Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Er verlangte Nacktbilder von Buben: Baselbieter Sek-Lehrer muss ins Gefängnis

Ein heute 37-jähriger Sekundarlehrer gab sich im Internet als 14-jähriges Mädchen aus, um Nacktbilder von Minderjährigen zu sammeln. Am Donnerstag verurteilte ihn das Basler Strafgericht zu drei Jahren Gefängnis. Ein Jahr davon unbedingt.



Wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern und Nötigung musste sich ein 37-jähriger Schweizer seit Dienstag vor dem Basler Strafgericht verantworten. Der Sekundarschullehrer bedrängte Buben in Internet-Chats, wo er sich als Mädchen ausgab.

Am Donnerstag erfolgte nun das Urteil: Das Gericht verurteilte den Mann zu drei Jahren Gefängnis, davon ein Jahr unbedingt wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern und mehrfacher Pornografie. Wie das Portal 20min.ch aus dem Gerichtssaal berichtet, sei für die Milde des Urteils die Verjährung von einem Teil der Fälle massgebend. Zudem erfolgte ein Freispruch in 47 Fällen, weil die Anklage zu ungenau war. Das Verfahren habe eine Kostenfolge von 77'734 Franken. Zudem darf der Mann während fünf Jahren nicht mehr mit unter 16-Jährigen arbeiten. Eine Probezeit ist auf zwei Jahre angesetzt, während der er eine Therapie besuchen muss.

Zehn Jahre lang Nacktbilder gesammelt

Die Anklage warf dem Geständigen vor, ab 2003 mindestens zehn Jahre lang unter 16-Jährige angegangen zu haben, um Nacktbilder und Videos von sexuellen Handlungen seiner Opfer zu bekommen. In Kontakt- und Messenger-Diensten trat er mit Aliasnamen als etwa gleichaltriges Mädchen auf und suchte gezielt nach pubertierenden Buben.

Der Angeschuldigte flog auf, als britische Untersuchungsbehörden Schweizer Behörden kontaktierten: Er hatte mit Briten Bildmaterial ausgetauscht. In der Folge musste er seine Lehrerstelle aufgeben, als die Staatsanwaltschaft wegen des Strafverfahrens die Schule anschrieb, dies gleich zweimal.

Nach Stationen in Allschwil, Oberwil und Liestal endete seine Lehrerkarriere zuletzt 2018 in Rheinfelden. Heute ist er – der mit KV-Ausbildung als Quereinsteiger Lehrer geworden war – auf Jobsuche.

Hausdurchsuchung ergab Unmenge an Material

Bei einer Hausdurchsuchung fanden Ermittler im August 2014 auf seiner Hardware insgesamt 47'670 kinderpornografische Bilder und 4096 solche Videos. Das meiste habe er nicht mehrmals geschaut sondern gesammelt, sagte er. Einige Tier- und gewaltpornografische Bilder und Videos seien unabsichtlich in seinem Speicher gelandet.

Die Anklageschrift listet 246 geschädigte Buben auf, von denen nicht alle namentlich bekannt sind. Einzelne Opfer hingegen besuchten Schulen, an denen der Beschuldigte unterrichtete. (aargauerzeitung.ch)

Aktuelle Polizeibilder: Autofahrerin fährt in Coop Terrasse

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

5
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hypotenuse 12.04.2019 13:51
    Highlight Highlight Wegen solchen dummen Menschen haben andere dumme Menschen das Gefühl das wir homosexuelle alle Pädophil sind.
  • Rim 11.04.2019 14:18
    Highlight Highlight Im Juni 2013 verurteilte das Regionalgericht Thun ( den unter dem Fall "Anita" bekannt geworden) Täter zu acht Jahren Gefängnis (kleine Verwahrung), die im 2018 um vier Jahre verlängert wurde. Das Urteil des Basler Strafgericht dagegen wirkt wie eine weitere Erniedrigung, ja geradezu als Verhöhnung der vielen minderjährigen Opfer. Welch ein Hohn!
  • Chey123 11.04.2019 13:42
    Highlight Highlight Es ist zum ch*#*#n! Das so eine Veranlagung gibt, ist unbestritten aber jeder ist für seine Handlungen selber verantwortlich und statt Anderen zu schaden, holt euch Hilfe! Es ist nicht einfach, keine Frage aber das was ihr den Kindern antut ist grausam, auch schon bei eher ‚harmloseren‘ Übergriffen... rede aus Erfahrung...
  • Jean-Michel 11.04.2019 12:56
    Highlight Highlight Hier braucht es doch zwingend ein Berufsverbot. So einer darf NIE mehr mit Kindern arbeiten.

    Welche Eltern könnten damit leben (Therapie erfolgreich oder nicht), wenn dieser Typ in fünf Jahren (wenn er wieder mit unter 16jährigen arbeiten darf) ihre Kinder unterrichten würde?
  • Petitsuisse 11.04.2019 12:14
    Highlight Highlight Das regt mich dermassen auf, mir fehlen die Worte.

In der Schweiz herrscht kein Anspruch – Schlappe für Homeschooling vor Bundesgericht

In der Schweiz herrscht kein verfassungsmässiger Anspruch auf das sogenannte Homeschooling. Selbst sehr restriktive kantonale Regelungen oder ein Verbot von häuslichem Privatunterricht sind gemäss Bundesgericht mit dem Schutz des Privat- und Familienlebens vereinbar.

Eine Mutter hatte 2017 beim Erziehungsdepartement Basel-Stadt einen Antrag gestellt, ihren 2009 geborenen und grundschulpflichtigen Sohn zu Hause unterrichten zu können. Der Antrag wurde abgewiesen. Auch mit einer Beschwerde ans …

Artikel lesen
Link zum Artikel