DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Höhere Limite bei kontaktlosen Kartenzahlungen wird begrüsst

Kontaktlose Transaktionen sind in Corona-Zeiten an vielen Kassen erwünscht. Deshalb wurde die Limite der PIN-Eingabe auf 80 Franken erhöht. Ob diese dauerhaft verbleibt, ist noch unklar.
30.04.2020, 14:28
Ob die erhöhte 80-Franken-Limite langfristig eingeführt wird, ist noch nicht abschliessend geklärt.
Ob die erhöhte 80-Franken-Limite langfristig eingeführt wird, ist noch nicht abschliessend geklärt. Bild: AP

In Zeiten des Corona-Virus sollte an der Kasse vorzugsweise mit Karte statt Bargeld bezahlt werden. Daher erhöhten Schweizer Kredit- und Bankkartenherausgeber die Limite für Zahlungen ohne PIN-Eingabe unlängst von 40 auf 80 Franken. Mehr Umsatz erzielen sie damit aber aktuell nicht.

Die Erhöhung der Limite werde mehrheitlich begrüsst, lautet nun der Befund einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Fehr Advice. Das Beratungsunternehmen befragte im Auftrag der Aduno Gruppe über 300 Konsumenten.

Hygienevorschriften einhalten

Vor allem jene Kunden, die kontaktloses Zahlen bereits nutzen, stünden der Massnahme positiv gegenüber, so die Ergebnisse, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegen. Konkret gaben 80 Prozent derjenigen Nutzer, die mit Karten kontaktlos bezahlen an, dass sie die erhöhte Limite gut finden.

Bisher mussten Kunden, die eine Kredit-, Debit- oder Prepaidkarte mit Kontaktlos-Funktion besitzen, den PIN bereits ab einem Betrag von 40 Franken eingeben. Anfangs April kündigte die Branchen an, die Limite auf unbestimmte Zeit während der Corona-Pandemie auf 80 Franken zu erhöhen.

«Als Industrie können wir mit dieser Massnahme gemeinsam einen aktiven Beitrag zur Einhaltung der Hygienerichtlinien des Bundes leisten», sagte damals Swisscard-Chefin Florence Schnydrig Moser.

80 Franken als Kompromiss

Die Umfrage zeigt auch, dass die gewünschte Limite zwischen verschiedenen Nutzern stark variiert. Während Skeptikern primär Bedenken hinsichtlich der Sicherheit äussern, würden sich mit 54 Prozent über die Hälfte der Befragten bei freier Auswahl eine noch höhere Limite wünschen. Ein Drittel davon nannte einen Betrag von 100 Franken als optimal.

«Jetzt müssen wir erst einmal beobachten, (...) ob sich die Karteninhaber damit wohl fühlen.»
Thomas Hodel

Die nun geltenden 80 Franken sieht die Aduno Gruppe daher als aktuell «sinnvollen Kompromiss, der bei wenigen auf Ablehnung stösst». Ob die höhere Limite dauerhaft eingeführt wird, ist gemäss Thomas Hodel vom Verband Swiss Payment Association noch unklar: «Jetzt müssen wir erst einmal beobachten, wie die erhöhte Limite vom Markt akzeptiert wird und beobachten, ob sich die Karteninhaber damit wohl fühlen.»

Dieser Meinung ist man nach der Umfrage auch bei Aduno. Die Sicherheit beim kontaktlosen Zahlen sollte dem Nutzer besser vermittelt werden, um die Akzeptanz zukünftig höherer Limiten zu erhöhen, heisst es dazu.

Rückläufige Umsätze

Entgegen den Erwartungen sind die Umsätze mit Debit- und Kreditkarten aber nicht explodiert. Die Anzahl Transaktionen im Inland sowie die dabei umgesetzten Beträge sind nicht wesentlich gestiegen, wie Daten des Zahlungsanbieters SIX Payment Services zeigen, die das Statistische Amt des Kantons Zürich veröffentlicht.

«Die Umsätze sind aufgrund der Corona-Pandemie erheblich zurückgegangen», heisst es auch seitens der Aduno Gruppe. Konsumenten zahlten zwar vermehrt mit ihrer Karte in Lebensmittelgeschäften und beim Online-Einkauf, da aber die übrigen Geschäfte geschlossen sind und auch keine Reisen und Shoppingtrips ins Ausland möglich sind, gingen sie ansonsten zurück. (adi/sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das sind die zehn reichsten Schweizer 2019

1 / 12
Das sind die zehn reichsten Schweizer 2019
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

So war es damals mit dem Ersten Geldautomat der Schweiz

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
infomann
30.04.2020 15:48registriert Juni 2015
Ich finde 80 Franken gut, man kann damit etwas grössere Einkäufe schnell und unkompliziert bezahlen.
326
Melden
Zum Kommentar
avatar
Gatekeeper
30.04.2020 19:20registriert März 2015
Wieso kann ich als Kartennutzer die Limite nicht individuell einstellen? Z.B. als Einstellung im eBanking.
222
Melden
Zum Kommentar
8
Heftige Verkehrsunfälle im Tessin – zwei Personen sterben in der Nacht auf Sonntag

Im Tessin ist es in der Nacht zu zwei tödlichen Verkehrsunfällen gekommen. Ein 20-Jähriger Autolenker starb im Maggiatal noch am Unfallort, nachdem sein Fahrzeug in einen Betonpfosten geprallt war. Auf der Autobahn A2 bei Rancate verstarb eine 36-Jährige bei einem Unfall mit einem Motorrad.

Zur Story