Schweiz
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Sprinklers water a field in Air-la-Ville, near Geneva, Switzerland, Tuesday, April 24, 2007. After weeks of extremly high temperatures for the time of the year, combined with drought, many Swiss farmers have to water their fields. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Gibt es dieses Jahr eher Wasser- als Feuerfontänen am 1. August? Die Wahrscheinlichkeit steigt mit jedem Hitzetag.  Bild: KEYSTONE

Vermiest uns die Hitze den 1. August? Die besten Chancen auf Feuerwerk bleiben den Genfern und Ostschweizern. Für die Innerschweizer sieht es schlecht aus. 

Die Hitzewelle hat die Schweiz im Griff. Mit jedem Tag wird die Waldbrandgefahr in allen Kantonen prekärer. Für Pyromaniacs könnte der 1. August ein trauriger Tag werden. Wenn es so weiter geht, darf kein Feuerwerk gezündet werden. 



Die Schweiz flimmert vor Hitze. Die Böden starren vor Trockenheit, die Bauern fürchten um ihre Ernte und die Waldbrandgefahr steigt prekär. 

Bereits 13 Kantone haben ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe erlassen. In Luzern, Zug, Schwyz, Freiburg und im Tessin gilt sogar ein absolutes Feuerverbot im Freien. 

In diesen Kantonen sieht es für Feuerwerke am Nationalfeiertag besonders schlecht aus. «An eine Aufhebung des absoluten Feuerverbots ist im Moment nicht zu denken», sagt Silvio Covi, Fachleiter Schutzwald in Luzern. «Doch es bleiben ja noch zwei Wochen. Sollte es bis zum 1. August zu ergiebigen und langanhaltenden Niederschlägen kommen, könnte eine Aufhebung des Verbotes in Betracht gezogen werden», sagt er.

Eine Nachfrage bei Meteo Schweiz macht wenig Hoffnung: «Am Wochenende könnte es zu leichten Gewittern kommen, länger andauernder, flächendeckender Regen ist aber nicht in Sicht», sagt Bernd Konantz. «Und schon ab nächster Woche erwartet uns die nächste Hitzewelle.»

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Waldbrandgefahr in der Schweiz, Stand 17.7.2015. Legende: schwarz = absolutes Feuerverbot, grau = Feuerverbot im Wald, gelb = mässige Gefahr, orange = erhebliche Gefahr, rot = grosse Gefahr, dunkelrot = sehr grosse Gefahr.  bild: waldbrandgefahr.ch

Und kurze Gewitter reichen eben nicht. «Bei derart trockenen Böden fliesst das Wasser bei Gewittern oberflächig ab und es kommt eher zu Naturereignissen wie Überschwemmungen als zu nachhaltig feuchteren Böden», sagt Covi und fügt an: «Zur Not feiern wir dann halt am 10. August.» 

Auch die beiden Basel sind in Alarmbereitschaft: «Der kantonale Krisenstab beurteilt die Lage wöchentlich neu», sagt Holger Stockhaus vom Amt für Wald. «Sollte es nicht grosszügig regnen, wird die Lage prekär. Die ersten zwei Juliwochen waren so heiss wie noch nie.» Für Feuerwerke könnte es auch hier eng werden. 

Die Zürcher sehen die Situation im Moment noch entspannter. «Obwohl die Böden auch hier sehr trocken sind, erfordert die Situation noch kein Feuerverbot», sagt Markus Pfanner von der kantonalen Baudirektion. Der Grund dafür sei, dass es in der Region Zürich, Schaffhausen und Thurgau vor der ersten Hitzewelle noch etwas länger geregnet habe. Die Chancen der Ostschweizer auf Raketen-Spass sind also intakt. 

Dennoch möchte Pfanner anfügen: «Sollte es nicht bald flächendeckend richtig regnen, ist auch hier ein Feuerverbot und damit ein Feuerwerks-Verbot durchaus denkbar.» Das letzte Mal waren Feuerwerke am 1. August im Rekordsommer 2003 verboten. 

Im Notfall feiert die ganze Schweiz halt in Genf die Eidgenossenschaft: Hier ist, obwohl die Stadt die Bürger auch auf Vorsicht beim Feuermachen hinweist, nur Waldbrandgefahrstufe «mässig» ausgerufen. Der Genfersee wird also wahrscheinlich am ehesten farbiges Feuer reflektieren. (rar)

Wo ist die Hitze am schönsten? In Paris, Amsterdam, London ...

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