Wo bisher Niedergänge, die typischerweise von Skifahrern ausgelöst werden, als kleine Lawinen bezeichnet wurden, spricht man neu von mittleren Lawinen, dafür werden ehemals mittlere Lawinen neu als grosse bezeichnet. Daneben ist es bei den Gefahrenstufen im Lawinenbulletin zu einer Praxisänderung gekommen.

«Seit letztem Winter verwenden wir die Gefahrenstufe ‹gross› häufiger», wird Thomas Stucki, Leiter Lawinenwarndienst beim SLF, zitiert. Die Stufe bedeutet, dass Lawinen sehr leicht niedergehen können, auch ohne menschliches Zutun. Neu beurteilt das SLF demnach auch Situationen, die bisher als «erheblich» galten, als «gross». Diese Änderung wird laut dem Bericht damit erklärt, dass die Menschen die Stufe «erheblich» zu wenig ernst nehmen, weil sie oft ausgerufen wird.

Sex-Internetportal mit Bundeshilfen

Der Bund hat einem Bericht des «SonntagsBlick» zufolge ein Sex-Internetportal in der Westschweiz mit dem Namen «Callmetoplay» mitfinanziert. Demnach eröffneten zwei Sexarbeiterinnen-Organisationen eine Webseite zur Vermittlung von Prostituierten, und sowohl das Bundesamt für Polizei (Fedpol) als auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) steuerten Geld bei.

Auf dem Portal können Prostituierte ihr Inserat mit einem vorgefertigten Formular online stellen. Freier haben die Möglichkeit, aus einem Katalog auf der Seite Sexarbeiterinnen nach Vorlieben auszuwählen. Auf dem Portal finden sich auch Tipps dazu, was zu tun ist etwa bei medizinischen Notfällen, oder wenn ein Kondom reisst.

Fedpol-Sprecher Florian Näf erklärte der Zeitung, das Bundesamt habe das Projekt unterstützt, weil es auf der Seite ein geschütztes Forum gebe, das eine Möglichkeit biete, Hilfe zu holen und so Gewaltübergriffen zu entgehen. Insgesamt zahlte das Fedpol im letzten Jahr 45'600 Franken an eine der beteiligten Organisationen. Das BAG zahlt 300'000 Franken an die Institution für die Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bei Prostituierten.

Mineralwasser statt «Hahnenburger»

Die Getränkebranche will nach einem Rückgang beim Konsum von einheimischem Mineralwasser im vergangenen Jahr eine Gegenkampagne lancieren. Wie die Zeitungen «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» berichten, sollen dabei im Frühling gegenüber Gastronomen die Vorteile von Mineralwasser angepriesen werden.

Eine junge Frau genehmigt sich einen Schluck Wasser aus dem Wasserhahn, aufgenommen in einer Kueche in Zuerich am 22. Maerz 2004. Schweizer Trinkwasser ist laut dem Zuercher Kantonslabor jedem Mineralwasser praktisch ebenbuertig. Qualitative Abweichungen gibt es allenfalls beim Mineraliengehalt, wie Alfred Besl, Leiter des Trink- und Badewassers, am 22. Maerz 2004 an einer Medienkonferenz zum Weltwassertag sagte. Das von den Wasserversorgungsunternehmen verteilte Trinkwasser sei im allgemeinen von ausgezeichneter Qualitaet. Das kantonale Labor Zuerich habe im vergangenen Jahr 7.103 Trinkwasserproben untersucht. Dabei habe es 87 Beanstandungen in mikrobiologischer Hinsicht und 21 in chemischer Hinsicht gegeben, sagte Besl.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Schweizer konsumieren laufend mehr Leitungswasser. Bild: KEYSTONE

Trotz des Hitzesommers 2018 ging der Konsum von einheimischem Mineralwasser um 0.4 Prozent zurück. Im gleichen Zeitraum stieg der Absatz von ausländischen Marken um 1.5 Prozent. Bei anderen Erfrischungsgetränken und beim Bier hat der Konsum ebenfalls zugenommen.

Der Verband Schweizerischer Getränkegrossisten (VSG) führt den Rückgang auf die Beliebtheit des Leitungswassers zurück. Mineralwasser ist weiterhin das am meisten getrunkene Kaltgetränke in der Schweiz. Rund 115 Liter pro Kopf und Jahr werden davon getrunken. Bei den Erfrischungsgetränken sind es zirka 68 und beim Bier rund 55 Liter. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ReziprokparasitischerSymbiont 20.01.2019 22:45
    Highlight Highlight Die häufigere Verwendung der Gefahrenstufe "gross" wurde nicht aufgrund des Unterschätzens der Gefahrenstufe "erheblich" eingeführt, sondern soll der Harmonisierung der Verwendung der Gefahrenstufen innerhalb von Europa dienen. Im Gegenzug werden die angrenzenden Länder dieses Gefahrenstufe eher etwas weniger prognostizieren.
  • Slavoj Žižek 20.01.2019 10:13
    Highlight Highlight 45'000 Fr. für eine simple Webseite? Da liess sich der Bund mal wieder über den Tisch ziehen.

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