Schweiz
Blaulicht

Angela Magdicis Vater Kurt Bill ist überglücklich: «Sie lebt!»

Kurt Bill: «Ich könnte die halbe Welt umarmen, nein die ganze.»
Kurt Bill: «Ich könnte die halbe Welt umarmen, nein die ganze.»
bild: telem1

Endlich die erlösende Nachricht: Angela Magdicis Vater Kurt Bill ist überglücklich: «Sie lebt!»

Die Videonachricht von Gefängniswärterin Angela Magdici und dem verurteilten Vergewaltiger Hassan Kiko ist verstörend. Magdicis Vater Kurt Bill freut sich über das Lebenszeichen seiner Tochter. Über ihren Liebhaber spricht er lieber nicht.
22.03.2016, 04:3722.03.2016, 06:39

Kurt Bill sitzt in seiner Wohnung, auf dem Tablet laufen die Videobotschaften von seiner Tochter Angela Magdici und deren Freund Hassan Kiko. Diese wurden am Montag von «20Minuten» veröffentlicht.

Seit eineinhalb Monaten sind die beiden auf der Flucht, nachdem die Gefängniswärterin Angela Magdici dem Vergewaltiger Hassan Kiko die Türen des Gefängnis Limmattal aufgesperrt hat.

Gegenüber TeleM1 sagt Kurt Bill: «Sie lebt!» Ihm sei ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, als er die Nachricht seiner Tochter gesehen habe. «Ich könnte die halbe Welt umarmen, nein die ganze», sagt er glücklich.

Angela Magdicis Vater freut sich über das Lebenszeichen seiner Tochter.Video: kaltura.com

Beim Thema Hassan Kiko schluckt der Vater leer. Nein, er kenne ihn nicht, wolle nichts über ihn sagen. Es wirkt, als wolle Bill vor allem nichts Falsches sagen.

Ob seine Tochter aus der Sache heil herauskommt? Kurt Bill macht sich Mut: «Es kommt gut», sagt er leise.

Aufseherin Angela Magdici in ihrer Videobotschaft.
Aufseherin Angela Magdici in ihrer Videobotschaft.
screenshot: 20min

Bei der Zürcher Kantonspolizei hat man erst seit Kurzem Kenntnis vom Video. «Wir haben die Aufnahmen von ‹20 Minuten› erhalten», sagte Kapo-Sprecher Beat Jost auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Man werde das Material nun auswerten und schauen, ob man Rückschlüsse daraus ziehen könne, wo das Video gedreht wurde.

Hassan Kiko während seiner Schimpftirade per Video.
Hassan Kiko während seiner Schimpftirade per Video.
screenshot: 20min
Jetzt auf

Von polizeilicher Seite gebe es keine neuen Informationen. «Wir sind immer noch am Ermitteln», sagt Jost. Details könnten keine bekanntgegeben werden, da sonst die Ermittlungen gefährdet würden.

Kurz nach der Flucht hatte die Kantonspolizei mitgeteilt, dass sich die beiden Flüchtigen mit einem schwarzen Personenwagen BMW X1 nach Italien begeben haben könnten. Das Paar wurde auch international zur Fahndung ausgeschrieben. (jk/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Bilaterale III: 59 Prozent Ja könnten nötig sein – die Sonntagsnews
Eine Hochrechnung der benötigten Ja-Stimmen zur Annahme des EU-Pakets, Swiss Steel plant einen Stellenabbau in Deutschland sowie eine Bilanzsanierung und der NDB-Direktor warnt vor chinesischen Tech-Firmen: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Eine unveröffentlichte Analyse im Auftrag von Economiesuisse hat gemäss «SonntagsBlick» die Hürde für die Annahme der «Bilateralen III» bei einem obligatorischen Referendum beziffert. Demnach wären 59 Prozent Ja-Stimmen nötig, um neben dem Volksmehr auch das Ständemehr zu erreichen. Beim Wert handelt es sich um eine statistische Hochrechnung und nicht um eine Prognose, wie die Zeitung schrieb. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse habe das Institut Sotomo mit der Untersuchung beauftragt, um die Ausgangslage zu kennen. Sotomo wertete laut «SonntagsBlick» dafür die wichtigsten Schweizer Europaabstimmungen seit dem EWR-Nein im Jahr 1992 aus.
Zur Story