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Corona-PK des Bundesrates verpasst? Das sind die 4 wichtigsten Punkte

17.12.2021, 16:5317.12.2021, 17:03
Alain Berset versucht, die neuen Massnahmen zu erklären.
Alain Berset versucht, die neuen Massnahmen zu erklären.Bild: keystone

Booster nach 4 Monaten

Auffrischimpfungen sind in der Schweiz neu schon vier Monate nach der zweiten Impfung möglich. Dies kündigte Bundesrat Alain Berset am Freitag vor den Medien in Bern an.

Bis anhin betrug die entsprechende Frist sechs Monate. In den vergangenen Wochen war daran sowie am im internationalen Vergleich langsamen Tempo bei der Verabreichung der sogenannten Booster-Impfungen Kritik laut geworden.

Es handle sich um einen wichtigen Schritt, sagte Berset. Zugleich verlieh er der Forderung Nachdruck, die Kantone sollten nicht dringende Operationen in den Spitälern verschieben. Dass es sich lediglich um eine dringliche Empfehlung handle, habe juristische Gründe, so Berset.

Angst vor Omikron

Bild: keystone

Gesundheitsminister Alain Berset hat die verschärften Corona-Massnahmen mit der aktuell «instabilen Lage» begründet. Die Fallzahlen bewegten sich auf einem sehr hohen Niveau. Zudem blieben viele Unsicherheiten wegen der Omikron-Variante.

«Wir können die fünfte Welle zurzeit bewältigen», sagte Berset am Freitag vor den Medien in Bern. Damit das auch so bleibe, seien die neuen Massnahmen nötig. «Wir möchten Schliessungen verhindern.»

Der Blick ins Ausland zeige aber, dass vieles unsicher bleibe. Berset erwähnte die Verdoppelung der Corona-Fallzahlen in skandinavischen Ländern innert weniger Tage. Die Impfung sowie die Booster-Impfung blieben die wichtigsten Mittel zur Bewältigung der Pandemie.

Keine Rückkehr zur «ausserordentlichen Lage»

Bild: keystone

Laut Berset ist eine Rückkehr zur «ausserordentlichen Lage» zurzeit nicht realistisch. «Es gibt keine unmittelbare Gefahr, die nicht vorhersehbar war.» Die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen funktioniere.

Auch wenn die Gesundheitsversorgung Sache der Kantone sei, werde er in den kommenden Wochen und Monaten mit den Kantonen die Situation in den Spitälern besprechen, sagte Berset. Der Bundesrat sei an einer Verbesserung der Situation für das Gesundheitspersonal interessiert. Er sei sich bewusst, dass die aktuelle Lage in den Spitälern für die Gesundheitsfachpersonen herausfordernd sei.

In Bezug auf die Testkapazitäten sagte Berset, dass er keine Engpässe befürchte. Mit dem verbreiteten 2G-Regime werde ein Test nur in gewissen Situationen erforderlich sein.

Schwierige(r) Winter

Bild: keystone

Berset rechnet wegen des Coronavirus auch mittel- und längerfristig mit einer erhöhten Belastung der Spitäler. «Die Winter werden herausfordernd bleiben», sagte er am Freitag vor den Medien in Bern.

Wenn der Bund heute mit den Kantonen über den Ausbau der Spitalkapazitäten rede, gehe es um eine längerfristige Strategie, so Berset. Entscheidend sei vor allem, die Engpässe beim Personal zu beheben. Für die kommenden Wochen allerdings lasse sich in dieser Hinsicht wenig erreichen.

Der Gesundheitsminister hob die belastenden Arbeitsbedingungen des Personals namentlich auf den Intensivstationen hervor.

Auf eine entsprechende Journalistenfrage sprach sich Berset gegen eine Schliessung der Skigebiete aus. Im letzten Jahr hätten Skiunfälle nicht zu zusätzlichen Problemen in den Spitälern geführt. Sport im Freien sei für die Bevölkerung in der gegenwärtigen Situation wichtig.

(aeg/sda)

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