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Schweiz
Coronavirus

Covid-Booster-Impfung steht ab Montag zur Verfügung

Covid-Booster-Impfung steht ab Montag zur Verfügung – das sagen die Kantone

06.10.2022, 11:3806.10.2022, 15:02

Ab kommendem Montag steht der Bevölkerung die Covid-19-Auffrischimpfung zur Verfügung. Das Bundesamt für Gesundheit und die Impfkommission empfehlen sie in erster Linie besonders Gefährdeten und dem Gesundheitspersonal.

Auch andere Personen ab 16 Jahren sollten sich impfen lassen, wenn auch in zweiter Linie und nach individueller Risikoabwägung. Für die Impfungen sind die Kantone zuständig. Die Kosten für die herkömmliche und auch die neue Impfung, die gegen die Omikron-Variante des Coronavirus wirkt, übernimmt der Bund.

Aktuell nehmen die Meldungen von Infektionen und die Zahl der positiven Tests deutlich zu. Das lässt sich auch im nationalen Abwassermonitoring beobachten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rechnet mit einer weiteren Zunahme der Fälle. Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten in Intensivbetten und jene der Todesfälle verharren auf tiefem Niveau.

FILE - A physician assistant prepares a syringe with the monkeypox vaccine for a patient during a vaccination clinic Friday, Aug. 19, 2022, in New York. The disease
Eine Ärztin verabreicht eine Impfung.Bild: keystone

Gefährdete zuerst

Zuerst sollen sich besonders Gefährdete impfen lassen, also Menschen über 65 Jahren und solche mit individuellem Gesundheitsrisiken. Darunter fallen etwa Schwangerschaft oder Vorerkrankungen. Diese Gruppen haben das grösste Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Die Auffrischimpfung verbessert ihren Schutz «zumindest vorübergehend», wie das BAG schrieb.

In zweiter Linie gilt die Empfehlung für alle ab 16 Jahren. Für sie ist eine Auffrischimpfung nach individueller Abwägung und Entscheidung vorgesehen, wenn sie einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung vermeiden wollen. Bei ihnen besteht im Herbst 2022 anders als zu Beginn der Pandemie jedoch ein geringes Risiko eines schweren Verlaufs.

Kindern und Jugendlichen zwischen fünf und 15 Jahren empfiehlt die Eidgenössische Impfkommission derzeit keine Auffrischimpfung, da ihr Risiko für eine schwere Erkrankung sehr gering ist.

«Alter» und «neuer» Impfstoff vermindern Risiko

Für die Auffrischimpfung empfehlen die Behörden grundsätzlich mRNA-Impfstoffe von Moderna oder Pfizer/Biontech oder einen proteinbasierten Impfstoff von Novavax. Zum Impfstart stehen nach BAG-Angaben neben den herkömmlichen Impfstoffen ausreichende Mengen des bivalenten Moderna-Impfstoffs bereit.

Dieser wirkt sowohl gegen die Ursprungsvariante des Coronavirus als auch gegen die Omikron-Untervariante BA.1. Wie das BAG mitteilte, nützten der bisherige und der angepasste bivalente Impfstoff gleichermassen gegen einen schweren Krankheitsverlauf. Weiter empfiehlt das BAG, das eigene Verhalten anzupassen.

Gleichzeitig mit dem Impfstart in den Kantonen beginnt eine nationale Informationskampagne. Sie richtet sich besonders an die gefährdeten Menschen.

Aus den Kantonen

Schaffhausen: Schaffhauserinnen und Schaffhauser, die den Booster möchten, können sich über die kantonale Webseite, über die Corona-Hotline oder per Telefon anmelden, wie es auf der kantonalen Website heisst.

Basel-Stadt beginnt ab Montag mit der Auffrischimpfung mit dem neuen bivalentem Impfstoff. Anmeldungen sind ab (heute) Donnerstag möglich. Vorerst sind Impfungen nur auf Terminansage möglich, wie das Basler Gesundheitsdepartement (GD) am Donnerstag mitteilte. Walk-In-Angebote folgten später. Über die Plattform www.coronaimpfzentrumbasel.ch können Termine gebucht werden. Geimpft wird nach wie vor im Corona-Impfzentrum am Messeplatz. Impfungen sind aber auch in mehreren Arztpraxen, Apotheken sowie im Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut möglich, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Ab November werden die mobilen Impfteams auch wieder in Alters- und Pflegeheimen tätig sein. Im Gemeindehaus Riehen werden zudem vom 17. bis am 19. Oktober Impfungen ohne vorherige Reservation, angeboten.

Zürich: Ab Montag sind Auffrischimpfungen für die Omikron-Variante erhältlich. Wer möchte, kann ab Samstag, 9 Uhr, über das Online-Impftool sowie über die Impfhotline Termine buchen, wie aus auf der Website der Gesundheitsdirektion heisst.

(yam/sda)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Allesklärchen
06.10.2022 14:53registriert August 2021
Werde mich (27) zum zweiten mal Boostern lassen, hatte noch kein Covid (oder würsste es nicht) aber vertrage die Impfung sehr gut, war bis jetzt immer nur müde und hatte etwas Gliederschmerzen. Wenn ich sehe wie andere mit Covid gelitten haben, ist mir das 100x lieber, auch wenn es nur vor schweren Erkrankungen schützt.
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Unicron
06.10.2022 12:09registriert November 2016
Wäre schön wenn das diesmal auch beim Hausarzt ginge. Unser Impfzentrum gibt es leider nicht mehr.
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ARoq
06.10.2022 11:56registriert September 2014
Warum gibt es bei uns nur den bivalenten Impfstoff gegen die BA.1-Variante? In den USA und im Rest von Europa wird bereits der BA.5-Impfstoff verteilt.
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