Schweiz
Wallis

Crans-Montana: Jacques Moretti könnte gegen Kaution freikommen

Bericht: Jacques Moretti könnte gegen eine Kaution von 200'000 Franken freikommen

16.01.2026, 14:4616.01.2026, 15:32

Jacques Moretti, Besitzer der Brandbar «Le Constellation» in Crans-Montana, sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Wie «24 Heures» berichtet, könnte sich dies aber bald ändern. Die Zeitung schreibt, dass Moretti bald durch die Bezahlung einer Kaution freikommen könnte. Ein enger Vertrauter soll bereit sein, die Kaution in Höhe von 200'000 Franken zu bezahlen, wie eine dem Fall nahestehende Quelle am Freitag mitteilte.

epa12637502 French owners of the bar in Crans-Montana, where the deadly fire happened on New Year's Day, Jacques and Jessica Moretti (C) arrive with their lawyers for questioning by the Valais pu ...
Jacques Moretti, Besitzer der Brandbar «Le Constellation» in Crans-Montana.Bild: keystone

Auch im Falle einer Freilassung wäre Moretti allerdings eingeschränkt. «24 Heures» berichtet, dass die Walliser Staatsanwaltschaft beantragt habe, den Unternehmer im Falle einer Freilassung eine elektrische Fussfessel zu verpassen. Zudem müsste er sich offenbar alle drei Tage bei der Polizei melden und seine Ausweispapiere abgeben.

Wer bereit sein soll, die nötigen 200'000 Franken zu hinterlegen, bleibt derweil offen. Morettis Anwalt Patrick Michod soll die Staatsanwaltschaft informiert haben, es gebe einen Interessenten. Dieser sei aber nur bereit, die nötige Summe zu bezahlen, wenn ihm Anonymität gewährleistet wird.

Jacques Moretti und seiner Frau Jessica werden nach der Brand-Tragödie von Crans-Montana fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässiges Verursachen einer Feuersbrunst vorgeworfen. Vergangenen Freitag wurde Jacques Moretti in Untersuchungshaft genommen, zwei Tage später wurde diese durch das Walliser Gericht für Zwangsmassnahmen bestätigt.

Beim Unglück im «Le Constellation» in Crans-Montana, einer Bar der Morettis, kamen 40 Personen ums Leben. Weitere 116 Menschen wurden beim Brand verletzt, viele von ihnen schwer. (dab)

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quelle: keystone / jean-christophe bott
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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Quilombo
16.01.2026 14:58registriert September 2025
Nur 200'000?
Man müsste viel eher Jessica Moretti auch noch in U-Haft nehmen, hat diese doch angeordnet, dass C.P. den Helm aufsetzt als eine Fuhr von 16 Champusflaschen mit Eisfontänen gleichzeitig unter das z.T. minderjährige Partyvolk gebracht werden musste.
C.P. musste schon den ganzen Tag im Burgerrestaurant schuften und am Abend dann noch ins Le Constel. Da gibt es doch schwere Verstösse gegen das Arbeitsrecht mit einem Arbeitstag von vermutlich um die 16 Std, was C.P. auch vorher beklagte
Auch das Huckepack hat die Chefin zumindest toleriert oder gar angeordnet.
Jessica - lock her up!
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Markus01
16.01.2026 16:37registriert Februar 2023
Aber sorry, das mit den Fussfessel Überwachung ist eine absolute Lachnummer.
Nicht nur auf diesen Fall bezogen, wenn Delinquenten die eine Fussfessel tragen müssen, in der Schweiz nur während der Bürozeiten, auch wirklich direkt überwacht werden.
Da läuft die Überwachung, auf eine reine Alibiübung hinaus und gehört wirklich stark hinterfragt, ob das so ausgeführt, überhaupt noch sinnvoll ist.
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Silverbird
16.01.2026 15:33registriert November 2025
Träger von Fussfesseln werden offenbar im Wallis nur zu Bürozeiten kontrolliert. Ein Schildbürgerstreich ohnegleichen. Kaution von CHF 200 000 ist ein Schlag ins Gesicht von jedem Geschädigten dieser Katastrophe. 5 oder mehr Mio CHF sind das Minimum; je für Frau und Herr Moretti.
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