Schweiz
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epa04215663 People are evacuated from their homes by boat in the city of Orasje, 250 km from the capital of Bosnia, Sarajevo, Bosnia and Herzegovina, 20 May 2014. A state of emergency has been declared in Bosnia and Herzegovina due to severe floods caused by rain falling for several days. Thousands of people in Bosnia, Serbia and Croatia were evacuated late 19 and early 20 May 2014 as rising floodwaters swallowed homes and farmland after last week's record rains.  EPA/FEHIM DEMIR

Unglaubliche Wassermassen: Die Menschen auf dem Balkan haben durch das Hochwasser teilweise alles verloren.  Bild: EPA

Besserung in Sicht

Schweizer spenden für die Flutopfer auf dem Balkan. Derweil geht das Hochwasser zurück

Bis Mittwoch kamen über 3,2 Millionen Franken für Hilfsprojekte in den Katastrophengebieten zusammen. Derweil ist endlich Besserung in Sicht: Die Behörden teilten mit, das Schlimmste sei überstanden.

Noch heute waren Einsatzkräfte in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien damit beschäftigt, eine Reihe angeschwollener Flüsse unter Kontrolle zu behalten. Auch der Katastrophenschutz blieb in Alarmbereitschaft. Dennoch ist Besserung in Sicht: An einigen Orten ist das Hochwasser zurückgegangen.

Nach den tagelangen schweren Unwettern mit 48 Toten bereitet sich die Region deshalb nun auf die Aufräumarbeiten vor. Dabei richtet sich der Fokus auf die Beseitigung der Schlammmassen sowie der Tierkadaver. Ziel ist es zudem, in den betroffenen Gebieten möglichst schnell wieder die Versorgung mit Trinkwasser sicherzustellen.

A flood-damaged Opel Astra is seen in Topcic Polje, May 20, 2014. At least 40 people have died in Serbia, Bosnia and Croatia, after days of the heaviest rainfall since records began 120 years ago caused rivers to burst their banks and triggered hundreds of landslides.  REUTERS/Dado Ruvic (BOSNIA AND HERZEGOVINA - Tags: TPX IMAGES OF THE DAY ENVIRONMENT DISASTER)

Schlammmassen nach der Flut. Bild: Reuters

Gelder für die Opfer 

In der Schweiz werden weitere Gelder für die Opfer der Flutkatastrophe auf dem Balkan bereitgestellt. Bis Mittwoch waren es über drei Millionen, die für diverse Hilfsprojekte in den Katastrophengebieten gespendet wurden.

Die drei Hilfswerke Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK), Caritas Schweiz und Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) stellten zwei Millionen Franken zur Verfügung.

Die Glückskette hatte bis Mittwoch rund 667'000 Franken gesammelt. Davon kommen 500'000 Franken von der Swisscom. Der Telekommunikationsriese ist zudem im Gespräch mit Telekom-Anbietern vor Ort, um technischen Support anzubieten, wie es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch heisst.

Man wolle sich mit den vom Unwetter betroffenen Menschen auf dem Balkan solidarisch zeigen, wird Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation bei der Swisscom, in der Mitteilung zitiert. «Viele Kolleginnen und Kollegen bei Swisscom stammen aus dieser Region.»

Dorfbewohner werden mit Trocknungsgeräten unterstützt

Caritas mit seinem Beitrag von 500'000 Franken setzt das Geld für Nothilfe und den Wiederaufbau in Bosnien-Herzegowina und Serbien ein. Zusammen mit Partnerorganisationen würden vor Ort Lebensmittel und Hygieneartikel verteilt, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

HEKS, welches 250'000 Franken bereitstellte, konzentriert sich derweil darauf, überfluteten Häuser in ländlichen Gemeinden Westserbiens wieder bewohnbar zu machen. Die Dorfbewohner würden mit technischen Hilfsmitteln wie Trocknungsgeräten oder Baumaterial unterstützt, heisst es in einer Medienmitteilung.

9000 Essenskonserven

Am Dienstag hatte der Bund mitgeteilt, für die humanitäre Hilfe vor Ort ein Budget von einer halben Million Franken bereitzustellen. Zudem werden acht Fachleute in die Region geschickt, um die Helfer vor Ort zu unterstützen. Ein Schweizer Helikopter der Kosovo Force (KFOR) wurde am Dienstag ebenfalls ins Überschwemmungsgebiet entsandt.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) stellte bereits zuvor 1,3 Millionen Franken zur Verfügung. Übers Wochenende seien unter anderem 9000 Essenkonserven, 2000 Liter Trinkwasser, Gummistiefel, Decken und Matratzen verteilt worden, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Zum Trocknen der Räume habe das SRK 20 Entfeuchtungsmaschinen zur Verfügung gestellt. (oku/sda)



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