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Donald Trump spricht über Krieg im Iran und telefoniert mit Vladimir Putin

epa12782096 US President Donald Trump speaks to the members of the media on the South Lawn of the White House before boarding Marine One helicopter en route Corpus Christi, Texas and Palm Beach, Flori ...
Hält die Welt in Atem: Donald Trump.Bild: keystone

Trump erklärt Iran-Krieg für so gut wie beendet – und telefoniert mit Putin

US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben über die Kriege im Iran und der Ukraine gesprochen. Zudem glaubt Trump, dass der Krieg im Iran bald beendet sei.
09.03.2026, 20:5710.03.2026, 03:26

Putin habe Überlegungen für eine baldige politisch-diplomatische Lösung für den Iran-Krieg geäussert unter Berücksichtigung der Kontakte zu den Führungen der Golfstaaten, dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian und weiterer Staaten, hiess es von russischer Seite. Trump sagte wenig später über das Telefonat, Putin wolle im Krieg mit dem Iran hilfreich sein. «Ich sagte, du könntest noch hilfreicher sein, wenn du die Ukraine in Ordnung bringst.»

Zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Putin herrsche enormer Hass, sagte Trump. Doch es sei ein sehr gutes Gespräch mit Putin gewesen.

Nach Kremlangaben bewertete Russland die Vermittlungsbemühungen von Trump und seinem Team in dem Telefonat positiv und gab eine Beurteilung der derzeitigen Lage an der Front ab. Russland rücke dort «äusserst erfolgreich» vor, sagte Uschakow. Laut Beobachtern arbeitet sich die russische Armee in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg jedoch nur langsam vor und dies unter hohen Verlusten.

Die USA sassen zuletzt als Vermittler bei direkten Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien Russland und der Ukraine mit am Tisch. Der Iran-Krieg verzögert derzeit eine neue Gesprächsrunde.

In dem Telefonat sei es vor dem Hintergrund der Lage auf dem Ölmarkt auch um Venezuela gegangen, sagte Uschakow. Anfang des Jahres haben die USA Venezuela angegriffen und den autoritären Machthaber Maduro gefangengenommen. Seit dem Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Weissen Haus haben er und Putin immer wieder miteinander telefoniert.

Trump glaubt, Iran-Krieg stehe vor dem Ende

Zuvor hatte Donald Trump dem US-TV-Sender CBS ein Interview gegeben und dabei durchblicken lassen:

«Ich glaube, der Krieg ist so gut wie vorbei»

Die iranischen Streitkräfte hätten keine Marine mehr, keine Kommunikationssysteme, keine Luftwaffe, so Trump. «Wenn man es genau bedenkt, haben sie gar nichts mehr,» sagte der US-Präsident.

Trumps Äusserungen haben den Ölpreis überraschend abrutschen lassen. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel auf 89,20 US-Dollar pro Fass (159 Liter) – gut 30 Dollar weniger als noch in der Nacht zu Montag.

Furcht vor Ölknappheit hatte den Preis für die Referenzsorte des Grossteils der weltweit gehandelten Ölsorten noch in der Nacht zu Montag auf mehr als 120 Dollar nach oben getrieben, den höchsten Stand seit dem Sommer 2022.

Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus ist durch den Krieg faktisch zum Erliegen gekommen. Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. An den deutschen Tankstellen stiegen die Spritpreise zeitweise auf mehr als zwei Euro je Liter.

Mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Strasse von Hormus sagte Trump, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu «übernehmen». Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.

Ende Februar hatten Israel und die USA den Iran angegriffen. Nach dem Beginn der US-Offensive hatte Trump noch gesagt, dass er von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen ausgehe. Ende vergangener Woche nannte Regierungssprecherin Karoline Leavitt dann einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. Experten und Kritiker der US-Regierung befürchten, dass der Konflikt weit länger andauern könnte.

(her/sda/dpa/con)

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Der Iran-Krieg zieht immer weitere Kreise. Israel etwa greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an.

quelle: keystone / mohammed zaatari
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RaWi - Wir sind mehr
09.03.2026 21:08registriert Februar 2014
Kollosale Fehleinschätzung.
Der Iran hat vermutlich noch mehr Raketen, als die betroffenen Staaten ringsum Patriot-Systeme.
Zudem wird dieser Krieg eine weitere Generation an islamisch geprägten Terroristen nach sich ziehen.
Die Regierung im Iran wird zudem eher noch radikaler gegen die eigene Bevölkerung vorgehen.

Danke einmal mehr für gar nichts.
Was für eine Katastrophe!
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pontian
09.03.2026 21:13registriert Januar 2016
Soeben auf Twitter gelesen:

Trumps Vorgänger brauchten in Afghanistan 20 Jahre, um die Taliban mit den Taliban zu ersetzen. Trump brauchte nur eine Woche, um Ayatollah Khamenei mit Ayatollah Khamenei zu ersetzen.
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Andi7
09.03.2026 21:03registriert November 2019
Kaum zu glauben – und doch geschieht es immer wieder: Er überrascht aufs Neue. Und jedes Mal wird es noch ein wenig absurder.
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