Schweiz
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Selfie-Kultur wichtiger als Freiheitsdrang? Warum Jugendliche später von Zuhause ausziehen

Die jungen Erwachsenen von heute haben es selten eilig, bei ihren Eltern auszuziehen. Das ist eigentlich eine gute Nachricht.

sabine kuster / schweiz am wochenende



Früher tat Erwachsenwerden weh. Es gab rote Köpfe, Tränen, Türen wurden zugeschlagen, und eher früher als später füllten die Kinder die Zügelkisten. Eine heute 58-jährige Aargauerin beschreibt es so: «Zwischen meiner Mutter und mir herrschte Misstrauen statt Vertrauen, sie wollte alles im Griff haben.» Als junge Erwachsene verzichtete sie auf ein Studium, um mit 18 Jahren sofort ausziehen zu können. Ihr eigener Sohn wohnte bis 24 bei ihr im Haus.

Geschichten wie diese gibt es viele: Die Eltern selbst sind kaum volljährig ausgezogen und empfanden das als grosse Befreiung. Ihre eigenen Kinder (häufig Söhne) bleiben bis Mitte zwanzig im Elternhaus und finden das total okay. Folgt nach dem Studium eine Doktorarbeit, kann sich der Auszug im Extremfall bis ins 30. Lebensjahr hinauszögern.

«Ich könnte schon selber kochen, aber wenn ich abends nach dem Studium um zehn Uhr heimkomme, habe ich keine Lust dazu. Ich schreibe der Mutter dann, dass ich spät komme, und sie wärmt etwas auf oder kocht mir noch mal was.»

Manuel Kunz, 24, lebt noch Zuhause

Angeregt hat diese Recherche auch die Frage, ob die Familiensituation nicht hoffnungslos übertrieben dargestellt wird im Schweizer Film «Wir Eltern», der im Oktober ins Kino kam. Zwei 20-jährige Zwillinge machen nichts im Haushalt, schwänzen die Schule, packen die Maturaarbeit nicht an und denken nicht mal daran, auszuziehen. Während die Eltern langsam, aber sicher durchdrehen.

Natürlich grenzt es an Satire, wie zuerst die Mutter und dann auch noch der Vater einem Sohn eine schon halb fertige Maturaarbeit vorlegen. Und die Zwillinge vom Grossvater je 80'000 Franken geschenkt bekommen – und damit Computergames kaufen. Aber wahr am Film ist, dass sich die jungen Erwachsenen heute nicht mehr von ihren Eltern befreien wollen. Oder müssen. Weder emotional noch örtlich. Und so bleiben viele noch eine Weile zu Hause.

Studentin

Kann das Wohnen im Elternhaus durchaus verlängern: Ein Studium.

Wie Manuel Kunz, 24. Er studiert, aber er arbeitet nebenbei bei einer Versicherung, sodass er sich eine eigene Bleibe leisten könnte. Er sagt: «Der Drang ist noch nicht da.» Er lebt mit seinen Eltern in einer grossen Eigentumswohnung, seine Kleider wäscht er selbst, putzen tut die Mutter, kochen meist auch. «Ich könnte schon selber kochen, aber wenn ich abends nach dem Studium um zehn Uhr heimkomme, habe ich keine Lust dazu. Ich schreibe der Mutter dann, dass ich spät komme, und sie wärmt etwas auf oder kocht mir noch mal was.»

Die Freunde im elterlichen Zuhause treffen, geht irgendwie nicht

Nachteile gebe es an der aktuellen Situation schon. Dass er Freunde nur auswärts treffen kann, weil bei den Eltern zu Hause oder in seinem Zimmer, das geht irgendwie nicht. Und dass seine Eltern halt ihre Meinung abgeben würden, auch wenn sie nicht erwünscht sei. Etwa wenn er nicht aufgeräumt habe. Oder wenn er einen unproduktiven Tag habe, würden sie sagen: «Willst du nicht mal aufstehen?» Das habe man bei einer eigenen Wohnung nicht. «Man muss halt mehr Rücksicht nehmen.» Er habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Eltern, und ausserdem sei es praktisch und günstig, so zu wohnen.

Praktisch. Günstig. Das wäre es auch vor 50 Jahren gewesen. Es steckt mehr dahinter. Neu ist, dass sich die jetzige Generation von Praktikum zu Praktikum hangeln muss, bis es mit einer Festanstellung klappt. Zudem eilt es ihr auch oft nicht mit dem Wurzelnschlagen: Lieber reist man noch ein wenig durch die Welt, und das Zuhause der Eltern ist immer wieder die praktisch-günstige Zwischenstation.

Bild

Wer wäscht die schmutzige Wäsche? Die tolle Mama oder der zwar noch zuhause wohnende aber bereits sehr selbstständige Nachwuchs?

Andere sagen, das Studieren sei stressiger geworden, daneben zu jobben sei gar nicht machbar. Möglich ist auch, dass die jungen Erwachsenen seltener in WGs wohnen mögen. Eine solche wäre zwar rascher finanzierbar, aber unbequemer: «Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von heute sind konfliktvermeidend», findet Peter Wiederkehr. Er ist Familienberater, Verhaltenstherapeut und Präsident der Familienberatungsstellen im Aargau. Er arbeitet in Muri und stellt fest, es gebe auf dem Land weniger WGs als früher. Mit Zahlen belegen lässt sich dies allerdings nicht: Die Betreiber des schweizweit grössten WG-Suchportals wgzimmer.ch können die Page-Views bis 2010 zurückverfolgen. Damals klickten ähnlich viele Suchende die Seite an wie heute, dazwischen liegt eine Zu- und wieder Abnahme, mit einem Peak 2015 von plus 25 Prozent. Wenn, dann wäre die abnehmende Nachfrage nach WG-Zimmern relativ jung.

Solange die Kinder bei den Eltern wohnen, ändert die Aufgabenverteilung meist nur marginal. Da und dort machen sie ihre Wäsche selber. Aber Haus und Bad putzen müssen sie oft nicht, und der Kühlschrank füllt sich nach wie vor von selbst.

«Früher hatten wir öfter Eltern in der Familientherapie, die wollten, dass die Kinder den Schlüssel abgeben», sagt Wiederkehr. Und besonders den Vätern gegenüber sei es zu heftigen Ablöseprozessen gekommen. «Heute signalisieren die Eltern den Kindern nicht mehr, dass sie gehen sollen. Und die Jugendlichen rebellieren nicht mehr gegen die Eltern.»

Muss die örtliche Trennung sein für den Ablöseprozess?

Wenn es also prima läuft, sollen die 20-Jährigen dennoch ausziehen? Wiederkehr will sich nicht festlegen, gegen ein gesundes Abkommen zwischen Kindern und Eltern im Haus hat er nichts. «Vielleicht läuft der Ablöseprozess heute anders», sagt er. Ablösen müssten sich die Kinder auf jeden Fall, um ihren Eltern künftig auf Augenhöhe begegnen zu können, aber vielleicht nicht unbedingt örtlich.

Auch die Zürcher Psychologin Andrea Kager sagt: «Die Kinder haben zu ihren Eltern ein freundschaftliches Verhältnis und verreisen auch in den 20ern noch mit ihnen in die Ferien. Das wäre weder mir noch meinen Eltern in den Sinn gekommen.» Es ist auch so, dass Kinder dem Leben der Eltern Sinn geben. «Deshalb müssen die Eltern sich hinterfragen, wenn die Kinder nicht ausziehen wollen», so Kager. «Vielleicht signalisieren sie ihnen unbewusst gar nicht, dass es okay ist, zu gehen.»

«Ich habe das Gefühl, dass die Selfie-Kultur sowie das Streben nach Statussymbolen heute wichtiger ist als der Freiheitsdrang.»

Familienberater Peter Wiederkehr

Die Psychologin findet, dass es auch heute spätestens mit dem Ende der Erstausbildung an der Zeit sei, auszuziehen. Und dann unbedingt nicht gleich mit der Freundin oder dem Freund ins gemeinsame Nest. «Es braucht diesen Zwischenschritt. Man muss die Fähigkeit, allein sein zu können, erlernen.»

Der Kinderarzt Remo Largo sagt es in «Wir Eltern» so: «So lange sie nicht ausgezogen sind, spüren die Kinder nicht, wer sie wirklich sind. Das merkt man erst, wenn man selbstständig ist.» Vielleicht dann, wenn die Waschmaschine streikt und man sich entscheiden muss, die alten Kleider noch mal anzuziehen, sie von Hand zu waschen oder die Nummer der Hausverwaltung hervorzusuchen. Oder ganz einfach, wenn keiner mehr ständig sagt: «Du solltest noch...» und «Willst du nicht...?»

Familienberater Wiederkehr findet, die Kinder würden weniger lernen, für etwas zu kämpfen. Da war immer ein Coach, Vater oder Mutter. «Dadurch fehlen den jungen Erwachsenen heute eigene Ziele.» Er erinnert sich an die Ski, den er sich unbedingt leisten wollte: Dieselben wie der damalige Weltmeister. «Dafür habe ich alles gemacht und gespart», sagt er.

In der Social-Media-Welt stören die Eltern zu Hause nicht

Alarmiert sind die Familientherapeuten nicht. Die schwierigsten Ablöseprozesse, jene von suchtkranken Eltern, für die sich Kinder verantwortlich fühlen, oder jene von Kindern mit psychischen Störungen, die haben laut ihnen nicht zugenommen.

Einer, der selbst erst mit 30 ausgezogen ist, hat interessante zusätzliche Erklärungen für das Phänomen: «Ich habe das Gefühl, dass die Selfie-Kultur sowie das Streben nach Statussymbolen heute wichtiger ist als der Freiheitsdrang», so Stephan Schwarz. «Die neue Welt der Jugendlichen ist eher die einer Social Web Community, und da stören die Eltern zu Hause nicht wirklich.»

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • gaguu 11.11.2019 10:19
    Highlight Highlight Das späte Ausziehen mit einer "Selfie-Kultur"in Verbindung zu setzen ist Müll! Der entscheidende Faktor ist das Geld. Studenten die ausziehen werden Grösstenteils von den Eltern mitfinanziert.Sonst müssen sie unter dem Existenzminimum Leben oder können nur Teilzeit studieren (was ja von der Gesellschaft auch verpönt wird).
    Warum dann nicht bei den Eltern bleiben, wenn es schon Platz hat? So muss man die Eltern nicht für Miete anpumpen und kann sich durch den Nebenjob auch mal etwas leisten.Auch wenn man nicht studiert kann man so z.B. mal länger Reisen, ohne nebenbei eine Miete stemmen zu müssen.
  • Kiro Striked 11.11.2019 09:32
    Highlight Highlight Ich bin mit 25 Ausgezogen.

    1) Meine Ausbildung Dauerte bis ich 24 war (spät angefangen weil ich vorher nichts gefunden hatte)

    2) Weil Wohnungen Extrem Teuer sind. solange man nicht Stabil mit Finanzen Rechnen kann, ist es sau gefährlich, Finde ich.

    3) Plözlich macht JEDER die Hand auf. Billag will Geld für nix, Krankenkassen gehen hoch, ÖV kosten gehen Rauf. Alles wird Teurer und Teurer ab 26 obwohl man verdient nicht mehr als vorher. Ich habe die fast 600.- Mehrkosten nicht in Form von mehr Lohn bezahlt bekommen, und kenne sonst auch niemanden der einfach so nen Sprung gemacht hat.

  • TheRealSnakePlissken 11.11.2019 08:58
    Highlight Highlight Kann den erwähnten Film „Wir Eltern“ nur empfehlen. Im schlimmsten Fall hält er Menschen davon ab, selber Kinder zu bekommen zu wollen, mit denen man dann durch die Pubertät kutschieren muss. Im Fall von mir und meiner Frau liegt diese Phase hinter uns und wir konnten uns köstlich amüsieren. - Zum Thema WG-Nachfrage: Ich verwaltete von bis 2018 eine WG in Zürich, in der ein reges Kommen und Gehen herrschte, aber es waren praktisch alles EU-Ausländer in Ausbildung (vor allem ETH) oder Berufstätige, ungarische Ingenieure, griechische Zahnärztinnen - nicht das früher übliche WG-Publikum.
  • frächevogel 11.11.2019 07:37
    Highlight Highlight Bei mir im Studium gan es nur sehr wenige, die auf eigene Kosten ausgezogen sind. Viele liessen sich die WG von ihren Eltern finanzieren. Da es für mich auch nur möglich gewesen wäre auf Kosten meiner Eltern auszuziehen, hat dies für mich nur wenig Sinn gemacht. Da ich ihnen sonst nut mehr Geld zurückzahlen müsste.

    Aber jezt wo ich fertig bin, werde ich hald auch "erst" mit 24 ausziehen...
  • Chrigi-B 11.11.2019 00:02
    Highlight Highlight Immoscout24 oder Konsorten öffnen, Stadt Zürich eingeben und Preis aufsteigend sortieren - dort findet man die Antwort 👍🏻
    • CaptainLonestarr 11.11.2019 04:06
      Highlight Highlight War 96 auch nicht anderst. WG gründen, Job annehmen.
    • SwissWitchBitch 11.11.2019 06:41
      Highlight Highlight @CaptainLonestarr doch, war es; die Lebenshaltungskosten waren massiv günstiger. Telefon und TV kosteten noch keine 100.- pro Monat, die KK keine mindestens 300.- im Monat.
    • Driver7 11.11.2019 07:41
      Highlight Highlight .. die Schweiz besteht nicht nur aus der Stadt Zürich! Aber ja, man muss ja "Hip" sein
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antigone 10.11.2019 23:20
    Highlight Highlight Weil alles viel zu teuer ist. Ende Gelände.
    • santa's little helper 11.11.2019 08:55
      Highlight Highlight Insbesondere das jährlich neue iPhone, die monatlichen neuen Sneakers und dergleichen. Wer den Konsum von vor 25 Jahren mit heute vergleicht merkt, dass das Leben im Verhältnis zum Lohn nicht teurer geworden ist, sondern dass die Anzahl der Luxusgüter unproportional gestiegen ist.
    • sirlurkalot 11.11.2019 09:58
      Highlight Highlight @santa

      Ok boomer...
  • Garp 10.11.2019 23:09
    Highlight Highlight Wenn eine Famile aus Erwachsenen besteht, sollte jeder auch Verantwortung für den gemeinsamen Haushalt übernehmen und auch finanziell seinen Beitrag leisten, wenn er etwas verdient. Es ist ja auch eine Art Wohngemeinschaft. So lernt man Verantwortung zu tragen.
  • Likos 10.11.2019 22:59
    Highlight Highlight Bin auch erst Ende 20 ausgezogen. Im Haus hatte es genug Platz, hab sogar den Hypothekarzins bezahlt, war ja billiger als jede 1 Zimmer "Wohnung". Keine Winzküche, kein Waschkeller für 20 Leute, dazu Garten, Grill und Haustiere. Das sind Dinge die man selber ja auch erst wieder hat, falls man eine Familie gründet, wenn überhaupt.
    Irgendwann war schon das Gefühl da eine eigene Wohnung zu wollen und dann bin ich auch ausgezogen. Ohne Stress und und genug gespartem Geld um ruhig schlafen zu können :)
  • victoriaaaaa 10.11.2019 22:42
    Highlight Highlight Ich (20) studiere (und pendle) selber (auch aus kostengründen), entspreche aber nicht dem klischee - ich wasche meine Wäsche immer selber und koche immer, und putze regelmässig. Währenddessen höre ich von Mitstudenten, die jedes Wochenende nach Hause gehen, und ihre Wäsche weiterhin von den Eltern gewaschen bekommen, und die sich bekochen lassen...🙈, es kommt immer auch auf die Situation drauf an - und dieses Bewusstsein würde ich mir von anderen Wünschen, die denken, man lebt noch schön verwöhnt, nur weil man (noch) Zuhause wohnt...
    • matcha 10.11.2019 23:04
      Highlight Highlight Na ja, da sind die eltern selber schuld. Es waren dann auch diejenigen, die die anderen mitschüler beschuldigten und kritisierten, die eigenen nie. Das ist die quittung, so haben nun alle ein bisschen gelitten.
  • SwissWitchBitch 10.11.2019 22:37
    Highlight Highlight Immer das Gleiche. Erst hiess es, "zu kleine Familien" und was das für ein Problem ist. Jetzt heisst es "die Kinder wollen nicht ausziehen!" Nicht wollen? Oder nicht können? Die Lebenshaltungskosten sind effektiv sehr viel höher als zu Zeiten meiner Eltern. Wenn man die Preis Couranten aus der Zeit recherchiert, wird das offensichtlich. Möbel kosteten wohl mehr, hielten aber auch länger als zehn Jahre, nur so als Beispiel.
    • Garp 10.11.2019 23:14
      Highlight Highlight Die Ansprüche sind auch massiv gestiegen.
    • CaptainLonestarr 11.11.2019 04:08
      Highlight Highlight Die Möbel bekommt man auf ricardo spottbillig. Die Ansprüche sind gewaltig gestiegen.
  • weissaunöd 10.11.2019 22:36
    Highlight Highlight Ok boomer
    • sirlurkalot 11.11.2019 09:58
      Highlight Highlight Aber wirklich....
  • Jimmy :D 10.11.2019 22:31
    Highlight Highlight «Ich habe das Gefühl, dass die Selfie-Kultur sowie das Streben nach Statussymbolen heute wichtiger ist als der Freiheitsdrang.»

    Mich nervt es, dass meine Generation als „Generation Selfie“ benennt wird.

    Früher wurden auch Fotos gemacht, nur anders. Daraus zu schliessen das wir eine Selfie-Kultur sind ist etwas übertrieben.
    • SwissWitchBitch 10.11.2019 23:03
      Highlight Highlight 😂 genau. Früher: 36 unscharfe Fotos von Mamas Rosengebüsch, heute 300 Fotos vom eigenen Gesicht. Warum früher nicht? Weil es nicht wirklich ging. Menschen waren schon immer narzisstisch angehaucht.
    • Enzasa 10.11.2019 23:18
      Highlight Highlight Früher brachte man einen oder zwei Filme mit je 36 Fotos aus dem Urlaub. Nach dem Entwickeln waren 30 gut 😊
      Heute machen wir 72 Bilder pro Tag.

      Es hat sich dadurch vieles verändert.
      Alles ist nachweislich, nachforschbar und vieles öffentlich. Es gibt auch viel mehr Möglichkeiten eine Scheinwelt darzustellen. Heute kann im Netz jeder das darstellen was er möchte. Andere Möglichkeiten, anderes Verhalten. Irgendwie logisch
    • SwissWitchBitch 10.11.2019 23:47
      Highlight Highlight @Enzasa Schon mein Grossvater hat unglaublich viel fotografiert, und meine Mutter ganze Ordner mit Bildern von einer Woche Urlaub gefüllt. Früher war's halt eine Preisfrage, heute kann's jeder.
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