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Eismeister Zaugg: Marc Weber wird den SC Bern verlassen

Marc Weber SC Bern
Marc Weber wird den SC Bern verlassen.Bild: scbern.ch
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Es rumpelt wieder beim SCB – Kultfigur Marc Weber gefeuert

Er war intern als «Zeuge Lüthis» unantastbar. Nun ist Marc Weber (52), Meisterschütze von 2004 und 19 Jahre lang getreuer SCB-Nachwuchsmanager, gefeuert worden.
02.02.2026, 16:4002.02.2026, 16:40

Marc Lüthi hat per 30. April seinen Rücktritt von allen Funktionen, Ämtern und sonstigen Verbindungen zum SCB offiziell verkündet. Wie er glaubhaft betont, nimmt er keinen Einfluss mehr auf Entscheidungen, welche die Zukunft betreffen. Also hat er beim SCB auch nichts mehr mit Entlassungen und Anstellungen zu tun.

Das bedeutet: Die Karten werden im «Bundesamt für Hockey» neu gemischt. 22 Jobs gibt es allein rund um den Sport in den SCB-Büros, Ober- und Untersportchef inklusive. Nun geraten die «Zeugen Lüthis» unter Druck. Also jene, deren Job aufgrund der Nähe zu Geschäftsführer Marc Lüthi bisher als absolut krisenfest galt.

Der Schuetze des Siegestors Marc Weber, oben Mitte, jubelt mit seinen Teammates Yves Sarault, Rolf Ziegler und Vjeran Ivankovic, unten von links, am Schluss des entscheidenden NLA Eishockey Playoff Fi ...
Weber (Trikotnummer 44) schoss den SCB im Jahr 2004 zum Meistertitel.Bild: KEYSTONE

Einer der treuesten «Zeugen Lüthis» ist Marc Weber. Er hat sich am 10. April 2004 im 5. Finalspiel in Lugano ewigen SCB-Ruhm erworben: Erst erwischte er Ronnie Rüeger von hinter der verlängerten Torlinie aus zum 2:2 und in der Verlängerung erzielte er mit dem wahrscheinlich besten Schuss seiner Karriere – immerhin 641 Spiele (215 Tore, 265 Assists für Biel, Rappi und den SCB) – das meisterbringende 4:3. Das hat ihm nach dem Ende seiner Spielerkarriere einen Job in der SCB-Nachwuchsorganisation eingebracht, die er 18 Jahre lang umsichtig gemanagt hat. Bis im letzten Herbst eine Rückstufung der Funktion erfolgte. Aber eine Entlassung war völlig undenkbar.

Und nun ist er doch gefeuert worden. Obersportchef Martin Plüss, für diese Personalie verantwortlich, verwahrt sich gegen den Ausdruck «gefeuert». «Wir haben ordentlich gekündigt und er wird bis zum Ende der Kündigungsfrist weiterhin für uns arbeiten.» Die Kündigungsfrist beträgt sechs Monate. Der Wohlwollende sagt: Marc Weber wird mit Feuereifer die sechs Monate wirbeln. Seine Entlassung ist keine Sparmassnahme. Auf nächste Saison kommt Daniel Steiner, aktuell noch Trainer beim EHC Thun, zum SCB-Nachwuchs.

Nun denn: Inzwischen ist Marc Lüthi nicht mehr Schirmherr der «Zeugen Lüthis». Das Unternehmen befindet sich in der tiefgreifendsten Umbruchphase seit dem Amtsantritt von Marc Lüthi im Jahre 1998. Bis allen klar ist, wessen Zeuge sich die besten Karrierechancen eröffnet, ist in den SCB-Büros die Kunst der Intrige, der Diplomatie, der Heuchelei, der Hochstapelei und der Schlauheit nicht ganz, aber beinahe so wichtig wie Kompetenz, Fleiss und Verlässlichkeit.

Marc Luethi, CEO SCB, gibt seinen Ruecktritt waehrend einer Medienkonferenz des SC Bern bekannt, am Montag, 19. Januar 2026 in der PostFinance Arena in Bern. Der Unternehmer Juerg Fuhrer wird sein Nac ...
Marc Lüthi gab seinen Rücktritt vor zwei Wochen bekannt.Bild: keystone

Der Chronist empfiehlt, den Kompass nicht nach Marc Lüthis Nachfolger Jürg Fuhrer, sondern nach Präsident Carlo Bommes zu richten. Die «Zeugen Bommes» dürften in den SCB-Büros die besseren Karriere-Chancen haben als die Zeugen Fuhrers.

Für Marc Weber ist es der zweite «Restausschluss»: Im Herbst 1994 löste Biel den Spielervertrag mit ihm vorzeitig auf, weil er angeblich gesagt haben soll, für Biel wäre angesichts der angespannten finanziellen Lage ein freiwilliger Abstieg in die damalige NLB zu empfehlen. Womit er damals durchaus recht hatte.

Also wechselte er halt während der Saison zu den Lakers, die damals noch SC Rapperswil-Jona hiessen und die Episode hat seiner Karriere nicht geschadet. Und nun dürfte auch die ordentliche SCB-Kündigung seinem beruflichen Fortkommen kaum schaden: Wer so viel Erfahrung in diesem Geschäft hat und zum innersten SCB-Zirkel um Marc Lüthi gehörte, wird einen guten neuen Job finden.

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    Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.

  • 6-7

    Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.

  • 5-6

    Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.

  • 4-5

    Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.

  • 3-4

    Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.

  • Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pat the Rat (das Original)
02.02.2026 18:57registriert Februar 2017
Bei allem Respekt, Herr Zaugg. Aber diese Entlassung reicht nicht einmal für ein Stürmli im Wasserglas.
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Oliver01
02.02.2026 17:08registriert Februar 2023
Das ´Ausmisten’ hat begonnen und das ist gut so. Altlasten gehören weg, frischer Wind ist gefragt. Das ist in jeder Organisation so, die so geführt wird (wurde) wie der SCB.
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Jüre51
02.02.2026 18:34registriert März 2014
Endlich beginnt das Ausmisten auf Posten, welche seit Jahren falsch oder aus Rücksicht der Vergangenheit besetzt waren. Weiter mit dem House Cleaning!
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