Wolf-Videos aus dem Kanton Schwyz schlagen hohe Wellen – Fachleute geben Entwarnung
Auf Social Media machten diese Woche zwei Videos aus dem Kanton Schwyz die Runde. Sie zeigen eine Wölfin, die sich ziemlich auffällig verhält und auf einer Wiese Kreise dreht. Dabei wird sie von mehreren Personen hangaufwärts gescheucht.
Unter den Instagram-Posts des regionalen Onlineportals «march24» häuften sich daraufhin Kommentare, die die Szene hinterfragten. Während einige ihr Unverständnis darüber ausdrückten, dass die Wölfin nicht geschossen wird, regen sich andere über den Umgang mit dem Tier auf.
Geplante Aktion
Nun stellt sich heraus, dass es sich dabei um eine geplante Aktion von Fachleuten handelte, wie der «Tagesanzeiger» schreibt. Die Wölfin wurde betäubt und erhielt dann ein GPS-Senderhalsband verpasst.
«Bereits länger war die Besenderung eines Wolfs aus dem Chöpfenberg-Rudel geplant, richtig gute Gelegenheiten dazu gab es aber nicht», sagt Rinze Zgraggen, Abteilungsleiter Jagd- und Wildtiere des Umweltdepartements des Kantons Schwyz zur Zeitung.
Durch das GPS-Tracking erhoffen sich die Forscherinnen und Forscher Einblicke in das Sozialverhalten und das Bewegungsmuster der Tiere. «Sie tragen dazu bei, potenzielle Konflikte frühzeitig zu erkennen und gezielte Präventionsmassnahmen zu planen», sagt Zgraggen weiter. Die GPS-Daten sollen nicht für einen Abschuss genutzt werden. (leo)
