Schweiz
Coop

Julia Steiner: Hausverbot im Coop wegen nicht gescanntem Gipfel

Video: ch media/Tele M1

Komikerin scannt Gipfeli nicht – das kommt sie teuer zu stehen

Sie hat für 175 Franken eingekauft, aber ein Gipfeli nicht gescannt. Das kommt Komikerin Julia Steiner teuer zu stehen. Ein Blick zurück zeigt: Sie ist mit ihrem Schicksal nicht alleine.
28.01.2026, 15:1428.01.2026, 15:14

«Glaubt ihr wirklich, dass ich – wenn ich den Coop hätte ausrauben wollen – 175 Franken ausgebe, um dann ein Gipfeli zu klauen?»

Diese Frage stellt Julia Steiner auf Instagram ihren Followerinnen und Followern. Hintergrund: Die Comedienne hat im Coop eingekauft – für rund 175 Franken –, hat aber vergessen, bei der Self-Checkout-Kasse ein Gipfeli zu scannen.

Julia Steiner nervt sich über das Vorgehen von Coop.
Julia Steiner nervt sich über das Vorgehen von Coop.Bild: Screenshot / Instagram

Das sei einer Person des Sicherheitsdienstes aufgefallen. Diese habe Steiner dann am Ausgang abgepasst und sie gefragt, ob sie nichts sagen wolle. «Ich dachte, ich hätte vergessen, ‹Adieu› zu sagen», sagt Steiner mit einer gewissen Ironie.

Video hat fast 1 Million Aufrufe

Sie sei dann in ein Hinterzimmer gebeten worden, wo ihr erklärt wurde, dass sie das Gipfeli nicht gescannt habe. Steiner dachte, dass dies ein schlechter Witz sei, doch die Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes war nicht zum Spassen aufgelegt. Das sei das übliche Vorgehen, erklärte sie noch. Das Verdikt ist happig: 150 Franken Busse und obendrein noch zwei Jahre Hausverbot in dieser Coop-Filiale.

Julia Steiner ist sonst als Komikerin unterwegs und wurde von «Late-Night-Switzerland-Host» Stefan Büsser auch schon als «grösstes Talent seit Hazel Brugger» bezeichnet. In dieser Sendung ist sie auch schon aufgetreten.

Bild
Bild: Andrea Zahler

Das Video hatte am Mittwoch bereits über 950'000 Aufrufe auf Instagram. Gegenüber diesem Sender sagt Rechtsanwalt André Kuhn: «Alles, was man aus einem Laden ohne zu zahlen mitnimmt, kann einen Diebstahl darstellen.» Es stelle sich die Frage, ob man dies unabsichtlich gemacht oder ob man unsorgfältig gehandelt habe, erklärt Kuhn weiter. Welchen Wert das Produkt habe, spielt offenbar keine Rolle. Bei Diebstählen bis zu 300 Franken kann ein Geschäft zudem selbst entscheiden, ob es eine Anzeige erstattet oder ob es eine Umtriebsentschädigung verlangt.

Einen Gipfeli-Fall kennt auch Baden

Ähnlich wie Steiner erging es im vergangenen Jahr einer Frau, die in der Aldi-Filiale in Baden vergessen hatte, ein Pistazien-Croissant zu scannen. Sie wurde von einem Detektiv aufgehalten und kassierte später einen Strafbefehl in der Höhe von 600 Franken. Das Croissant hatte nur 85 Rappen gekostet. Schliesslich gab es aber doch noch ein Happy-End. Vor rund zwei Wochen wurde überdies bekannt, dass die Aldi-Filiale in Baden ihre Pforten nach rund fünf Jahren schliesst.

Und trotz des Malheurs und der zwischenzeitlichen Rage, in die sich Julia Steiner zwischenzeitlich redete, kaufe sie auch weiterhin bei Coop ein. (cri) (aargauerzeitung.ch)

Video: ch media/Tele M1

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157 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Spi
28.01.2026 15:38registriert März 2015
Also das Happy End, weil die Aldi-Filiale Baden 5 Jahre nach der Anzeige eines Ladendiebstahls schliesst, finde ich jetzt grad etwas starker Tobak. Was soll da das Happy End sein? Dass mehrere Angestellte keinen Job mehr haben?
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Spi
28.01.2026 15:34registriert März 2015
Ob ein unbewusstes Gipfeli oder das bewusste Rindsfilet nicht bezahlt wurde, ist objektiv betrachtet halt eben beides Ladendiebstahl. Wo zieht man die Grenze? Wo wehrt man den Anfängen? Eine schwierige Frage. Ich verstehe Null-Toleranz und dann kommt eben auch ein Gipfeli teuer. Wer das Self-Scaning nicht beherrscht, darf an der Kasse anstehen.
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El_Chorche
28.01.2026 15:25registriert März 2021
Darum an die echte Kasse.

Da geht nix vergessen und man erhält einen Arbeitsplatz
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