Schweiz
Blaulicht

Street Parade: Im verdächtigen Rucksack waren Rohrbomben-Attrappen

Alarm an der Street Parade: Im verdächtigen Rucksack waren Rohrbomben-Attrappen

12.08.2019, 06:1912.08.2019, 06:19

Bombenalarm an der Street Parade: Am Samstag hatte ein verdächtiger Rucksack einen Polizeieinsatz ausgelöst. Nach 20 Uhr wurde der Stadtpolizei Zürich ein verdächtiger Gegenstand im Bereich des Utoquai gemeldet. Aus Sicherheitsgründen wurde das Gebiet grossräumig abgesperrt und die Besucherströme umgeleitet.

Rucksack Street Parade
Der verdächtige Rucksack.Bild: Kapo ZH

Nun zeigt sich, weshalb die Behörden so reagierten: Im Rucksack befanden sich Attrappen von Rohrbomben, wie die Kapo Zürich mitteilt. Sie hätten «sehr echt» gewirkt.

Die Ermittlungen der Kantonspolizei Zürich führten zu einem 31-jährigen deutschen Staatsbürger, der im Kanton Aargau wohnt. Beim ihm handelt es sich mutmasslich um den Besitzer des Rucksacks. Er wurde am Sonntagabend an seinem Wohnort verhaftet.

Wieso er den Rucksack an der Street Parade deponierte, ist noch unklar. Gemäss Kantonspolizei sei aber kein ideologischer Hintergrund für die Tat erkennbar.

Am Sonntag hatte die Behörden im Zusammenhang mit dem Rucksack einen 35-jährigen Schweizer festgenommen. Er wurde unterdessen ohne weiteren Verdacht aus der Haft entlassen. (mlu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das war die 28. Streetparade
1 / 30
Das war die 28. Streetparade
Laut, bunt und ausgelassen: Am Samstag feierten Technofans in Zürich die 28. Street Parade.
quelle: keystone / patrick huerlimann
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Street Parade: Was wäre noch schweizerischer?
Video: watson
Interview mit neuem Uni Zürich-Rektor
«Ja, die Uni hat Fehler gemacht und der nächste Patzer wird folgen»
Mit zwei Problemen haderte die Universität Zürich in den vergangenen Monaten: Dem Fall Mörgeli und dem umstrittenen UBS-Sponsoring. Der neue Rektor Michael Hengartner nimmt Stellung.
Der neue Rektor der Universität Zürich, Michael Hengartner, räumt in den Fällen Mörgeli und UBS-Sponsoring Fehler ein. Einen Vertrag wie jenen mit der UBS werde die Uni künftig sofort veröffentlichen, sagte Hengartner in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Und die Entlassung der Titularprofessorin Iris Ritzmann «sei nicht gut gelaufen». Bei einer Universität dieser Grösse werde es aber immer Fehler geben, sagte er. «Ich garantiere Ihnen: Der nächste Patzer wird kommen.» Wichtig sei aber, dass Politik und Öffentlichkeit wüssten, dass die Uni Fehler aufgreife und alles tue, damit sie kein zweites Mal passierten. Die Uni wolle sich verbessern. Die Politik werde nicht mehr lange Geduld haben. Durch die Geheimhaltung des Sponsoring-Vertrages mit der UBS habe sich die Uni einen Bärendienst erwiesen, sagte der 47-Jährige weiter. Es sei klar, dass man solche Verträge künftig sofort veröffentlichen werde. «Sollte ein Geldgeber von uns verlangen, dass der Vertrag nicht öffentlich gemacht wird, werden wir das Geld nicht annehmen.»
Zur Story