Schweiz
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Ein Basler Pathologe erzählt, was alle «seine» Corona-Opfer gemeinsam haben

Weltweit zögern viele Pathologen, Covid-Opfer zu obduzieren. Nicht so Alexandar Tzankov vom Basler Unispital.

Silvana Schreier / ch media



Bild

Alexandar Tzankov vom Unispital Basel. bild: zvg

50 Personen aus dem Kanton Basel-Stadt sind bisher am Coronavirus verstorben. Der Kanton Baselland verzeichnet 32 Todesfälle. Alexandar Tzankov, Leiter des Fachbereichs Autopsie am Universitätsspital Basel, hat gemeinsam mit seinen Kollegen am Kantonsspital Baselland 21 Verstorbene obduziert. «Wir tun hier einfach unseren Job», sagt Tzankov, angesprochen auf Medienberichte aus Deutschland. Dort wird er fast schon als Held beschrieben, da er auch in der aktuellen Situation weiter Autopsien durchführt. Denn in Deutschland hat das Robert-Koch-Institut davon abgeraten, verstorbene Coronapatienten zu untersuchen. Zu gefährlich für die Ärzte. Mittlerweile wurde diese Empfehlung jedoch zurückgezogen.

Tzankov und sein Team hingegen haben nie aufgehört, ihrer Arbeit nachzugehen. Es gebe natürlich strengere Regeln zur Einhaltung der Hygienevorschriften, aber «wir sind bestens ausgerüstet für infektiöse Autopsien», so Tzankov. Er und seine Kollegen aus Basel und Baselland hätten bereits Erfahrung mit HIV- und Hepatitis-C-Patienten. «Wir gehen mit vollem Respekt, aber ohne Angst an die Arbeit», sagt der Pathologe. Die Autopsie sei einerseits die letzte medizinische Handlung an einem Patienten und andererseits die umfassendste Untersuchung, bei der man ohne Druck systematisch arbeiten und neue Zusammenhänge erkennen könne.

Erkenntnisse helfen den Ärzten

Dabei spiele natürlich auch die Motivation mit, mehr über das Coronavirus herauszufinden. Aus diesem Grund reichten Tzankov und seine Baselbieter Kollegen eben erst eine Studie ein, die demnächst in einem Fachjournal veröffentlicht wird.

Sie haben wichtige Erkenntnisse aus der Obduktion der Verstorbenen gewinnen können. «Die Erkrankung spielt sich in den kleinsten Gefässen in der Lunge und in anderen Organen ab. Können diese Gefässe nicht mehr ordentlich funktionieren, entstehen Gerinnsel», erklärt Tzankov. Denn eigentlich sei es deren Aufgabe, das Blut flüssig zu halten. Durch die Verstopfung der Blutbahn stehe das Blut nun aber praktisch still. «Wird der Patient nun beatmet, gelangt der Sauerstoff zwar ins Blut, aber verteilt sich nicht mehr im Körper», so Tzankov. Dies führe schliesslich zum Tod – wie es eben bei den 21 Patienten, welche die Pathologen aus der Region nach ihrem Tod untersucht haben, geschah. Nur wenige hätten hingegen Anzeichen einer Lungenentzündung aufgezeigt.

Tzankov steht in Kontakt mit Pathologen in Deutschland und Spanien. Auch sie gelangten zu ähnlichen Erkenntnissen. Diese wiederum könnten nun den Ärzten in den Spitälern helfen beim Kampf gegen das Virus: «Unsere Erkenntnisse über die Gefässe lassen erste Rückschlüsse auf möglicherweise wirksame Therapien zu», so Tzankov. Weiter bestätigen die Ergebnisse der 21 Obduktionen bisherige Befunde: Die Patienten litten allesamt unter Bluthochdruck, gehörten zur Risikogruppe, waren überwiegend männlich und übergewichtig. Daneben war die Blutgruppe A übervertreten. Tzankov betont: «Es geht nicht darum, mit dem Finger auf eine Bevölkerungsgruppe zu zeigen.» Er wolle vielmehr zeigen, dass die Personen nicht selbst schuld an der Krankheit, sondern besonders schutzbedürftig sind.

Es gelten besondere Schutzmassnahmen

Mittlerweile kehrten Tzankov und sein Team wieder zur gewöhnlichen Arbeit zurück. Seit zehn Tagen habe es keine Todesfälle durch das Coronavirus in Basel mehr gegeben. Auch in der Coronakrise führen sie Autopsien an anderwärtig Verstorbenen durch. «Wir schauen uns die Krankheitsgeschichte vor der Untersuchung genau an.» Sei die Person negativ auf das Coronavirus getestet worden, könne die Autopsie ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden. Tzankov: «Wurde jemand aber positiv getestet oder noch gar nicht, treffen wir besondere Schutzvorkehrungen und setzen teilweise weniger Personal ein.» Mut oder Heldenhaftes gehöre nicht dazu. Schliesslich handle es sich einfach um einen Job. (bzbasel.ch)

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124Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maja Stuchly 04.05.2020 17:46
    Highlight Highlight Einfach toll, dass es solche Mediziner wie Sie gibt, die wirklich an der pathophysiologischen Ursache interessiert sind. Und uns damit alle weiter bringen.
  • LucieV. 04.05.2020 00:57
    Highlight Highlight Bevor jetzt alle mit Blutgruppe A in Panik ausbrechen: A ist die häufigste Blutgruppe in der Schweiz, 45%!
  • Maya Eldorado 03.05.2020 22:58
    Highlight Highlight Ich bin 72 und somit Risiko.
    Mich wunderte schon lange, dass von den Intubierten Personen weit mehr als die Hälfte dieses nicht überleben. Und ich war mir sicher, dass ich das auf jeden Fall ablehnen würde.
    Nun was ich jetzt in dem Artikel lese, bin ich noch mehr überzeugt, dass ich das nicht möchte. So will ich ganz sicher nicht aus dem Leben gehen.
  • Andreas Karz 03.05.2020 20:13
    Highlight Highlight Nun, kann ich euch auch sagen:

    - von allen Coronatoten in der Schweiz sind 36 Personen jünger als 60

    - über 1'000 der Coronatoten sind älter als 80 Jahre

    - der Meridian liegt bei 84 Jahren, die durchschnittliche Lebenserwartung in der Schweiz bei 83 Jahren

    - 60% der Verstorbenen sind in Alters- und Pflegeheimen erkrankt, auch weit nach dem Zeitpunkt mit Besuchsverbot

    - Corona hat immer noch nicht die Hälfte der Grippetoten der Grippesaison 2017/18 erreicht

    Die eintige offene Frage ist nich: wann hört diese kranke Panikmacherei auf?
    Benutzer Bild
    • Ueli der Knecht 03.05.2020 22:12
      Highlight Highlight "der Meridian liegt bei 84 Jahren"

      Ost oder West?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Meridian

      Deine Statistik in Ehren, aber sie beantwortet nicht die Frage, ob und wie stark unser Gesundheitswesen strapaziert werden kann, bevor es kollabiert.

      "- Corona hat immer noch nicht die Hälfte der Grippetoten der Grippesaison 2017/18 erreicht"

      Allerdings hatten wir 2017/18 auch keine solche Massnahmen. Sonst hätten wir damals vermutlich nur ein Bruchteil der Grippetoten zu beklagen. Insofern hinkt dein Vergleich. Bzw. was willst du uns mit mit diesem Hinkevergleich sagen?
    • Satan Claws 04.05.2020 00:08
      Highlight Highlight @Andreas Karz


      "der Meridian liegt bei 84 Jahren, die durchschnittliche Lebenserwartung in der Schweiz bei 83 Jahren"

      Der Meridian liegt auf dem 50. Breitengrad. Was sie wohl meinen nennt sich doch Median, aber ich könnte mich auch täuschen.
    • Der_Kommentator 04.05.2020 05:36
      Highlight Highlight Einen kleinen Tipp: lesen Sie mal Berichte über Norditalien, Spanien und New York. Die Spitäler dort sind/waren komplett überlastet und Sie sprechen tatsächlich von "kranker Panikmacherei"?
      Ja, es sind ältere Menschen die mehrheitlich sterben. Aber A müssen wir uns auch um die älteren Menschen kümmern und B führt eine Überlastung der Spitäler dazu dass alle Leute nicht mehr (richtig) behandelt werden können. Auch junge Gesunde! Das heisst dann, dass ein junger Familienvater an einem Herzinfarkt stirbt, ein Teenager an einem Autounfall oder eine Frau in den 50ern an einem unbehandelten Krebs.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maricana 03.05.2020 17:11
    Highlight Highlight Diese Erkenntnis hatte Professor Klaus Püschel, Chef der Hamburger Rechtsmedizin schon vor einem Monat. Zitat: «Ohne Vorerkrankung ist in Hamburg an Covid-19 noch keiner gestorben, ausnahmslos alle, die wir bisher untersucht haben, hatten Krebs, eine chronische Lungenerkrankung, waren starke Raucher oder schwer fettleibig, litten an Diabetes oder hatten eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.“ Da sei das Virus sozusagen der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte.
    Quelle: mopo.de 06.04.2020
    • pop_eye 03.05.2020 19:51
      Highlight Highlight Ein User hat dies vor etwa einem Monat auch schon gepostet. Er wurde ziemlich massiv angegangen und in die Ecke der Aluhütler verbannt. Der Virologe Dr Wodarg hatte auch schon auf Prof. Klaus Püschel hingewiesen.
  • Auric 03.05.2020 14:18
    Highlight Highlight Wurde auch der Vitamin D Pegel ermittelt?
    • pop_eye 03.05.2020 19:47
      Highlight Highlight Auric
      Sorry ich kann das nicht anders nennen, aber anhand der Blitze siehst du wie hoch die Ignoranz unter der Leserschaft ist.
      Auch der Vit. C Pegel wäre interessant zu erfahren.
  • dmark 03.05.2020 11:33
    Highlight Highlight "...entstehen Gerinnsel"
    Dann könnte also schon die einfache regelmässige Einnahme von Acetylsalicylsäure (Aspirin, ASS) u.U. helfen?
    • atorator 03.05.2020 12:11
      Highlight Highlight Ich denke, selbst der grösste Blindfisch unter den Ärzten und Forschern ist schon auf die Idee gekommen.
    • Hoci 03.05.2020 12:32
      Highlight Highlight So einfach ist es nicht.gibt ein Problem damit, hab ich irgendwo Mal gelesen. Weiss aber nicht wieso. Vermutlich weil Blutverdünner für viele auch zu gefährlich sind.
    • Ribosom 03.05.2020 13:40
      Highlight Highlight Die einfache und regelmässige Einnahme von ASS hilft erwiesenermassen nicht gegen drohende Blutgerinnsel, Schlaganfälle, Herzinfarkten oder sonstigen Thrombosen. Aber die Leber und/oder Nieren (weiss nicht mehr genau) werden irreversibel beschädigt. Es ist also nicht zu empfehlen, ASS als Blutverdünner zu missbrauchen. Es hilft gegen bitzeli Kopfweh, mehr nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Horst-Rüdiger 03.05.2020 11:24
    Highlight Highlight Das sind doch gute Nachrichten. Wir haben schon lange einen Impfstoff: Diät!
    Jeder kann sein Leben so leben wie er es für richtig hält. Aber dazu gehört auch die Selbstverantwortung und die Konsequenzen zu tragen.
    Selbstverantwortung ist aber in unserem Sozialstaat inexistent geworden und das ist das eigentliche Problem!
    • tellmewhy 03.05.2020 12:29
      Highlight Highlight Besser wäre es, den Faktor Nr 1 für Herz- und Kreislauferkrankungen zu eliminieren: Stress!
    • fools garden 03.05.2020 13:44
      Highlight Highlight Was, Selbstverantwortung! Heute ist das Volk sogar beim eigenen Übergewicht unschuldig.
      Ich frag mich wo die vielen Blitze in Deinem Post herkommen.
      Verantwortung für sein Tun und Handeln zu übernehmen liegt allerdings immer weniger im Trend.
      Ob ich dabei die Schweiz als waren Sozialstaat bezeichnen würde?
    • Lioness 03.05.2020 14:45
      Highlight Highlight Genau Horst Rüdiger, und dann wechseln alle Männer noch das Geschlecht und alle mit Blutgruppe A ihre Blutgruppe und alle mit Bluthochdruck (kommt nicht nur von Übergewicht) senken einfach so den Blutdruck. Ja, die Lösung ist so einfach.... in der Fantasie.
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 03.05.2020 11:12
    Highlight Highlight Also, Vorbelastet, Übergewichtig und ich denke auch alt genug zum Sterben.
    Das hat in unserer Gesellschaft leider keinen Stellenwert mehr, dass man auch ohne Medizinische Verlängerung am Alter und daran dass unsere Zeit abgelaufen ist, Sterben darf. Eigentlich das Natürlichste das für alle vorgesehen ist, aber es gibt Medizinisch gesehen keinen Natürlichen Tod mehr, also müsste man den dringend wieder einführen!
    • Hoci 03.05.2020 12:34
      Highlight Highlight Ich finde es nicht natürlich wegen corona mit 50 zu sterben statt mit 105. Immerhin 50 Jahre unterschied. Immerhin kann man auch Pech haben (gerade ne Grippe durchgemacht, schlechte Genetik).
    • Super8 03.05.2020 13:14
      Highlight Highlight @Hoci: paule redet von vorbelastet (Vorerkrankung), übergewichtig und alt genug. Das ist viel näher bei 105 als 50. Auf diejenigen mit genetischer Erkrankung gilt selbstverständlich Rücksicht zu nehmen.
    • weissauchnicht 03.05.2020 13:38
      Highlight Highlight @Hoci, in der Schweiz sind etwa ein halbes Dutzend Menschen unter 50 an Corona gestorben von weit über 1000. Es sterben manchmal auch Menschen unter 50 an Diabetes oder anderen bisherigen Alterskrankheiten. Aufgrund von Einzelfällen einer Alterskrankheit generell die Natürlichkeit abzusprechen, ist etwas gar seltsam, auch wenn diese Einzelfälle vielleicht nicht natürlich sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • iudex 03.05.2020 10:45
    Highlight Highlight Übergewichtit i.S.v. adipös, wie es im letzten Interview verlautet wurde? Tzakov drückt sich diplomatisch aus, aber schlussendlich sind diese Leute selbst schuld, niemand hat sie zu ihrem ungesunden Lebensstil gezwungen.
    • Lioness 03.05.2020 14:47
      Highlight Highlight Ja, die Männer sind auch selbst Schuld, dass sie als Bub auf die Welt gekommen sind, sowie diejenigen mit Blutgruppe A auch selbst Schuld sind, dass sie nicht Blutgruppe 0 haben. Ist es nicht schön, wenn man endlich etwas hat um den Verstorbenen die Schuld am eigenen Tod zu geben?
    • RicoH 03.05.2020 15:16
      Highlight Highlight Aber sicher, du lebst sicher 100% gesund. Auch wenn es denn so wäre, ist dein Kommentar nur peinlich.
    • Sternengucker 03.05.2020 15:17
      Highlight Highlight Da sind wohl einige Leser zu dick oder gar adipös, dass Sie so wenige Zustimmungen erhalten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 03.05.2020 10:40
    Highlight Highlight Wenn man das Anhand ein paar Toter herausfindet, warum wissen das die Chinesen und die WHO nicht schon lange? Die sind viel schlauer als wir und weniger zimperlich.
    • tellmewhy 03.05.2020 12:31
      Highlight Highlight Vor allem sind die Norditaliener und die Spanier ja nicht gerade bekannt für Übergewicht etc.....
    • cdrom 03.05.2020 13:54
      Highlight Highlight Ist doch klar. Die wollen einen Impfstoff.
      Corona ist eine Krankheit der Regionen und Unterschiede.
      Schlechte Gesundheitssysteme - viele Tote
      Alt - viele Tote
      Jung - wenig Tote
      Vorerkrankung - viele Tote
      usw.

      So ist das Leben. Gestorben wird immer.
      Aber wir leben halt in einer Nullrisikogesellschaft.
    • Finöggeli 03.05.2020 14:58
      Highlight Highlight @tellmewhy dafür fürs Rauchen
    Weitere Antworten anzeigen
  • andy y 03.05.2020 10:03
    Highlight Highlight Die Schizophrenie an dem ganzen ist, das die Befürworter der ganzen Massnahmen, ansonsten immer den Einfluss des Menschen auf die Umwelt anprangern. Der Einfluss den wir aktuell nehmen soll dann aber in Ordnung sein.
    • Magnum 03.05.2020 13:58
      Highlight Highlight Nach meiner Beobachtung leidet die Natur nicht unter der verringerten Aktivität des Alpha-Affen Mensch. Im Gegenteil: Für viele Tiere ist das Stay-at-Home der Menschen ein Segen. Weniger Störungen, dazu weniger Schadstoff-Ausstoss. Oder wie genau hast Du das jetzt gemeint mit dem Einfluss, der nun in Ordnung sein soll?

      Kleiner Tipp am Rande:
      Der gezielte und korrekte Einsatz von Kommas würde das Entziffern Deiner Sätze wesentlich erleichtern.
      Widerspruch (Paradoxon, Oxymoron) und Schizophrenie (eine psychische Erkrankung) sind übrigens auch nicht das Gleiche.
  • Der Kritiker 2020 03.05.2020 09:45
    Highlight Highlight Super Arbeit und sehr wichtig zu wissen für kommende Fälle.

    Ganz herzlichen Dank an alle jene, welche tagtäglich teilweise ihr Leben für unser aller Wohl aufs Spiel setzen!!!

    Hut ab!
  • Hillman 03.05.2020 08:58
    Highlight Highlight Tzankov betont: «Es geht nicht darum, mit dem Finger auf eine Bevölkerungsgruppe zu zeigen.» Er wolle vielmehr zeigen, dass die Personen nicht selbst schuld an der Krankheit, sondern besonders schutzbedürftig sind.

    Das Körpergewicht ist - einige wenige wirklich kranke Menschen ausgenommen - einer der Hauptfaktoren wo man doch einen Gestaltungseinfluss und somit auch eine Verantwortung sich selber gegenüber hat. Es geht nicht darum wer Schuld ist aber viele dieser Menschen hätten mehr für ihre Gesundheit tun können. Unser Gesundheitssystem kann dies nicht überall kompensieren.
    • Hoci 03.05.2020 12:37
      Highlight Highlight So einfach ist es nicht.
    • Hoci 03.05.2020 12:40
      Highlight Highlight Schuldig ist auch die Nahrungsmittelindustrie inkl. Werbung. Sie nutzt die angeborene wichtige Fett- und Zuckersucht schamlos aus.
      Nicht zu schreiben von den Gewichtstreibern zero und light und allerlei versteckten zusätzen und dem übermässigen Stress am Arbeitsort.
    • Hillman 04.05.2020 07:07
      Highlight Highlight Klar ist das nicht die ganze Wahrheit. Aber wie schon geschrieben: Würden sich die Leute besser informieren und mehr Verantwortung für Ihre Ernährung übernehmen müssten wir hier nicht darüber diskutieren wie böse die Zucker/Light/Fettindustrie ist. Sie würde schlicht zu Grunde gehen weil die Menschen den Mist meiden würden.
  • Flavio O. 03.05.2020 08:45
    Highlight Highlight "Die Patienten litten allesamt unter Bluthochdruck, gehörten zur Risikogruppe, waren überwiegend männlich und übergewichtig."

    Aha, und warum "schützt" man nicht einfach diese Risikogruppe (so sie denn überhaupt geschützt werden will) und lässt die andern endlich in Ruhe?
    • Hoci 03.05.2020 12:41
      Highlight Highlight Schau dich Mal um wer dazugehört. Da sind wir bald soweit wie mit lockdown, lach...
      Zumindest mit Brot und Fleischwirds schwierig..
    • sheimers 03.05.2020 17:14
      Highlight Highlight Weil's extrem schwierig ist eine Person zu schützen wenn alle rund herum infiziert sind. Hat in Schweden nicht funktioniert, würde auch hier nicht funktionieren.
    • Flavio O. 03.05.2020 17:50
      Highlight Highlight Schwierig? Wie wär's mit zu Hause bleiben, Kontakte meiden und Hygieneempfehlungen einhalten? Natürlich nur, wenn das die Betroffenen auch so wollen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cataya 03.05.2020 08:39
    Highlight Highlight Man hat bereits vor 2 Wochen am USZ herausgefunden, dass Covid-19 eine Endotheliitis auslöst (Pressemitteilung & Original Paper)
    http://www.usz.ch/news/medienmitteilungen/Seiten/mm-covid-19-gefaesserkrankung.aspx?DeviceChannel=Mobile
  • Dave1974 03.05.2020 08:32
    Highlight Highlight Seit langem endlich mal etwas Konkretes, womit sich auch der Nichtakademiker befassen könnte.
    Zu Beginn der Pandemie wurde in einigen Ländern noch dazu aufgerufen, dass sich auch Hobbywissenschaftler mit einbringen können und sollen, falls sie Erkenntnisse haben - und dann wurde es still bezüglich konkreter Beobachtungen.

    Finde auch gut, dass der Beruf etwas erläutert wird und die möglichen Gefahren zwar erwähnt, aber nicht hochgeschaukelt werden.
    Eigentlich birgt jede Leiche mögliche Gefahren und bei erhöhtem Verdacht muss man ausgerüstet sein.

    Das reale Leben ist kein TV-Krimi.
  • Moudi 03.05.2020 08:17
    Highlight Highlight Wirklich sch... An einer beatmungsmaschine zu ersticken. Beatmung eventuell falsche Behandlungs Methode?
    • dho 03.05.2020 09:27
      Highlight Highlight Nicht falsch, wenn der Atmungsapparat nicht mehr einwandfrei arbeitet, aber unzureichend. Blutverdünner werden bereits systematisch verschrieben!
    • Phrosch 03.05.2020 09:47
      Highlight Highlight Wohl nicht die falsche Behandlung, aber ergänzungsbedürftig. Mit solchen Erkenntnissen lässt sich besser überlegen, was noch nötig wäre für eine erfolgreiche Behandlung. Dann kann man entsprechende Ansätze prüfen.
    • Aurum 03.05.2020 09:59
      Highlight Highlight Die Antwort wäre im Artikel erwähnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 03.05.2020 08:12
    Highlight Highlight Das sind sehr wertvolle Informationen!
    Es handelt sich hier also weniger um eine Lungenkrankheit, sondern um eine Erkrankung der Blutgefässe, von denen es in der Lunge einfach besonders viele gibt.
    Hoher Blutdruck, Fettleibigkeit, beschädigte Blutgefässe erhöhen also das Risiko, an Corona zu sterben.
    Blutverdünnungsmittel könnten helfen.
    Auf der anderen Seite ist die Immunabwehr, die bei alten Menschen mit alten T-Zellen nur noch zu 10% ihren Dienst zu leisten vermögen, währenddem Kinder noch über eine spezielle Drüse verfügen, die laufend grosse Mengen an T-Zellen produziert.
    (Irgendwie so)
    • Ruefe 03.05.2020 09:14
      Highlight Highlight Spannend :)
    • Gubbe 03.05.2020 09:19
      Highlight Highlight rodolofo
      Ganz genau. Wie dir, viel mir das Wort 'Gerinnsel' auf. Da wäre doch sicher das Anwenden von Blutverdünnern angebracht. Diese Medikamente gibt es schon lange und müssten keine Testphase mer durchlaufen.
    • Sebi Schacher 03.05.2020 09:51
      Highlight Highlight Ich habe in einer anderen zeitung gelesen, dass diese blutgefässe so klein sind, dass blutverdünner scheinbar nichtd nützen. Zu viele und zu kleine blutgefässe, die oftmals nicht "gefunden" werden (können). Daher sei auch trotz dieser erkenntnis eine behandlung schwierig. Weiss aber halt nicht, wie wahr diese ausssge ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruefe 03.05.2020 08:08
    Highlight Highlight Wenn der Mob der gestern vor dem Bundeshaus war, jetzt auch begreifen würde, dass es eben nicht "nur eine Grippe" ist. Aber die wissen ja alles besser und picken willkürlich Leute aus der wissenschaftlichen Community raus um sie hochzujubeln. Das steht nämlich zum Teil auch hinter den Lobeshymnen auf die Ärzte die Autopsien tätigen.
    • Nelson Muntz 03.05.2020 09:14
      Highlight Highlight Die sind sicherlich mit den Typen in Michigan verwandt.
    • andy y 03.05.2020 09:25
      Highlight Highlight Genau so wie sie sich die Wissenschaftlichen Erkentnisse rauspicken die ihrer Dramatisierung dienen
    • Aurum 03.05.2020 09:57
      Highlight Highlight aus der "wissenschaftlichen community" heisst in deren fall aus wirren geschichten von facebook-posts, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hummingbird 03.05.2020 07:37
    Highlight Highlight Ich hoffe, die Untersuchten Leichen wurden nach dem Zufallsprinzip ausgesucht, so dass die Resultate und somit Erkenntnisse wissenschaftlich valide und reliabel sind. Ich wüsste gerne, wie der Geschlechteranteil und der BMI an allen in der Region Verstorbenen ist, da ich es komisch finde, dass alle Obdukzierten männlich und übergewichtig waren. Falls die Leichen extra nach diesen Merkmalen ausgesucht wurden, wären die Befunde nicht so aussagekräftig in Bezug auf Coronatod-Gefährdete. Trotzdem: Toll werden in Basel so grundlegende Untersuchungen durchgeführt.
    • Anna Michel 03.05.2020 07:46
      Highlight Highlight "Überwiegend" männlich und übergewichtig heisst ja nicht alle. Etwas spitzfindig, aber in diesem Fall wichtig, wie ich finde.
    • lilie 03.05.2020 08:11
      Highlight Highlight @Hummingbird: Am Coronavirus versterben mehr Männer als Frauen und mehr Übergewichtige mit Vorerkrankungen als gesunde Normalgewichtige. Daher ist daran nichts Überraschendes.

      Ich habe mir aber auch die Frage gestellt, wie die Patienten ausgesucht wurden oder ob alle Covid-19-Todesfälle in die Pathologie kamen. Allein schon, ob jemand zuhause, im Altersheim oder im Spital verstirbt, kann einen Unterschied machen.
    • Moudi 03.05.2020 08:14
      Highlight Highlight Alle 21 Opfer in der Region!
    Weitere Antworten anzeigen
  • cdrom 03.05.2020 07:26
    Highlight Highlight Mich würde interessieren mit welchen Medikamenten wurden die Patienten behandelt?
    • lilie 03.05.2020 08:17
      Highlight Highlight @cdrom: Ich weiss es nicht im Detail, aber Patienten, die beatmet werden, müssen in ein künstliches Koma versetzt werden. Dazu benötigt man Narkosemittel.

      Dazu werden bestimmt, unabhängig von Vorerkrankungen, Blutverdünner gegeben, um Thrombosen vorzubeugen, weil der Mensch sich ja nicht mehr bewegt.

      Falls hohes Fieber besteht, müssen wohl auch fiebersenkende Mittel eingesetzt werden.

      Dazu kommen die bereits bestehende Medikation gegen die Vorerkrankungen (z.B. Blutdrucksenker) und allenfalls Mittel gegen den Infekt selbst.

      Das ist bestimmt ein ziemlicher Cocktail.
    • Iambatman 03.05.2020 09:07
      Highlight Highlight @lilie
      Dazu kommen noch eine ganze Reihe anderer supportiver Medikamente, die gerade auf der IPS nötig sind (und alltag sind).

      Es bleibt zu hoffen, dass uns die Arbeit dieser Pathologen wichtige therapeutische Erkenntnisse liefert. Grundsätzlich bestehen Therapeutika, die solche Gerinnsel verhindern können - aber das ist natürlich nicht die Standardlösung an die man denkt, bei einer viralen Infektion.

      Wer weiss, vielleicht werden Covid-19 Intensivpatienten in der Zukunft mehr wie Lungenembolie/Vaskulitis-Patienten behandelt, als wie normale Infektion/Pneumonie-Patienten.
    • Sharadchandra 03.05.2020 11:40
      Highlight Highlight @lilie: Die zwei ersten Abschnitte stimmen nicht, das weiss ich aus 1. Hand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • re-spectre 03.05.2020 06:59
    Highlight Highlight respekt. erarbeitete erkenntnis. weitermachen.
    • Gehirnistonline 03.05.2020 11:48
      Highlight Highlight Ja, lesen sie mal von Prof Klaus Püschel. Für den hab ich auch respekt.
    • Petar Marjanović 03.05.2020 12:03
      Highlight Highlight «Laut einem Beitrag auf Facebook sagte der Rechtsmediziner Klaus Püschel angeblich, dass nie ein gesunder Mensch an SARS-CoV-2 gestorben sei. Das Zitat hat er nicht so gesagt – und inhaltlich ist es auch nicht korrekt.»

      https://correctiv.org/faktencheck/2020/04/30/youtube-video-nein-das-infektionsrisiko-fuer-covid-19-steigt-nicht-durch-das-tragen-von-mundschutz
    • Gehirnistonline 03.05.2020 12:05
      Highlight Highlight Machen sie doch mal einen Bericht über Prof Ioannidis' erkenntnisse
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