Schweiz
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SVP-Nationalrat Burgherr: Gutverdienende sollen einen Corona-Fonds speisen

Immer mehr Vorschläge und Forderungen kommen auf den Tisch, wie in der Corona-Krise der Wirtschaft geholfen werden muss. Angekündigt hat der Bundesrat ein Hilfspaket im Umfang von 10 Milliarden Franken. SVP-Nationalrat Thomas Burgherr will, dass Leute mit Monatslohn über 10'000 Franken drei Prozent spenden.

Philippe Pfister / ch media



Bild

SVP-Nationalrat Thomas Burgherr im Home-Office. bild: zvg

Wie dringend Kleinunternehmen schnelle und unkomplizierte Hilfe brauchen, erlebt SVP-Nationalrat Thomas Burgherr am Handy im Stundentakt. Da ist zum Beispiel die verzweifelte Bauernfamilie, die neben der Milchwirtschaft ein zweites Standbein mit Pferden aufgebaut hat – die Umsätze damit sind innerhalb von Tagen weggebrochen. Oder der Event-Organisator, der nur noch Absagen kassiert. «Klein- und Kleinstunternehmen sind tragende Säulen der Volkswirtschaft. Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass diese nicht zusammenbrechen», sagt der Wiliberger.

Denn: «Für sich selbst können Eigentümer von Kleinstbetrieben keine Kurzarbeit beantragen.»

Zusammen mit der Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und den Nationalräten Leo Müller (CVP, LU) und Marcel Dobler (FDP, SG) hat Burgherr in dieser Sache Wirtschaftsminister Guy Parmelin einen Brief zukommen lassen. Die vier fordern, dass Kurzarbeit auch für jene Personen möglich sein soll, die zwar selbst Beiträge an die Arbeitslosenversicherung zahlen müssen, selbst aber nicht Kurzarbeit beantragen können – konkret beispielsweise der Besitzer eines kleinen Coiffeurgeschäfts.

«Nur wenn Bevölkerung, Wirtschaft und Politik zusammenhalten, ist diese Krise zu bewältigen», heisst es in dem Brief. Man müsse verhindern, dass Hunderttausende durch die Maschen des angekündigten Hilfspaktes fielen.

Via Facebook hat Burgherr gestern zudem eine Solidaritätsidee lanciert. Alle jene, die mehr als 10'000 Franken brutto im Monat verdienen, sollen während sechs Monaten drei Prozent ihres Salärs in einen Fonds, welcher der Bund verwaltet, einzahlen.

Mit seiner Idee spricht Burgherr vor allem all jene an, die ihren Lohn vom Staat oder von staatsnahen Betrieben beziehen – also Bundes- und Regierungsräte, National- und Ständeräte, Bundes- und Oberrichter und leitende Staatsangestellte.

Und ja, er selbst wolle selbstverständlich in den Fonds einzahlen, wenn seine Idee zustande komme. Er suche nun eine Institution, welche ihn bei der Umsetzung unterstütze, beispielsweise der Gewerbeverband. «Allein geht das nicht.» (aargauerzeitung.ch)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Vecchia 19.03.2020 09:15
    Highlight Highlight Noch besser wäre, wenn Unternehmer, die sich die Gewinne der letzten Jahre in Form von Löhnen und Dividenden selbst zugeschanzt haben, einen Teil davon wieder in den Betrieb fliessen lassen müssten. Damit vom Staat mehr für die wirklich betroffenen KMUs und Selbständigen zur Verfügung steht.

    Aber da wäre man in Ems, wo man 2009 beim Kanton Millionen an Kurzarbeitsentschädigungen einholte um Ende Jahr über 100 Millionen Dividenden auszuzahlen, wohl nicht erfreut...
    • wintergrün 19.03.2020 09:43
      Highlight Highlight Find ich auch.
      Warum Arbeitnehmer die über 10.000 Fr. verdienen aber kaum Vermögen haben jetzt plötzlich als Reich gelten ist mir auch nicht ganz klar. In der Schweiz sind erhebliche Vermögen vorhanden. Vermieter zum Beispiel könnten während der Krise bei Betrieben wie beizen und ähnlichen auf die Miete verzichten.
  • Mira Bond 19.03.2020 06:43
    Highlight Highlight Woah! Und das kommt von einem SVPler? Ich staune, was die Coronakrise alles bewirken kann! Cool.
  • Jacques #23 19.03.2020 06:31
    Highlight Highlight Nicht mal so schlecht. Noch zu ergänzen mit Solidarität aus privaten Vermögen und Pauschalbesteuerung juristischer Personen.

    Dieser Fond muss allerdings in linke Hände. Badran direkt.

    Die FDP zum Beispiel oder Gewerbeverband ist hier nicht der richtige Partner.
  • Tavares 19.03.2020 06:31
    Highlight Highlight Ein SVP-Mann will Gutverdiener besteuern? Hat er das mit Christoph abgesprochen? Und wo ist die Selbstverantwortung, an welche die SVP immer appelliert?

    * ich finde die Idee prüfenswert, finde es jedoch spannend das es von der SVP kommt... genau die Partei, welche sonst immer gegen Umverteilung, höhere Besteuerung von Reichen und ähnlichen massnnahmen ist
    • wintergrün 19.03.2020 09:59
      Highlight Highlight Naja, wirklich vermögende sollen ja auch nicht besteuert werden. Eher Verwaltungsangestellte die nicht ganz arm sind.
  • grind 19.03.2020 06:31
    Highlight Highlight ok zeit für panik. die svp fordert höhere steuern. und erst noch nur für reiche! der weltuntergang muss kurz bevorstehen
  • glass9876 19.03.2020 06:26
    Highlight Highlight Und jetzt noch ein bisschen Progression reinbringen bis 10% und die CH-Wirtschaft sowie Pensionskasse und ALV lassen sich auf lange Zeit retten.
  • HansDampf_CH 19.03.2020 06:21
    Highlight Highlight Ich wäre dafür das nun vermögen über 100 mio. Einspringen...
  • walsi 19.03.2020 06:11
    Highlight Highlight Man sollte bei den Leuten anklopfen wo wirklich viel Geld ist. Bei Herrn Schmidheiny z.B.

    https://www.forbes.at/artikel/die-reichsten-schweizer-2019.html
  • elco 19.03.2020 06:05
    Highlight Highlight Gute Idee!
  • grandvlad 19.03.2020 06:04
    Highlight Highlight Ein Fond inkl. für das Pflegepersonal....

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