Schweiz
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Teilnehmer der Winterwanderung Strike WEF am Bahnhof in Landquart am Sonntag, 19. Januar 2020.   (KEYSTONE/Walter Bieri)

Maskierte Demonstranten nehmen den US-Präsidenten auf die Schippe. Bild: KEYSTONE

WEF-Kritiker nehmen Trump auf die Schippe ++ So läuft die Wanderung gegen den Klimawandel



Das WEF in Davos soll sich der Klimaverantwortung stellen: Mit dieser zentralen Forderung begann am Sonntag in Landquart die dreitägige Klimawanderung von Klimaaktivisten nach Davos.

Der Livestream:

Über 500 Menschen versammelten sich ab 12.00 Uhr auf dem Bahnhofplatz in Landquart um den Klimamarsch ins 40 Kilometer entfernte Davos unter die Füsse zu nehmen. Alphornklänge, irische Volksmusik, Ansprachen und vegane Verpflegung prägten den Auftakt zur Klimawanderung. Nicht anwesend war die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Sie wird aber am WEF erwartet.

Klimawandel: WEF-Kritiker marschieren nach Davos

In mehreren Reden wurden Organisatoren und Teilnehmer des WEF aufgefordert, Verantwortung für das Klima zu übernehmen und von einer einseitigen Wachstumsideologie zulasten der Umwelt und des Klimas Abstand zu nehmen. Seit dem Besuch Thunbergs am WEF im letzten Jahr sei nichts passiert.

Letzte Etappe nicht bewilligt

Gegen 13.30 Uhr brachen die Klimaaktivisten zum Marsch nach Davos auf. Das Bündnis von Klimaaktivisten unter dem Namen Strike-WEF will die dreitägige Wanderung von Landquart bis zum WEF-Austragungsort absolvieren. Etappenorte sind Schiers und Klosters im Prättigau. Mit dem Marsch wollen die Klimaaktivisten die 3000 Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums auf deren Verantwortung im Klimaschutz hinweisen.

Die Bündner Behörden bewilligten den Marsch allerdings nur bis Klosters. Den letzten Abschnitt nach Davos dürfen die Winterwanderer und WEF-Kritiker nicht mehr unter die Füsse nehmen. Die Behörden begründen das Verbot damit, dass die Kantonsstrasse auf diesem Streckenabschnitt auch als Rettungsachse dient.

Das Klimabündnis will aber die ganze geplante Wanderung bis nach Davos durchmarschieren. Es beabsichtigt, am Dienstag, am WEF-Eröffnungstag, die Wanderung von Klosters aus fortzusetzen, und zwar auf Wegen, die keiner Bewilligungspflicht bedürfen, wie etwa Wanderwege, wie sie mitteilten.

In Davos wollen die Winterwanderer gemeinsam mit den Jungsozialisten (Juso) auf dem Rathausplatz eine Demonstration abhalten. Die Behörden wiederum bewilligten zwei separate, zeitlich gestaffelte Kundgebungen, bei denen die Teilnehmerzahl jeweils auf 300 begrenzt sein soll.

Der «Landquarter Kessel»

Landquart war letztmals im Jahre 2004 Schauplatz einer grossen Anti-WEF-Demonstrationen. Polizei und Armee stoppten damals mit einem Grossaufgebot die Kundgebung und kesselten die Manifestanten auf dem Bahnhofplatz ein.

Über 1000 Personen waren im so genannten «Landquarter Kessel» festgehalten und von der Polizei bei grimmiger Kälte bis in die frühen Morgenstunden kontrolliert worden. (sda)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ostpol76 19.01.2020 17:47
    Highlight Highlight Wird eigentlich durch die Wanderung das CO2 in der Atmosphäre reduziert?
  • markus greenaway 19.01.2020 17:45
    Highlight Highlight Grandios der live stream - danke watson !!!
  • Alteresel 19.01.2020 16:04
    Highlight Highlight Die letzte Etappe wird der Klimajugend also verweigert. Und wer verweigert diese Trump? Bitte beide Seiten gleich behandeln, ganz im Sinne unserer hochgelobten Schweizerischen Neutralität.
    • nimmersatt 19.01.2020 16:25
      Highlight Highlight neutralität 😂
    • lesenderr 19.01.2020 20:12
      Highlight Highlight Meines Wissens gilt auf besagter Strasse zumindest teils Velofahrverbot, und zwar permanent, nicht nur an WEF. Wenn Fahrräder schon verboten sind haben Fussgänger noch weniger dort verloren.
      Ausserdem wurde der Zutritt nach Davos gar nicht verwehrt, der Zug fährt ja weiterhin.
      Die Suppe wird also wieder mal heisser gekocht als sie gegessen wird.

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