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Diese Elektroautos verkaufen sich in der Schweiz am besten

Zwei E-Autos von Skoda sind in der Schweiz besonders beliebt.
Zwei E-Autos von Skoda sind in der Schweiz besonders beliebt. bild: skoda

E-Autos in der Schweiz: Zwei Hersteller fahren allen davon

Elektroautos werden in der Schweiz beliebter und chinesische Automarken erobern rasch Marktanteile. Doch in zahlreichen europäischen Ländern vollzieht sich der Wandel zur E-Mobilität weit schneller.
10.08.2026, 10:3710.08.2026, 14:13

Im Juli kamen fast 5000 neue E-Autos auf Schweizer Strassen. Das sind 26 Prozent aller neu zugelassenen Personenwagen. Seit Anfang Jahr ist ebenfalls fast jede vierte Neuzulassung ein Stromer, ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach einem Tesla-Zwischenhoch im Juni dominierte im Juli erneut Skoda die E-Auto-Neuzulassungen in der Schweiz; dahinter lieferten sich BMW, Mercedes, Volvo und VW ein enges Rennen um die Podestplätze. Der chinesische E-Auto-Gigant BYD rückte auf Rang 6 vor und liess bekannte Namen wie Audi und Renault hinter sich.

Die chinesischen Marken BYD (6) und Zeekr (10) werden beliebter.

Allgemein schieben sich chinesische Marken wie BYD, Zeekr und Leapmotor nach vorn, während japanische Hersteller – mit Ausnahme von Toyota – weiterhin hinterherfahren.

Jahresrangliste: Skoda vor Tesla, aber der Aufsteiger heisst BYD

Mit den soliden Juli-Zahlen behauptete die tschechische VW-Tochter Skoda ihre neue Rolle als führender E-Auto-Anbieter in der Schweiz. Zuvor war Tesla bis 2025 über viele Jahre die mit Abstand erfolgreichste Stromer-Marke. Nun hat sich das Blatt gewendet: Im laufenden Jahr lieferte Skoda von Januar bis Ende Juli 3903 E-Autos aus, Tesla 3298. Alle anderen Marken folgen mit grossem Abstand.

BYD aus China ist Mercedes und Renault auf den Fersen.

Der Aufsteiger des Jahres heisst BYD: Der weltweit grösste Elektroauto-Hersteller steigerte seine Auslieferungen seit Anfang 2026 sprunghaft und löste hierzulande bis Ende Juli mehr vollelektrische Personenwagen als Kia, Hyundai und Toyota ein.

Noch erfolgreicher ist BYD seit Anfang Jahr mit seinen teilelektrischen Plug-in-Hybrid-Modellen, von denen die Chinesen bis Juli fast 2000 Einheiten auslieferten (gegenüber 1342 reinen E-Autos). Nur BMW setzte hierzulande in diesem Jahr noch knapp mehr Plug-in-Hybride ab. Solche Autos lassen sich wie E-Autos an der Steckdose aufladen, haben aber kleinere Batterien und zusätzlich einen Verbrennungsmotor. Da sie im Alltag laut aktuellen Studien teils weit mehr Kraftstoff verbrauchen, als die Hersteller angeben, werden sie auch als «Fake-E-Autos» kritisiert. Trotzdem wurden sie in den letzten Jahren weltweit beliebter, da sie den Herstellern helfen, ihre CO₂-Bilanz aufzupolieren, und manchen Kunden die sogenannte Reichweitenangst nehmen.

Wie rasch die Chinesen den Schweizer Automarkt erobern, zeigt ein weiterer Vergleich: Über alle Antriebsarten hinweg ist BYD in der Schweiz in diesem Jahr bereits grösser als Tesla, Ford oder Peugeot.

Noch erfolgreicher unterwegs ist hierzulande der chinesische Geely-Konzern, zu dem etablierte Marken wie Volvo aus Schweden und ganz neue, chinesische Marken wie Zeekr gehören.

Fast jeder dritte Stromer kommt aus dem VW-Konzern

Trotz der rollenden chinesischen E-Auto-Welle bleibt der Volkswagen-Konzern im laufenden Jahr mit den Marken VW, Skoda, Audi, Cupra und Porsche Marktführer bei den vollelektrischen Personenwagen. Rund drei von zehn neuen Stromern stammen von einer Volkswagen-Marke.

Der VW-Konzern und Tesla bekommen Konkurrenz durch chinesische Konzerne wie Geely und BYD.

Chinesische Hersteller wie Geely (Rang 2 mit rund 12 Prozent Marktanteil im E-Auto-Segment) und BYD (Rang 9) legen zu. Tesla verliert gegenüber 2025 einen Rang und ist noch der drittgrösste E-Auto-Anbieter.

Diese E-Auto-Modelle sind gefragt

Auf Modellebene führten im Juli erneut zwei Elektroautos von Skoda (Elroq und Enyaq) die Rangliste an. Rang drei ging an BMWs neuen Luxus-Stromer iX3, der laut unabhängigen Tests eine reale Reichweite von über 700 Kilometern ermöglicht.

Bemerkenswert: In den Top 20 der beliebtesten E-Autos im Juli finden sich mit dem Renault 5 und Hyundai Inster nur zwei Kleinwagen, obwohl es inzwischen eine beachtliche Auswahl an relativ günstigen Elektro-Kleinwagen gibt.

Skodas Elektro-SUVs Elroq und Enyaq waren auch im Juli beliebt.

Jahresrangliste: Model Y bleibt vorn

Im Jahresverlauf liegt das Model Y von Tesla in Front, allerdings mit weit geringerem Vorsprung als in den vergangenen Jahren. Tesla hat Ende 2025 ein neues Basismodell des Model Y eingeführt, um die zuvor rückläufigen Absatzzahlen wieder zu beflügeln.

Teslas Model Y hat mit einer grossen Auslieferungswelle im Juni die Spitze der Jahreswertung übernommen.

Beliebteste Elektroautos im Juli 2026

In der Schweiz werden weiterhin vorwiegend grössere und teure E-Modelle gekauft. Wie bei den Verbrennern sind primär SUVs beliebt.

Rang 1 im Juli: Skoda Elroq

Skoda Elroq
Bild: Skoda

Rang 2: Skoda Enyaq

epa13002225 The new Skoda Enyaq during the police presentation of their new electric vehicles and other sustainability initiatives in Lelystad, The Netherlands, 29 May 2026. EPA/EMIEL MUIJDERMAN
Die niederländische Polizei fährt den Enyaq.Bild: keystone

Rang 3: BMW iX3

BMW iX3 (2025)
Bild: BMW

Rang 4: Mercedes-Benz GLC

Bis zu 2,4 Tonnen schwere Anhänger darf der GLC schleppen.
Bis zu 2,4 Tonnen schwere Anhänger darf der GLC schleppen.Bild: mercedes

Rang 5: Volvo EX30

Kurz und knackig: Der EX30 ist Volvos kleinstes SUV.
Bild: volvo

Rang 6: VW ID.3 (Neo)

Das Bild zeigt die neue Version ID.3 Neo.
Das Bild zeigt die neue Version ID.3 Neo. bild: vw

Rang 7: BMW iX1

Bild
bild: bmw

Rang 8: Audi Q4

Bild
bild: audi

Rang 9: Toyota BZ4X

Toyota bZ4X
Bild: Toyota

Rang 10: Mercedes-Benz CLA

Bild
Bild: keystone

Die Schweiz hinkt hinterher

Der E-Auto-Anteil der Schweiz steigt nach wie vor nur gemächlich. Die skandinavischen Länder und die Benelux-Staaten sind längst enteilt, aber nun ziehen auch Frankreich, Deutschland und Grossbritannien an uns vorbei.

Anteil vollelektrischer E-Autos (BEV) an den Personenwagen-Neuzulassungen im Juli 2026:

  • Norwegen: 98 %
  • Dänemark: 80 %
  • Finnland: 52 %
  • Niederlande: 43 %
  • Schweden: 43 %
  • Belgien: 43 %
  • Frankreich: 35 %
  • Deutschland: 29 %
  • Grossbritannien: 28 %
  • Schweiz: 26 %
  • Türkei: 20 %
  • Spanien: 12 %
  • Tschechien: 8 %
  • Rumänien: 7 %
  • Italien: 6 %

Der europäische Vergleich zeigt: Die schlechten Rahmenbedingungen für E-Autos in der Schweiz – keine nationale Förderstrategie und fehlende Heimlademöglichkeiten – fordern ihren Tribut.

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Die 20 meistverkauften E-Autos in der Schweiz 2025
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Die 20 meistverkauften E-Autos in der Schweiz 2025

Rang 20: Volvo EX40 (729 Neuzulassungen).

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Die beliebtesten Kommentare
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BITTEWAS?!
10.08.2026 11:59registriert September 2017
Bin vor einigen Wochen von Verbrenner zu Elektro gewechselt, nachdem mich der Verbrenner das Doppelte an Restwert für die Reparatur gekostet hätte.
Zwischenfazit: ich liebe die ruhe und den Konform. Nichts ruckelt, nichts stinkt und nichts lärmt.
Ich verstehe die Emotion hinter einem Verbrenner, bin aber bisher sehr sehr zufrieden und will nicht zurück. plus haben sich meine Tankkosten halbiert (lade aktuell noch an öffentlichen Säulen, ladestation vom Vermieter inkl. günstigerer tarif folgt bald)
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El_Chorche
10.08.2026 10:48registriert März 2021
Im 2026 noch Teslas kaufen?

Ab 2027 nutzen die "bought before Elon went crazy"-Sticker auch nichts mehr... daher viel Glück damit.
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Snowy
10.08.2026 11:13registriert April 2016
Italien lediglich 6% der Neuzulassungen im 2026 EV's... ?!
(Portugal und Spanien ähnlich tief)

Sehr fest unverständlich.
Dabei hätte das Land beste Bedingungen für PV-Strom (Eigen)-Produktion. Zusätzlich noch ein viel grössere Eigenheimdichte als die Schweiz, was den Umgang mit einem EV erleichtert. Aber wahrscheinlich hat ein Stromer im Land von Ferrari und Lamborghini einen noch schwereren Stand als in Diesel Dieter Deutschland.
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