Schweiz
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Martin Ackermann, Praesident, National COVID-19 Science Task Force, Linda Nartey, Kantonsaerztin Bern, Vizepraesidentin der Vereinigung der Kantonsaerztinnen und Kantonsaerzte und Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewaeltigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt f

Martin Ackermann (l.) erklärte an der PK erneut, dass die Fallzahlen noch immer viel zu hoch sind. Bild: keystone

5 Punkte, welche die Corona-Entwicklungen in der Schweiz zeigen

Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei, die Feierlichkeiten rund um den Jahreswechsel stehen an. Die epidemiologische Lage in der Schweiz ist aktuell sehr schwierig zu beurteilen. Wir versuchen es in fünf Punkten.



Die Zahlen vom 29. Dezember

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlichte heute die aktuellsten Zahlen rund um das Coronavirus:

Nachdem gestern für die vier vergangenen Tage «nur» 10'087 Fälle gemeldet wurden, sind die Zahlen heute mit 4197 Neuinfektionen wieder auf dem Niveau von vor den Weihnachtstagen.

Martin Ackermann, Chef der Task Force des Bundes, wiederholte an der Pressekonferenz mehrfach: «Die Fallzahlen sind schlicht zu hoch. Wir empfehlen, dass wir diese alle zwei Wochen halbieren können.»

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Vorsicht bei den aktuellen Zahlen

In Deutschland versieht das Robert-Koch-Institut die aktuellen Zahlen mit einem Warnhinweis:

RKI Warnhinweis Weihnachten

Man solle die Fallzahlen also mit doppelter Vorsicht geniessen. Auch in der Schweiz sind die Voraussetzungen ähnlich. Es gab weniger Testmöglichkeiten, weniger Menschen suchten einen Arzt auf und die Meldungen können je nach Kanton verspätet eintreffen. Die wirklichen Auswirkungen der Festtage werden wir also – wie erwartet – erst Anfang/Mitte Januar sehen.

Linda Nartey, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, erklärte an der Pressekonferenz am Dienstag: «Die aktuell vorhanden Daten vermögen kein verlässliches Bild der epidemiologischen Lage geben.»

Entwicklungen in den Kantonen

Die aktuellen 14-Tage-Inzidenzen der Schweizer Kantone sind praktisch überall sinkend. Doch wie erwähnt: Die Zahlen aktuell sind mit Vorsicht zu geniessen.

Die aktuelle 14-Tage-Inzidenz der Schweizer Kantone:

Auslastung der Intensivstationen

Seit Mitte November nahm die Anzahl von Covid-Patienten auf den Intensivstationen der Schweiz kaum zu. Rund zwei Drittel der belegten Intensivbetten sind durch Covid-Patienten belegt. Ebenfalls seit Mitte November liegt die Auslastung der IPS schweizweit bei rund drei Vierteln.

Wie Linda Nartey, Vizepräsidentin der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, an der Pressekonferenz am Dienstag aber erklärte, ist das kein Grund, um nachzulassen: «Die Belegung der IPS ist auf sehr hohem Niveau. Die Belastung des Gesundheitswesens und insbesondere des Personals ist nach wie vor zu hoch.»

In einzelnen Kantonen ist die Lage weiterhin teilweise sehr angespannt. Martin Ackermann, Präsident der Task Force des Bundes, erklärte zur Situation in den Spitälern: «Wir sind und bleiben in einer Risikozone.»

Das ist die Kantonsübersicht zu den Intensivstationen:

R-Werte der Kantone

Die R-Werte liegen in allen Kantonen wieder unter 1. Das erhoffte Ziel von einem R-Wert unter 0,8 (starker Rückgang) weist aktuell nur Appenzell Innerrhoden (0,75) aus.

Die Schweiz weist einen R-Wert von 0,86 aus. Zu beachten gilt, dass die R-Werte jeweils nur mit Verzögerung berechnet werden können. Darum beziehen wir uns hier auf die aktuellsten Daten der ETH vom 15. Dezember:

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