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Apothekerin Martina Haug zieht eine Spritze mit dem COVID-19 Moderna Impfstoff auf am Mittwoch, 5. Mai 2021, in Zuerich. Ab heute kann die COVID-19-Impfung neben Impfzentren, Hausarztpraxen und Spitaelern neu auch in 160 Apotheken im Kanton Zuerich gemacht werden. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Eine Apothekerin zieht eine Spritze mit Moderna-Impfstoff auf, Zürich. Bild: keystone

Neue Zürcher Impftermine bereits ausgebucht – das sagt die Gesundheitsdirektion

Impfwillige im Kanton Zürich durften sich am Freitag über 180'000 neue Impftermine freuen. Allerdings nur für ein paar Stunden, dann waren sie bereits weg. Die Gesundheitsdirektion ist zufrieden.



Ab sofort können sich im Kanton Zürich alle Personen ab 16 Jahren impfen lassen – zumindest theoretisch. Denn die 180'000 neuen Termine sind bereits wieder alle ausgebucht, teilte die Gesundheitsdirektion kurz nach 14 Uhr mit.

Weitere Termine würden freigeschaltet, sobald die Impfstofflieferungen in den kommenden Wochen zuverlässig eintreffen würden. Wenn alles nach Plan läuft, werden dann auch die Öffnungszeiten in den Impfzentren erweitert.

Natalie Rickli, Vorsteherin der Gesundheitsdirektion, lässt sich in der Medienmitteilung folgendermassen zitieren: «Ich freue mich, dass die Impfbereitschaft bei der Bevölkerung so gross ist. Damit leisten die Zürcherinnen und Zürcher einen wichtigen Beitrag zur rascheren Bewältigung der Pandemie. Mit den grösseren Impfstofflieferungen können wir jetzt das Impftempo beschleunigen.»

Zürich geriet diese Woche für das langsame Impftempo in die Kritik – unter anderem, weil der Kanton viele Dosen auf Vorrat hatte, diese aber nicht verimpften. Auch wir berichteten:

Grosser Ansturm auf Termine

Die freien Impftermine waren heiss begehrt. Auch die Apotheken erlebten den Ansturm. Die Chefin einer Zürcher Apotheke sagte gegenüber watson: «Es ist ein Riesen-Chaos.» Obwohl die Impftermine nur via Internet und Impf-Hotline vergeben wurden, meldeten sich viele via Telefon bei der Apotheke.

Es zeigte sich auch ein gewisser Frust: «Das ist jetzt ärgerlich. Alles ist ausgebucht», sagte sie. Leid tue es ihr vor allem für Personen in der Impfgruppe N, die voller Hoffnung bei ihrer Apotheke anriefen, aber keine Termine erhielten. Ihrer Ansicht nach sei zu wenig Impfstoff freigegeben worden.

Teils seien die Apotheken überrascht worden, dass sich die Impfgruppe N bereits am Freitag anmelden konnte. «Wir haben gedacht, dass es erst nächste Woche losgeht», sagt etwa Lorenz Schmid, Präsident des Apothekerverbands Zürich gegenüber watson – betont aber gleichzeitig, dass die Zusammenarbeit mit dem Kanton hervorragend sei.

Gesundheitsdirektion ist zufrieden

Auch für Patrick Borer, Kommunikationsverantwortlicher der Gesundheitsdirektion, war es ein ereignisreicher Morgen. Ähnlich wie im Kanton Bern konnte man bereits vor der offiziellen Kommunikation des Kantons neue Termine buchen.

Die Kommunikation des Kantons startet um 08.30 Uhr. Doch bereits um 8 Uhr konnten erste Impfwillige Termine buchen. Borer gibt zu bedenken, man könne nicht einfach um 8.29 Uhr die Plattform aufschalten und dann eine Minute später kommunizieren.

Trotz kleinerer Probleme mit Wartezeiten sei man bei der Gesundheitsdirektion zufrieden: «Die neuen Termine sind ja Good News. Ich glaube, das war heute ein Erfolg», so Borer.

Auf Twitter ärgerte man sich hingegen darüber, dass die Alertswiss-App erst eine Stunde nach der Medienmitteilung auf die neuen Impftermine hinwies.

Thurgau und Aargau öffnet Impffenster ebenfalls

Ebenso wie der Kanton Zürich öffnet auch zwei Nachbarkantone das Impffenster für alle ab 16 Jahren: der Thurgau und der Aargau. Massgebend sei künftig nicht mehr das Alter, sondern das Anmeldedatum. Wer sich früh angemeldet habe, werde zuerst einen Termin erhalten.

Bis alle registrierten Personen im Aargau Termine haben, wird es laut dem Departement Gesundheit und Soziales (DGS) mehrere Wochen dauern. Derzeit befinden sich knapp 110'000 Personen auf der Warteliste. Sie alle sollten bis im Juni ihre Termine und bis im Juli auch ihre Impfungen erhalten.

Im Thurgau will man bis Mitte Mai alle angemeldeten Impfwilligen der Risikogruppen 1 bis 4 geimpft haben. Ab Mitte Mai werden «nach und nach» Impftermine an alle über 16-Jährigen vergeben werden.

Mit Material der sda.

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