Schweiz

Wegen der Zuwanderungs-Beschränkung herrscht in der Schweiz ein akuter Mangel an Nannys 

Für Au-Pairs soll eine Spezialregelung getroffen werden. 
Für Au-Pairs soll eine Spezialregelung getroffen werden. Bild: Felipe Dana/AP/KEYSTONE

Wegen der Zuwanderungs-Beschränkung herrscht in der Schweiz ein akuter Mangel an Nannys 

29.03.2015, 07:2329.03.2015, 07:33

Im Nachgang zur Zuwanderungsinitiative haben einige Kantone die Drittstaaten-Kontingente für Au-pairs gestrichen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. «Wir hatten Dutzende von Gesuchen hängig, die plötzlich hinfällig wurden», sagt Heidi Konrad der Vermittlungsstelle Pro Filia. Das bringe viele junge Familien, die für die Betreuung ihrer Kinder auf Au-pairs setzen, in Bedrängnis.

Die Vermittlungsagenturen fordern darum nun separate Kontingente. «Ein Au-pair nimmt weder einem Ingenieur, einem Informatiker noch einer Ärztin die Stelle weg», sagt Heidi Koller, die in St. Gallen eine Agentur betreibt der Zeitung weiter. Stellvertretend für die Branche hat sie einen Brief an den Bundesrat geschrieben. «Dass Au-pairs in das gleiche Kontingent gerechnet werden wie Arbeitnehmer in der Wirtschaft, ist nicht optimal», heisst es darin. Der Lohn sei viel tiefer und ein Au-pair sei mit ­einer Einsatzzeit von höchstens sechs Stunden an fünf Tagen der Woche kaum vergleichbar mit einem qualifizierten Arbeitnehmer mit einem 100-Prozent-Pensum. Ausserdem besuche ein Au-pair an mindestens vier Stunden pro Woche einen Sprachkurs. (feb)

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