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SVP-Nationalrat Burgherr: Gutverdienende sollen einen Corona-Fonds speisen

Immer mehr Vorschläge und Forderungen kommen auf den Tisch, wie in der Corona-Krise der Wirtschaft geholfen werden muss. Angekündigt hat der Bundesrat ein Hilfspaket im Umfang von 10 Milliarden Franken. SVP-Nationalrat Thomas Burgherr will, dass Leute mit Monatslohn über 10'000 Franken drei Prozent spenden.
19.03.2020, 05:59
Philippe Pfister / ch media
SVP-Nationalrat Thomas Burgherr im Home-Office.
SVP-Nationalrat Thomas Burgherr im Home-Office.
bild: zvg

Wie dringend Kleinunternehmen schnelle und unkomplizierte Hilfe brauchen, erlebt SVP-Nationalrat Thomas Burgherr am Handy im Stundentakt. Da ist zum Beispiel die verzweifelte Bauernfamilie, die neben der Milchwirtschaft ein zweites Standbein mit Pferden aufgebaut hat – die Umsätze damit sind innerhalb von Tagen weggebrochen. Oder der Event-Organisator, der nur noch Absagen kassiert. «Klein- und Kleinstunternehmen sind tragende Säulen der Volkswirtschaft. Wir müssen unbedingt dafür sorgen, dass diese nicht zusammenbrechen», sagt der Wiliberger.

Denn: «Für sich selbst können Eigentümer von Kleinstbetrieben keine Kurzarbeit beantragen.»

Zusammen mit der Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und den Nationalräten Leo Müller (CVP, LU) und Marcel Dobler (FDP, SG) hat Burgherr in dieser Sache Wirtschaftsminister Guy Parmelin einen Brief zukommen lassen. Die vier fordern, dass Kurzarbeit auch für jene Personen möglich sein soll, die zwar selbst Beiträge an die Arbeitslosenversicherung zahlen müssen, selbst aber nicht Kurzarbeit beantragen können – konkret beispielsweise der Besitzer eines kleinen Coiffeurgeschäfts.

«Nur wenn Bevölkerung, Wirtschaft und Politik zusammenhalten, ist diese Krise zu bewältigen», heisst es in dem Brief. Man müsse verhindern, dass Hunderttausende durch die Maschen des angekündigten Hilfspaktes fielen.

Via Facebook hat Burgherr gestern zudem eine Solidaritätsidee lanciert. Alle jene, die mehr als 10'000 Franken brutto im Monat verdienen, sollen während sechs Monaten drei Prozent ihres Salärs in einen Fonds, welcher der Bund verwaltet, einzahlen.

Mit seiner Idee spricht Burgherr vor allem all jene an, die ihren Lohn vom Staat oder von staatsnahen Betrieben beziehen – also Bundes- und Regierungsräte, National- und Ständeräte, Bundes- und Oberrichter und leitende Staatsangestellte.

Und ja, er selbst wolle selbstverständlich in den Fonds einzahlen, wenn seine Idee zustande komme. Er suche nun eine Institution, welche ihn bei der Umsetzung unterstütze, beispielsweise der Gewerbeverband. «Allein geht das nicht.» (aargauerzeitung.ch)

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