Schweiz
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European Commission President Jean-Claude Juncker kisses Swiss President Simonetta Sommaruga (L) ahead of a meeting at the EU Commission headquarters in Brussels February 2, 2015.   REUTERS/Francois Lenoir (BELGIUM - Tags: POLITICS)

Diese Szene sorgt für Schlagzeilen. Bild: FRANCOIS LENOIR/REUTERS

Juncker innig mit Sommaruga

Das Kuss-Bild, das alle beschäftigt



Dieses Bild gab mehr zu reden als 1000 Worte: EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nutzte den Besuch von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga am Montag in Brüssel, um dieser einen Kuss auf die Wange zu drücken. Der Schnappschuss der Szene wirkte sich auf die Berichterstattung über das Treffen aus.

Zu behaupten, die Medien hätten Junkers Aktion auf Sommarugas linker Backe mehr Platz eingeräumt als dem Inhalt des Treffens, wäre unwahr. Die bestehenden Differenzen zwischen der EU und der Schweiz über die Zuwanderung und die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative wurden breit abgehandelt.

Copy of EU-Schweiz: Das Eis schmilzt

Doch der fotografisch festgehaltene Bruchteil einer Sekunde, der die Bundespräsidentin leicht ins Wanken brachte, verfehlte seine Wirkung nicht. Wie unmittelbar ein Bild eines Treffen zweier Politiker die geschriebene Berichterstattung beeinflussen kann, beweist ein Blick in die Zeitungen und auf die Online-Portale.

Hätten Fotografen wie Olivier Hoslet oder François Lenoir den Kuss nicht festgehalten, Begriffe wie «Tauwetter», «Schmusekurs», «Annäherung», «Zuneigung» oder «enge Bindung» hätten es kaum in die Zeitungsspalten geschafft. Denn Sommaruga äusserte sich zwar erfreut über vereinbarte «Konsultationen», Juncker indes zeigte sich nicht sonderlich optimistisch.

Trotz Kuss kein Tauwetter

So aber kam kaum ein Journalist, dessen Blatt seinen Artikel mit der Kussszene illustrierte, umhin, die Schere im Kopf, die sich zwischen Schein und Sein öffnete, irgendwie in seinen Bericht einzuflechten. Auch die «Neue Zürcher Zeitung», die auf den Abdruck des Bildes verzichtete, nahm Bezug auf das Geschehen und vermeldete: «Obwohl in den sozialen Medien ungünstige Bilder eines Kusses Junckers zur Begrüssung Sommarugas als Zeichen für ein Tauwetter gedeutet wurden, reichten die Freundlichkeiten für eine echte Aufweichung der Fronten bei der Personenfreizügigkeit nicht aus.»

Aufnahmen von Annäherungen zwischen Politikern und Politikerinnen sorgten bereits in der Vergangenheit für Gesprächsstoff. Dabei schienen die Männer meist mehr Gefallen an der körperlichen Nähe zu finden, als die Frauen.

So legte etwa Peng Liyuan, die Frau des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, eine Decke diskret wieder ab, die ihr der russische Präsident Wladimir Putin kurz zuvor umgelegt hatte. Die beiden sassen im vergangenen November nebeneinander, als sie anlässlich des APEC-Gipfels in Peking in der Kälte auf ein Feuerwerk warteten.

Etwas widerspenstig reagierte auch Myanmars Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi, als es US-Präsident Barack Obama nach einer gemeinsamen Pressekonferenz im November 2012 nicht bei einem Händedruck bewenden liess, sondern ihr auch noch je einen Kuss auf beide Wangen drückte. (feb/sda)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • px125 03.02.2015 15:08
    Highlight Highlight Ist das jetzt auch «Fremdküssen»????
  • Amanaparts 03.02.2015 10:28
    Highlight Highlight hey. Hey. HEY! Lass die Finger von unserer Bundesrätin!! Der kann von Glück reden, dass sie so eine nette Lady ist sonst hätte es längst was gesetzt...
  • bugsierer 03.02.2015 09:39
    Highlight Highlight es ist einfach nur peinlich, wie die medien diesen saublöden kuss hochjazzen und uns auch noch vorgaukeln, das bild beschäftige alle. chabis. es beschäftigt die schurnis, die damit ihre klickraten aufpumpen. schämt euch.
  • mrgoku 03.02.2015 09:37
    Highlight Highlight wie bescheuert sie denn das aus... was übt der kerl da genau?!
    • Amanaparts 03.02.2015 10:33
      Highlight Highlight sorry, hab aus versehen den Blitz gedrückt.
    • mrgoku 03.02.2015 13:46
      Highlight Highlight haha :D
  • dnsd 03.02.2015 08:39
    Highlight Highlight Die beiden ekeln mich auch einzeln an...
  • Zeit_Genosse 03.02.2015 08:20
    Highlight Highlight Schnappschuss einer unbeholfenen Begrüssungsszene. Mehr nicht. Aber das einzige sichtbare Resultat.
  • greenlion 03.02.2015 08:18
    Highlight Highlight das ist doch kein Kuss?
    Sieht doch eher so aus als ob er ein Stück abbeissen möchte von ihr.
    Kein schöner Anblick....
  • Hugo Wottaupott 03.02.2015 06:44
    Highlight Highlight aha! juncker hat also in CHF investiert. gut zu wissen.

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