Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Happyend in Basel: Wegen Frauenstreik entlassene Museumsaufseherinnen bekommen 2. Chance



Backdrops made for

Bild: KEYSTONE

Eine zweite Chance bekommen zwei Aufseherinnen, die vom Kunstmuseum Basel wegen kurzfristiger Teilnahme am Frauenstreik entlassen worden waren. Museumsdirektor Josef Helfenstein hat dies in Absprache mit Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann entschieden.

Die beiden «hatten ihre sicherheitsrelevanten Posten als Aufsicht am 14. Juni so kurzfristig verlassen, um am Frauenstreik teilzunehmen, dass das Kunstmuseum Basel keine Möglichkeit hatte, für einen Ersatz zu sorgen», wie das Museum am Montag mitteilte. Dieses «Fehlverhalten» habe «das Sicherheitsdispositiv des Kunstmuseums geschwächt».

Die beiden Frauen wurden darauf am 20. Juni geschasst. In der Folge gab es Schlagzeilen und Diskussionen. Eine Online-Petition für die beiden zu Handen des Kunstmuseums registrierte bis Montagmittag 3642 Unterstützende.

Angesichts dessen kam es am Montagmorgen zu einer Absprache zwischen Ackermann und Helfenstein, wie beim Museum zu erfahren war. Die beiden Frauen arbeiten Teilzeit seit Monatsbeginn im Kunstmuseum Basel. (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Frauenstreik am 14. Juni 2019

Hunderttausende Frauen streikten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

30
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 24.06.2019 23:04
    Highlight Highlight Schwach von der Museumsleitug. Wären zwei Männer, die lieber ans Openair gingen "und sich den Konsequenzen bewusst sine" auch wieder eingestellt worden? Da haben wir den Beweis, dass es auch bei Frauen unsauber ablaufen kann...
  • who cares? 24.06.2019 21:18
    Highlight Highlight Da werden die Frauenstreikgegner-Schadenfreudeler aber keine Freude haben :(
    Vor ein paar Tagen war die Welt noch in Ordnung und sie konnten ihr "in your face!" zelebrieren. Jetzt sieht wieder alles anders aus. Muss anstrengend sein für sie.
  • Natürlich 24.06.2019 21:07
    Highlight Highlight Super Sache, mags den Damen gönnen.
    In der heutigen Zeit ist man überall tolerant, Pädophile kriegen x-Chancen und zerstören auf diesem Weg viele weitere Leben.
    Aber 2 Frauen die am Frauenstreik teilnahmen sind nun die neue Sau die durchs Dorf getrieben wird. Da gibts keine Toleranz sondern nur die Entlassung (90% der Kommetare in den sozialen Medien)
  • JoJodeli 24.06.2019 20:28
    Highlight Highlight Eigentlich war das Streikdatum schon lange bekannt, sie hätten sich vorher mit dem Arbeitgeber organisieren können.
    Andererseits bin ich der Meinung dass ein Streik nur etwas bringt wenn man eben nicht extra frei nimmt. Wir Frauen sind einfach zu korrekt in der Hinsicht.
  • salamandre 24.06.2019 19:42
    Highlight Highlight Ich betrachte das eher als gesunden Menschenverstand denn als zweite Chance.
  • DerRaucher 24.06.2019 19:35
    Highlight Highlight Finde ich amüsant wie durch Mediales Interesse plötzlich so viel möglich ist. Hätte niemand darüber berichtet, wären die nie wieder eingestellt worden. Scheinheilige Gesellschaft
    • salamandre 24.06.2019 21:00
      Highlight Highlight Sagst Du ganz schön.
    • pun 24.06.2019 23:28
      Highlight Highlight Es gab auch Demos, Petitionen und Proteste wegen der Entlassungen. Man nennt das Solidarität und sie hat funktioniert.
  • Mimimi_und_wow 24.06.2019 19:28
    Highlight Highlight Ich dachte, Sinn eines Streiks ist, dass man nicht zur Arbeit geht, damit der Gesellschaft, dem Arbeitgeber, der Politik klar wird was passiert, wenn die Streikenden nicht arbeiten. Wenn der Arbeitgeber einen Ersatz suchen kann, merkt man die Konsequenz nicht.
    Ich arbeite bei einem Arbeitgeber, der ein Streikverbot im Arbeitsvertrag hat. Ich hätte einen Ferientag nehmen müssen. Deshalb habe ich weder 1991 noch dieses Jahr frei genommen. Der Streik von 1991 hat nichts gebracht, ausser Publicity im In- und Ausland. Unter anderem weil die Frauen nicht gestreikt haben, sondern frei nahmen.
    • Ohniznachtisbett 24.06.2019 20:40
      Highlight Highlight Die Friedenspflicht ist eine grosse Errungenschaft in der Schweiz und sollte nicht leichtsinnig aufs Spiel gesetzt werden. Ob eine Abmahnung nicht auch gerreicht hätte ist aber eine ganz andere Frage.
    • pun 24.06.2019 23:35
      Highlight Highlight Der Frauenstreik 1991 hat uns das Gleichstellungsgesetz gebracht, wirst du diskriminiert, kannst du seit 1996 klagen. Der Frauenstreik 2019 wird garantiert auch nachhaltige Veränderungen mitbringen, die grössten bei den beteiligten jungen und alten Frauen, die ihre Kraft gespürt haben. Der Frauenstreik 2019 war vermutlich die grösste Protestaktion seit dem Generalstreik 1918 - dessen Forderungen auch erst Jahre danach eingeführt wurden. Ich finde dein Fazit also etwas zu vernichtend, auch wenn es verdammt mühsam ist, wie langsam es voran geht.
  • andrew1 24.06.2019 18:33
    Highlight Highlight Ich mag ihnen zwar die 2. Chance gönnen. Es ist einfach unprofessionell wenn auf drängen von teilen der öffentlichkeit die entscheidung des verantwortlichen übergangen wird. Da sollte man dahinter stehen und nicht in den rücken fallen. Es war ja eine gesetzlich korrekte entscheidung.
    • äti 24.06.2019 19:57
      Highlight Highlight .. seine Meinung zu ändern und dazustehen hat auch mit Grösse zu tun.
    • pontian 24.06.2019 20:24
      Highlight Highlight Ich würde eher sagen, es ist ein Beispiel für mangelndes Bewusstsein des Museums, was so ein Entscheid für das Marketing/Kommunikation bedeutet. Das war ja klar, dass das in Basel sehr hohe Wellen schlagen wird und das Museum dafür kritisiert wird.
    • äti 25.06.2019 11:06
      Highlight Highlight @louis, warum sollte man sie entlassen? Kennst du die ganze Geschichte oder bloss einen Satz daraus?
  • Loeffel 24.06.2019 18:06
    Highlight Highlight Wir werden nun eine Petition mit der Forderung nach Entlassung lancieren. Die wird sicher 4389 Unterschriften in 2 Tagen gewinnen, imfall! Dann muss die Regierungsrätin wieder den Direktor anrufen 😁 *Ironie off*
  • Scaros_2 24.06.2019 17:55
    Highlight Highlight Einfach medial herumheulen reicht scheinbar heute aus.
  • no-Name 24.06.2019 16:39
    Highlight Highlight Es darf entlassen werden... nicht schön, ist so.

    Und Sicherheitskräfte und medizinisches Personal können nicht ohne Vorwarnung den Arbeitsplatz verlassen. Geht gar nicht.

    2-3 Tage vorher abmelden ist moralische Pflicht.
  • Borki 24.06.2019 16:33
    Highlight Highlight Die Formulierung "Museumsdirektor Josef Helfenstein hat dies in Absprache mit Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann entschieden." muss ich mir merken.
    Tönt viel besser als "Elisabeth Ackermann hat angerufen. Die beiden Damen sind wieder angestellt."
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 24.06.2019 16:14
    Highlight Highlight Da hat wohl jemand selbst angst vor einer Entlassung bekommen. Ich dachte mir schon, dass diese Entlassungen komisch sind bei dieser linken Regierung.
  • TheWall_31 24.06.2019 16:10
    Highlight Highlight Lächerlich. Die beiden gehören entlassen.
    • ingmarbergman 24.06.2019 19:58
      Highlight Highlight Du gehörst ebenfalls entlassen. 🤷🏻‍♂️
    • äti 24.06.2019 20:03
      Highlight Highlight Nun, ohne die Details zu kennen, darf man getrost sein unsachliches Verdikt posten. Rechthaberei ist ja aufwandlos.
    • TheWall_31 24.06.2019 22:02
      Highlight Highlight Danke, ingmar, ich verrichte meine Arbeit in einem 100% Pensum, so wie ich mich vertraglich dazu verpflichtet habe.
  • DerMeiner 24.06.2019 16:02
    Highlight Highlight Finde ich inkonsequent.
    • äti 24.06.2019 20:04
      Highlight Highlight .. ich finde es gut, wenn es noch ein paar mutige lernfähige Männer gibt.
  • w'ever 24.06.2019 15:45
    Highlight Highlight sorry, aber streikt muss mit einer entlassung rechnen.
    • cille-chille 24.06.2019 16:07
      Highlight Highlight und der tote Fisch, schwimmt mit dem Strom.

      Manchmal muss etwas, oder jemand aus der Komfortzohne geschupft werden, damit sich etwas bewegt..... und das Wiedereinstellen der zweien empfinde ich als Grösse der Führung.

      Ich bin mir sicher, dass Alle aus dieser Geschichte gelernt haben.
    • Vergugt 24.06.2019 16:23
      Highlight Highlight Muss damit rechnen, muss aber nicht zwingend rausgeworfen werden. Das entscheided immer noch die Firma. Ist doch eine gute Lösung, die Frauen haben sich bestimmt erschrocken und werden in Zukunft etwas gewissenhafter sein. Und das Kunstmuseum steht auch in einem guten Licht da, weil sie eine 2. Chance gewähren.
  • *sharky* 24.06.2019 15:41
    Highlight Highlight Good News!

    In der BAZ ist (nach wie vor) im homöopathischen Dosen manchmal schlaues zu lesen;

    'Das Kunstmuseum ist kein Platz für Heuchelei

    Wer in seinen Ausstellungen Emanzipation und Gleichberechtigung fordert, sollte Mitarbeiterinnen nicht kündigen, die genau dafür kämpfen.'

    https://www.bazonline.ch/basel/stadt/das-kunstmuseum-ist-kein-platz-fuer-heuchelei/story/18429604

Die meisten grossen Städte verzichten auf 1.-August-Feiern – eine Übersicht

Keine Umzüge, keine Feuerwerke, abgesagte Feiern: Wegen der Corona-Krise wird der 1. August in diesem Jahr anders aussehen, als gewohnt. Doch einige Gemeinden und Städte haben sich Alternativen ausgedacht.

Definitiv gestrichen sind die grossen Feiern zum Nationalfeiertag in den Städten Bern, Basel, Zürich, Luzern, Chur, Solothurn, Genf und Lausanne. In Bern waren letztes Jahr mehr als als 20'000 Personen auf den Bundesplatz geströmt. Damit falle der Anlass unter das Verbot von Veranstaltungen von über 1000 Personen, entschied der Gemeinderat. Sogar der Gurten bleibt in diesem Jahr «feuerwerksfrei».

Ebenfalls nicht stattfinden wird die grosse Feier beim Bürkliplatz in der Stadt Zürich, es gibt …

Artikel lesen
Link zum Artikel