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Facebook hat Christoph Mörgelis Account gesperrt! Mörgeli: «Ich frage mich, wie so etwas passieren kann.» Ja, wie denn?

01.09.2015, 21:4202.09.2015, 12:20

Am Dienstagabend hat Facebook den Account von SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli gesperrt. Das haben mehrere Twitterer gezwitschert – teils geradezu euphorisch:

Facebook spricht von «unangebrachten Inhalten» im Account von Mörgeli. «Wir haben das Profil entfernt, weil es gegen die Facebook Community Standards verstösst.»

Ein User hat Mörgelis Konto Facebook gemeldet, nachdem einer seiner Posts medial für Furore gesorgt hatte. Nach zwei negativen Antworten habe der betreffende User eine detaillierte Nachricht an Facebook geschrieben. Gleichzeitig forderte er auch andere Leser auf, das Selbe zu tun, wie der User gegenüber watson sagt. Darauf sperrte Facebook das Profil Mörgelis.

«Ich frage mich, wie so etwas passieren kann.»
Christoph Mörgeli zu seiner FB-Sperrung

Hintergrund der Facebook-Sperrung ist der Post Mörgelis vom vergangenen Mittwoch, in dem er Flüchtlinge verhöhnt hat.

Es zeigt ein Bild eines völlig überladenen Flüchtlingsschiffs. Darunter steht in grossen Lettern: «Die Fachkräfte kommen.» Das von ihm gepostete Bild ist in ähnlicher Form bereits auf der Website der rechtsextremen deutschen Partei NPD und dem offen rassistischen Forum Netzplanet aufgetaucht.

Nun ja ...

Christoph Mörgeli bestätigte gegenüber watson die Sperrung: «Ja, mein Facebook-Account ist gesperrt. Ich kann mich nicht mehr einloggen. Ich frage mich, wie so etwas passieren kann. Sollte diese Sperrung in einem Zusammenhang stehen mit meinem Fachkräfte-Posting von dieser Woche, dann muss man sich schon fragen, wie weit es bei Facebook mit dem Schutz der Meinungsäusserungsfreiheit her ist.»

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Findest du es richtig, dass Facebook das Profil von Christoph Mörgeli gesperrt hat?

Interessant ist nun zu verfolgen, ob Facebook auch das Profil von Andreas Glarner, Aargauer SVP-Fraktionschef, sperrt, der das Foto, das übrigens albanische Flüchtlinge zeigt, die 1991 vor dem Kommunismus flohen und im Hafen von Bari landeten, ebenfalls gepostet hat. Der User hat's in den Händen, so scheint's.

(thi/kub)

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65 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Tatwort
01.09.2015 21:58registriert Mai 2015
Mörgeli hat noch nicht erkannt, dass er keinen Anspruch darauf hat, Menschenverachtung zu verbreiten.
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Louie König
01.09.2015 22:18registriert Juni 2014
Rassismus ist keine Meinung! Gut gemacht von Facebook
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nachgetreten
01.09.2015 21:58registriert Juni 2015
Die 190 User ebenfalls sperren, danke.
Facebook hat Christoph Mörgelis Account gesperrt! Mörgeli: «Ich frage mich, wie so etwas passieren kann.»Ja, wie denn?
Die 190 User ebenfalls sperren, danke.
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