Die Grünen fordern verstärkte Massnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Internet
Die Grünen fordern in einem offenen Brief verstärkte Massnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Internet in der Schweiz. Anlass dafür ist der Fall von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen.
In einem offenen Brief fordert die Partei folgende Massnahmen:
- Ein Verbot von Deepfake-Anwendungen und Nudify-Apps, die sexualisierte Inhalte ohne Zustimmung der Betroffenen produzieren.
- Eine konsequente Regulierung von Plattformen wie Facebook oder X.
- Deutlich mehr Mittel für den Kampf gegen sexualisierte Gewalt.
Die Verfasserinnen und Verfasser des Briefes schreiben:
Der digitale Raum habe «diese Gewalt nicht nur sichtbarer gemacht, sondern massiv verschärft». Neue Technologien würden Tätern ein zusätzliches Mittel geben, «um Frauen gezielt zu erniedrigen».
Dabei werde besonders der Einsatz von Künstlicher Intelligenz zum Problem. «Mit Deepfakes und Nudify-Apps können täuschend echte sexualisierte Inhalte erstellt und rasend schnell verbreitet werden – ohne Wissen oder Zustimmung der Betroffenen», heisst es. Dabei handle es sich um «patriarchale Gewalt».
Die Politik schaue dabei nur zu und überlasse den Kampf den Betroffenen. Dem wollen die Grünen ein Ende setzen. Sie fordern den Bundesrat auf, «endlich zu handeln».
Der Brief wurde bereits von zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern unterzeichnet. Dazu gehören die Radsportlerin Marlene Reusser und der Satiriker Renato Kaiser. Unterstützt werden die Grünen ausserdem von diversen Organisationen wie Netzwerk Avanti, Frauenzentrale Bern oder Büro für Feminismus.
(hkl)
