Schweiz
Asylgesetz

Lacht Asyl-Schreck Glarner doch zuletzt? Bürger reicht Beschwerde gegen Asyl-Abstimmung in Oberwil-Lieli ein

Lacht Asyl-Schreck Glarner doch zuletzt? Bürger reicht Beschwerde gegen Asyl-Abstimmung in Oberwil-Lieli ein

Jetzt ist es offiziell: Gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung, in Oberwil-Lieli Asylbewerber aufzunehmen, hat ein Einwohner Beschwerde beim Kanton eingereicht. Er verlangt eine neue, geheime Abstimmung.
03.12.2015, 17:4903.12.2015, 17:54
Zu früh gefreut? Johanna Gündel.
Zu früh gefreut? Johanna Gündel.
Bild: Aargauer Zeitung

Oberwil-Lieli kommt nicht zur Ruhe. Am Wochenende geriet die reichste Gemeinde des Aargaus wiederholt ins Scheinwerferlicht wegen ihrer Asylpolitik.

Überraschend stoppte die Mehrheit an der Gemeindeversammlung das Vorhaben von SVP-Gemeindeammann Andreas Glarner, dem Kanton eine Ersatzabgabe zu zahlen, um dafür keine Asylbewerber aufzunehmen.

Doch vielleicht haben sich die Befürworter der Aufnahme von Asylbewerbern um die Antragstellerin Johanna Gündel zu früh gefreut.

Jetzt auf

Der Einwohner R.M. hat beim Kanton nun eine Abstimmungsbeschwerde eingereicht, wie Recherchen von «Tele M1» ergeben.

Der Beschwerdeführer führt in erster Linie formale Fehler an als Begründung. «Wir fühlen uns in unserem Recht beschnitten», schreibt R.M. in der Beschwerde.

Kann er doch noch lachen? Andreas Glarner
Kann er doch noch lachen? Andreas Glarner
Bild: KEYSTONE

Die Befürworter des Glarner-Plans bemängeln das Abstimmungsprozedere. Es sei zu «fast tumultartigem Geschrei» gekommen. Der Gemeinderat sei dadurch in seiner Handlung stark behindert worden.

Der Beschwerdeführer verlangt eine Wiederholung der Abstimmung und zwar mit dem Titel «Flüchtlinge in der Gemeinde Oberwil-Lieli aufnehmen – ja oder nein». Zudem solle die Abstimmung geheim erfolgen. (az)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Zeitungsmarkt Zürich: Turbulenzen bei Tagi und NZZ
Bei den Zürcher Tageszeitungen ist einiges in Bewegung. Während beim «Tages-Anzeiger» fast nur noch abgebaut wird, sorgt ein neuer NZZ-Chefredaktor für Aufbruchstimmung.
Zürich ist die Medienhauptstadt der Schweiz. Hier erscheinen zwei Tageszeitungen mit überregionaler Ausstrahlung. Die «Neue Zürcher Zeitung», kurz NZZ oder Zürizytig, existiert seit bald 250 Jahren und richtet sich an eine bürgerliche, traditionell freisinnige Leserschaft. Der «Tages-Anzeiger» oder Tagi spricht ein linksliberales Publikum an.
Zur Story