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Nach Subventionsstopp schuldet die Berner Reitschule der Stadt ab sofort 80'000 Franken



Nach den jüngsten Ausschreitungen im Umfeld der Berner Reitschule hat die Berner Stadtregierung Sanktionen gegen das Kulturzentrum beschlossen. So müssen die Reitschulbetreiber die Miete und die Nebenkosten vorläufig selber bezahlen. Laut dem Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) kommt dies den Kulturbetrieb teuer zu stehen.

Der Berner Gemeinderat Reto Nause, Direktor fuer Sicherheit, Umwelt und Energie, vorne, spricht an der Seite von Alex Miescher, Generalsekretaer Schweizerischer Fussballverband, hinten, waehrend einer Medienkonferenz zum Ablauf des Cupfinales in Bern, am Freitag, 11. April 2014, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

«Dann greifen die Bestimmungen des Mietrechts»: Berner Gemeinderat Nause zum Vorgehen gegen die Reitschule.
Bild: KEYSTONE

«Der Betriebsbeitrag liegt bei 60'000 Franken pro Jahr, die Miete für das erste Quartal beläuft sich auf rund 80'000 Franken», sagte Nause im Interview mit der Berner Zeitung. Je nachdem wann ein neuer Leistungsvertrag unterzeichnet werde, könne dieser Betrag noch variieren, doch zur Zeit schulde die Reitschule der Stadt de facto den Mietzins. Laut Mietrecht sei bei Nichtbezahlens auch eine Kündigung möglich.

Der Gemeinderat will den von ihm bereits verabschiedeten Leistungsvertrag 2016–2019 nochmals überprüfen, bevor er diesen dem Stadtparlament vorlegt. Nachbessern will die Stadtregierung auch das vom Regierungsstatthalter genehmigte Sicherheitskonzept.

«Kooperativer Sicherheitsdienst»

«Es braucht einen Sicherheitsdienst, der mit der Polizei kooperiert. Damit er das kann, wäre es hilfreich, wenn im Sicherheitsdienst Leute arbeiten, die nicht vorbestraft sind und einen einwandfreien Leumund haben», sagte Nause weiter. Das Wichtigste sei, dass der Sicherheitsdienst die Philosophie des Sicherheitskonzepts wirklich mittrage.

Der Berner Stadtpraesident Alex Tschaeppaet bei seinem Satireauftritt im

«Es trifft die Falschen»: SP-Stadtpräsident und Reitschul-Dossierverantwortlicher Tschäppät.
Bild: KEYSTONE

In einem Interview mit dem Bund sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät, die Reitschule müsse sich nun überlegen, wie man solche Vorfälle in Zukunft verhindern könne. «Wie könnte etwa ein Frühwarnsystem aussehen? Die Ikur muss jetzt in den Gesprächen Vorschläge zum Thema Sicherheit bringen.» Dazu gehöre auch, dass sie eine klare Sprache spreche und sich etwa in Medienmitteilungen endlich deutlich von der Gewalt distanziere. «Sonst erweckt sie den Eindruck, dass sie damit die Täter schützt.»

Er fordere nicht, dass die Reitschule diese Leute verpfeifen soll. Aber sie müsse sie daran hindern, weitere Gewalttaten zu begehen. «Hier gefährden fünfzig Leute eine Institution, die von Tausenden genutzt und geschätzt wird.» (kad/sda)

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