Schweiz
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Gilles Marchand, Generaldirektor des SRG SSR, rechts,  spricht an der Seite von Jean-Michel Cina, Praesident der SRG SSR, links, ueber  einem Point de Presse zur

Die SRG-Chefs Jean-Michel Cina und Gilles Marchand. Bild: KEYSTONE

Diese 3 Veränderungen kündigt die SRG nach dem No-Billag-Nein an

Generaldirektor Gilles Marchand kündigt einen «Neuanfang» an. Nach der intensiven Gebühren-Debatte wollen Schweizer Radio und Fernsehen ihr Angebot anpassen.



Die Urnen waren gerade einmal drei Stunden geschlossen, als die SRG-Spitze am Sonntagnachmittag in Bern vor die Medien trat. Verwaltungsratspräsident Jean-Michel Cina und Generaldirektor Gilles Marchand zeigten sich «erfreut und erleichtert» über die deutliche Abfuhr, die die Stimmbürger der No-Billag-Initiative erteilt haben.

Dennoch sei das Resultat nicht einfach eine Bestätigung für die SRG. Der heutige Tag stelle für das Unternehmen «einen Neuanfang» dar, so Marchand. Vor den versammelten Medienschaffenden stellte er drei Reformpakete in Aussicht:

Sparmassnahmen in der Höhe von 100 Millionen Franken

Marchand will einen «Effizienzsteigerungs- und Reinvestitionsplan» an die Hand nehmen. Insgesamt sollen Sparmassnahmen in der Höhe von 100 Millionen Franken umgesetzt werden. Anlass dafür ist die bereits angekündigte Gebührensenkung auf 365 Franken und die damit verbundene Plafonierung der Einnahmen. Das Paket ist aber auch eine Reaktion auf die sinkenden Werbeerlöse. Die SRG werde bei der Infrastruktur, in der Verwaltung, in der Technik, bei den Immobilien, den Produktionsprozessen und in der Distribution sparen und effizienter werden, versprach Marchand. 

Künftig sollen 50 Prozent der Gebühreneinnahmen in die Information fliessen. Im Jahr 2016 waren es noch 39 Prozent. Zudem werde die SRG das Engagement bei der einheimischen Kulturproduktion, insbesondere beim Film und den Serien, noch weiter fördern, so Marchand.

Keine Unterbrecher-Werbung mehr

Weiter verspricht die SRG, sich künftig auf ihr «Basismandat» zu konzentrieren. Um sich besser von privaten Anbietern abzugrenzen, will die SRG künftig darauf verzichten, abendliche Spielfilme durch Werbung zu unterbrechen. Sie kommt damit der Politik zuvor: Die Grünen hatten einen politischen Vorstoss mit der entsprechenden Stossrichtung geplant. 

Online wird es auf den Websites von SRF, RTS und RSI zudem keine Texte mehr geben, die keine Verbindung zu einem Audio- oder Video-Inhalt aufweisen.  

Stärker mit Privaten zusammenarbeiten

Der Schweizer Medienplatz müsse gegenüber der internationalen Konkurrenz gestärkt werden, ist die SRG überzeugt. Deshalb will sie den privaten Medienanbietern ihre Archivinhalte zur Verfügung stellen. Private Medienhäuser werden also die Möglichkeit haben, Newsvideos der SRG kostenlos zu übernehmen. Weiter erklärte sich die SRG bereit, gemeinsam mit anderen Schweizer Radiostationen einen nationalen Radio-Player aufzubauen. Und sie zeige sich offen für Kooperationen beim Betrieb der Musiksender Swiss Pop, Swiss Jazz und Swiss Classic.

Die SRG verzichtet auch künftig darauf, umstrittene regionale zielgruppenspezifische Werbung anzubieten, auch wenn der Bund ihr dies künftig erlauben will. «Dies, um die Konkurrenz zu regionalen Medien nicht zu verschärfen.» Im Hinblick auf die Vermarktungsfirma Admeira bleibt die SRG «offen für neue, konstruktive Lösungen». Sie sei bereit, die Aufnahme neuer Aktionariatspartner zu unterstützen, hiess es an der Medienkonferenz.

Weiter ist eine mehrsprachige Plattform geplant, die es erlauben soll, «dem Publikum möglichst alle SRG-Produktionen aus allen Sprachregionen mit entsprechender Übersetzung zugänglich zu machen».

(jbu/ sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ....ich weiss nicht aber: 05.03.2018 11:05
    Highlight Highlight Die Amerikaner Radio/TV Konsumenten zahlen freiwillig für ein gutes Programm. Das Spendenaufkommen ist gut. Wer mehr will, kauft sich Karten. Dagegen hätte ich nichts einzuwenden. Vermutlich lässt sich das Problem eh Digital lösen. Vielleicht schon schneller als wir denken. Wer denkt schon, dass erst in den Siebzigern das Auto per Fernbedienung geöffnet wurde und das Handy vor kurzem 10 Jahre alt wurde...also.
  • Markus Kappeler 05.03.2018 09:43
    Highlight Highlight So gut, Unterbrecherwerbung gibt's mit Timeshift TV sowieso nicht, zeigt aber wie uralt der normale SRF Zuschauer ist. Dass das SRF ihren Mühl gratis den weiteren, bereits subventionierten und somit auch nicht "Privaten" zur Verfügung stellt, bedeutet ja nur eine totale Gleichschaltung der Medien. Sparen werden sie sicher bei der Putzfrau, dem Hausabwart und dem Techniker, nicht aber bei den "Medienschaffenden".
  • boromeo 05.03.2018 04:10
    Highlight Highlight Das tönt ja schon fast wie Selbstkasteiung? Sicher der Anfang eines richtigen Weges. Wir sind gespannt und behalten die SRG im Auge.............
  • Ichmeine 05.03.2018 03:19
    Highlight Highlight Mir genügt es wenn für den Kilchsperger und seine niveaulose Clique kein Geld mehr ausgeben wird.
    Hans Rudolf
  • MiezeLucy 04.03.2018 20:16
    Highlight Highlight Stark!! Hoffentlich ein umdenken zur rechten Zeit. Ich finde es großartig wie die SRG sich den Wahlkampf zu Herzen nimmt und hoffentlich trotz des Ergebnisses konstruktiv mit den Volkswünschen umzugehen vermag :)
  • Past, Present & Future 04.03.2018 19:13
    Highlight Highlight Die SRG soll MEHR Werbeplätze schaffen, nicht weniger!

    Die zusätzlichen Einnahmen sollen dann die Basis für eine Gebührensenkung schaffen.
    • Mia_san_mia 04.03.2018 21:28
      Highlight Highlight Nein sicher nicht.
    • price02 04.03.2018 22:48
      Highlight Highlight Du hast bestimmt ja gestimmt
  • einmalquer 04.03.2018 18:36
    Highlight Highlight Viel zu spät ist es für eine Diskussion über die Höhe der Gebühren, die Diskussion, wer Gebühren zahlen soll und wer sie fest setzt

    Darüber haben wir viel früher abgestimmt, bei der RTVG-Änderung, die Gesetzesänderung wurde damals angenommen



  • welefant 04.03.2018 18:13
    Highlight Highlight und wen stört es wenn pro film 3 minuten werbung laufen? das bringt doch sicher mehr ertrag statt aufwand...
    • Firefly 04.03.2018 21:27
      Highlight Highlight Mich. Wenn ich zahle, will ich keine Werbung sehen! Das gilt auch für Tram, Bahn, Bus, Zeitung...
    • amIsanta 04.03.2018 22:19
      Highlight Highlight Nö, die Werbung auf dem Trämlidach kratzt mich null und macht mein Abo günstiger.
    • welefant 04.03.2018 22:36
      Highlight Highlight aber ein bitzli werbung und du müsstest noch weniger zahlen... das wäre logisch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • geoid 04.03.2018 17:55
    Highlight Highlight Bemerkenswert finde ich die Behauptung von Befürwortern der Zwangsgebühren, die Kosten würden ja nächstes Jahr sinken. Man staunt über so viel ökonomische Inkompetenz. Die SRG sackt auch nächstes Jahr unverändert 1,2 Milliarden ein. Die Gebührenreduzierung geht zu Lasten von Nichtkonsumenten, so z.B. die ausländischen Geringverdiener, welche ihre Satellitenschüsseln nach der alten Heimat ausgerichtet haben, die zur "Solidarität" mit dem Unterhaltungsprogramm mittelständischer Schweizer genötigt werden. Die anderen sind die Unternehmen, welche die Kosten auf ihre Kunden abwälzen müssen.
  • Normi 04.03.2018 17:36
    Highlight Highlight Warum reichen nicht 100 mio pro Sprachregion ?
    • Oban 04.03.2018 21:00
      Highlight Highlight Sie haben nicht wirklich eine Ahnung was das kostet oder?
      Mit 100Mio wäre nix mehr mit Skirennen, keine Livesendungen mehr, keine Sportrechte, kein Geld mehr für Kultursendungen, nix Olympia, weniger Radiosender, keine Musigwelle für ältere Semester, kein DunnstigJass, solche Dinge kosten Geld, was denken sie warum 3+ gerade mal 2 Sendungen produziert, Der Bachalor und Bauer, Ledig, sucht, für mehr reicht das Geld nicht, trotz 20 min Werbung pro Stunde.
    • Normi 05.03.2018 06:31
      Highlight Highlight auf alles was Du aufzählst kann man getrost verzichten
    • Beggride 05.03.2018 07:18
      Highlight Highlight @normi
      Wer ist "man"? Ich nicht... Und viele andere wahrscheinlich auch nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RETO1 04.03.2018 17:28
    Highlight Highlight Keine Unterbrecherwerbung mehr, ein Riesenvortschritt
    Und wem haben wir das zu verdanken: eindeutig den Initianten von NoBillag, danke
    • RaWi - Wir sind mehr - NEIN zur SBI 05.03.2018 08:06
      Highlight Highlight Nein. Die NoBillag wollte die Gebühren ganz abschaffen und NUR auf Werbung setzen.
  • ....ich weiss nicht aber: 04.03.2018 17:22
    Highlight Highlight ..abwarten! Kommt Zeit, kommt Rat.
  • Kimelik 04.03.2018 17:08
    Highlight Highlight Die Abstimmung wurde, so denke ich, mit genau diesen und weiteren Ankündigungen gewonnen. Daher ist es nur richtig dies jetzt auch umzusetzen. Würde sich die SRG nicht bewegen oder noch weiter aufblasen, würde ich wahrscheinlich bei einer nächsten Abstimmung Ja sagen.
    Von daher sicher sinnvoll, die Angebote zu überprüfen und wo nötig abzuspecken bzw der Wirtschaft zu übrlassen.
  • hävi der spinat 04.03.2018 17:00
    Highlight Highlight Sparmassnahmen von 100Mio?

    Wollen die mich ver...

    Das ist ja ein Witz!
    🤦🏽‍♂️
    • FrancoL 04.03.2018 19:46
      Highlight Highlight Nein da geht es nicht um verarschen, das besorgst Du ja täglich gleich selbst, sondern um einen ersten Schritt in die richtige Richtung.
    • TheMan 04.03.2018 20:20
      Highlight Highlight hävi der spinat ich denke es wird nicht mal etwas umgesetzt. In ein Paar Monaten weiss niemand mehr von der Initiative. Dan kann die SRG so weiter machen wie bisher. Und in ein paar Jahre, wen wieder eine solche Initiative gestartet wird. Von der SP, werden alle der SVP die Schuld in den Ar.... schieben. Inkl die Kommentare hier drin.
    • FrancoL 04.03.2018 20:36
      Highlight Highlight @TheMan, man sollte seine ungenügenden Hirnzellen den anderen nicht andichten. Der Sprung von 450 auf 365 ist nicht ohne, aber klar auf Null müsste er für die die kaum ein Auge für Medien haben.
  • piranha 04.03.2018 16:33
    Highlight Highlight Dann bedanke ich mich jetzt mal bei den Initianten, die zwar ihre Abstimmung gründlich vergeigt haben, jedoch schlussendlich genau das erreicht haben, was ich persönlich von Anfang an wollte: Eine "günstigere" SRG.
    • RaWi - Wir sind mehr - NEIN zur SBI 05.03.2018 08:11
      Highlight Highlight Die "günstigere" SRG haben wir dem RTVG von 2015 zu verdanken und nicht dieser Medien-Zerstörungsinitiative. Auch wenn die Initianten und die Sünneli-Partei sich dies nun als "Erfolg" anstecken wollen...
  • Cake9x 04.03.2018 16:06
    Highlight Highlight "Künftig sollen 50 Prozent der Gebühreneinnahmen in die Information fliessen. Im Jahr 2016 waren es noch 39 Prozent. Zudem werde die SRG das Engagement bei der einheimischen Kulturproduktion, insbesondere beim Film und den Serien, noch weiter fördern, so Marchand."

    Es wird weniger eingenommen als im Jahr 2016, natürlich werden dann 11% mehr für Informationen ausgegeben.. letzten Endes wird weniger in die Informationen gebuttert als bislang, wenn man es in effektiven Zahlen anschauen und nicht in prozentualen..
    • LeChef 04.03.2018 16:26
      Highlight Highlight Auch wenn das Budget kleiner wird, sind 50% davon immer noch mehr als 39% davon ;)

      Nur weil die Ausgaben schrumpfen ändern sich die prozentualen Anteile nicht wie von Zauberhand.
    • Fulehung1950 04.03.2018 17:05
      Highlight Highlight Aber wenn es nur 39 % von weniger wäre, wäre es immer noch 39 %, oder? Jetzt sind es 50 % von angeblich weniger, was aber in Fränkli mehr sein könnte. Tscheggsch es?
  • sigma2 04.03.2018 16:05
    Highlight Highlight Na also, da können sich die Biilag-Freunde mal bei uns Gegnern bedanken. Wenn das so kommt, dann ist das erfreulich.

    Und freiwillig, also ohne die Abstimmung und die vorangehende Diskussion, würde es diese Änderungen nicht geben.

    • p4trick 04.03.2018 16:32
      Highlight Highlight Doch denn die Gebühr wurde bereits vorher per 2019 auf 365 beschränkt. Das sind 20% weniger Einnahmen pro Kopf und wahrscheinlich genau die 100Mio weniger insgesamt da neu ja jeder Haushalt zahlen muss inkl. Firmen etc.
      Und Billag Freunde gibt es nicht nur Freunde des gutem Journalismus
    • Tom Foolish 04.03.2018 16:39
      Highlight Highlight Trotzdem habt ihr heute verloren. Und zwar deutlich, seht es einfach ein, anstatt alles zu beschönigen. Gewnonnen hat die SRG und die restliche Schweizer Meidenlandschaft. Die werden auch als Siegerinnen aus den Veränderungen hervorgehen. Nicht die Initianten und Befürworter.
    • greifamsee 04.03.2018 16:42
      Highlight Highlight Weise, wie du das vorhergesehen hast .. Bist einfach ein Dummschwäzer .. leider haben wir viel zu viele solcher ..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter Wolf 04.03.2018 16:03
    Highlight Highlight In einer Demokaratie, so habe ich einmal gelernt, entscheidet die Mehrheit. Und die Minderheit hat sich mit dem Entscheid der Mehrheit abzufinden. Aber was passiert jetzt, nachdem die Stimmenden die No-Billag-Initiative glücklicherweise mit einer überdeutlichen Klatsche versenkt haben? Die Verlierer stellen weinerlich-frech neue Forderungen. Und die SRG, deren Daseinsberechtigung in einem Plebiszit bestätigt worden ist, weiss nichts besseres als in vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Politik Sparmassnahmen und einen Stellenabbau bekannt zu geben. Eine erbärmliche Reaktion der SRG-Spitze!
    • Starforrze 04.03.2018 16:30
      Highlight Highlight Ja, aber die Demokratie ist auch nicht eine Diktatur der Mehrheit...
    • mountaineer 04.03.2018 17:12
      Highlight Highlight @Peter: Es wurde heute einzig entschieden, dass die Gebühren nicht abgeschafft werden und dass es dem Bund nicht verboten wird, Radio- oder TV-Angebote zu finanzieren.
      Es wurden weder eine Verkleinerung der SRG, noch tiefere Gebühren, noch ein anderer Finanzierungsmodus, beispielsweise aus dem allgemeinen Bundeshaushalt, abgelehnt.
      Somit ist es auch legitim, diese Fragen weiterhin zu diskutieren.
    • f303 04.03.2018 17:36
      Highlight Highlight @starforzze: Doch, doch. Per Definition genau das. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Redly 04.03.2018 16:01
    Highlight Highlight Die Massnahmen überraschen positiv.
  • tromboner 04.03.2018 15:58
    Highlight Highlight Eine Werbeunterbrechung pro Spielfilm habe ich zwar noch geschätzt. Zeit um aufs WC zu gehen und Popcorn zu machen 😁 jetzt muss ich für jeden Film den Recorder verwenden für die Pipi-Pause 😏
  • rodolofo 04.03.2018 15:57
    Highlight Highlight Super! Als überwältigende Sieger erst noch die Grösse haben, sich ohne Wutbürger-Zwang weiter zu entwickeln!
    Alle Achtung!
    • ströfzgi 05.03.2018 00:28
      Highlight Highlight Sich weiter zu entwickeln sollte eigentlich zu erwarten sein bei 1.2 Mrd.
  • ostpol76 04.03.2018 15:54
    Highlight Highlight 100 Millionen... Da fällt mir nur ein Wort ein: herzig
    • Gipfeli 04.03.2018 17:15
      Highlight Highlight Guten Abend, die höchsten Kosten entstehen beim Personal. Sobald Sie die 100 Mio also in Arbeitsstellen umrechnen, ist's nicht mehr so "herzig".

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