Schweiz
Blaulicht

Brand in Restaurant im Untertor des Städtchens Willisau LU

Schon wieder: Im Untertor des historischen Städtchens Willisau hat's gebrannt

15.01.2016, 03:0915.01.2016, 06:25

In Willisau LU, bekannt für harte Ringli, Weihnachtsmarkt, Jazz-Festival und Schnaps, ist in der Nacht auf Freitag im historischen Städtchen ein Feuer ausgebrochen: Der Brand im Restaurant Untertor ist mittlerweile unter Kontrolle.

Bekannt für seinen «Christkindli-Märt»: Städtchen Willisau im Kanton Luzern – im Hintergrund das Untertor.
Bekannt für seinen «Christkindli-Märt»: Städtchen Willisau im Kanton Luzern – im Hintergrund das Untertor.
Bild: KEYSTONE

Die Feuerwehr fand das Erdgeschoss mit Restaurant beim Eintreffen im Vollbrand vor, wie Guido Häfliger, Vizekommandant der Feuerwehr Willisau-Gettnau, der Nachrichtenagentur SDA sagte. Aus den oberen Geschossen sei Rauch ausgetreten. 

Die Feuerwehr, die mit einem Grossaufgebot ausrückte, brachte drei Personen in Sicherheit. Zum Zustand der geretteten Personen konnte der Vizekommandant keine Angaben machen; zur Brandursache ist noch nichts bekannt. Die Löscharbeiten liefen in der Nacht noch. Die Feuerwehr Willisau-Gettnau erhielt Unterstützung von Feuerwehrleuten aus mehreren umliegenden Gemeinden.

Dritter Brand

Willisau erhielt anno 1330 das Recht zur Abhaltung von Jahr- und Wochenmärkten. Das Städtchen ward in der Folge wiederholt von Feuersbrünsten heimgesucht: Das Untertor wurde beim grossen Stadtbrand von 1471 vernichtet, 1543 aber wieder aufgebaut. 1704 brannte es erneut und das Tor musste 1768 renoviert und 1805 neu gedeckt werden.  

Doch damit nicht genug: Wegen Baufälligkeit brach man den Turm 1854 ab – fortan klaffte ein Lücke beim Eingang ins Städtchen. Das blieb so, bis es 1980 mit Hilfe einer Stiftung neu errichtet wurde. (kad/sda)

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Den Redaktor dieser Zeilen erreichte die Nachricht vom nächtlichen Feuer in seinem Geburtsstädtchen mitten am Tag am anderen Ende der Welt. In besagtem Restaurant schrubbte er vor seiner Tätigkeit an der Tastatur Teller und Tassen als Ferienjob. Das prägt.
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