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8 Jahre nach dem Volks-Ja: Bundesgericht gibt grünes Licht für neues Fussballstadion in Aarau



Das neue Fussballstadion Torfeld-Süd in Aarau kann gebaut werden. Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Anwohners gegen die Baubewilligung abgewiesen und damit den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau bestätigt.

Das Bundesgericht kommt in seinem Urteil zum Schluss, dass die Grenzwerte für Lärm- und Luftimmissionen durch das Stadionprojekt nicht überschritten werden.

Der Beschwerdeführer hatte die Doppelnutzung eines Personal-Parkhauses bei Grossanlässen im Stadion kritisiert. Wie das Bundesgericht in seinem am Freitag publizierten Urteil ausführt, wird es zu 7200 zusätzlichen Fahrten pro Jahr kommen. Umgerechnet seien dies 20 Mehrfahrten pro Tag. Dies bewirke keine wahrnehmbaren Lärmzunahmen.

Visualisierung: So soll das Aarauer Fussballstadion aussehen

video: © zvg

Die Bundesrichter rechnen vor, dass es auch beim Ausstoss von Stickstoffdioxid nicht zu grossen Auswirkungen im Bereich der Wohnstrasse des Beschwerdeführers kommen werde.

Das Lausanner Gericht hat darüber hinaus alle formellen Anträge abgewiesen. Es hält ausserdem fest, dass der Gestaltungsplan für das Projekt durch die Gerichte nicht mehr geprüft werden musste. Dies hatte der Anwohner verlangt. Gemäss Bundesgericht hatte er bereits bei der Auflage des Projekts die Möglichkeit gehabt, dagegen vorzugehen.

Freude herrscht

«Wir sind über den Entscheid des Bundesgerichts sehr erfreut», sagte der Aarauer Stadtrat Lukas Pfisterer (FDP) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Wir können und wollen nun vorwärts machen.»

Torfeld Sued Aarau Stadion

10'000 Zuschauer haben Platz.
Bild: zvg

Ein langjähriger Planungs- und Bewilligungsprozess sei endlich abgeschlossen. Stadtrat Pfisterer ist für das Ressort Hochbau und Raumplanung zuständig.

Wann die Baumaschinen auffahren werden, steht gemäss Pfisterer noch nicht fest. Nach dem Entscheid des Bundesgerichts liegt für die Dauer von zwei Jahren eine rechtskräftige Baubewilligung vor.

Die Stadt werde gemeinsam mit der Bauherrschaft HRS Real Estate AG eine Auslegeordnung vornehmen, sagte Pfisterer: «Wir machen nun Nägel mit Köpfen.»

Der Stadtrat von Aarau hatte die Baubewilligung im Mai 2014 erteilt. Der Spatenstich für das Projekt war ursprünglich für Herbst 2014 geplant gewesen. Das 10'000 Plätze zählende Fussballstadion Torfeld-Süd sieht Investitionen von 36 Millionen Franken vor.

Im Mantel des neuen Stadions sollen ein Einkaufszentrum sowie Büros, Wohnungen und Räume für Detailhandel und Gastronomie untergebracht werden.

Zusammen mit dem neuen Fussballstadion entsteht im Gebiet Torfeld Süd – in einem ehemaligen Industriegebiet östlich des Bahnhofs Aarau – für 170 Millionen Franken ein völlig neuer Stadtteil. (Urteil 1C_507/2015 vom 18.05.2016) (sda)

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 03.06.2016 14:08
    Highlight Highlight Grande
  • magicfriend 03.06.2016 13:30
    Highlight Highlight Fragt sich, ob der Rechtsstaat nicht missbraucht wurde. Wenn tatsächlich grössere Kräfte hinter einem einzelnen offiziellen Kläger stehen, ist dies verwerflich. Man soll zu seiner Meinung stehen und damit an die Öffentlichkeit treten. Das gehört dazu. Wer das nicht kann, hat die fairen Werkzeuge des Rechtsstaats auch nicht verdient.

    So oder so haben alle destruktiven Kräfte eine lange Verzögerung erwirkt. Doch schlussendlich ohne Erfolg.
  • Syptom 03.06.2016 12:26
    Highlight Highlight Juhuu endlich http://:D
  • whatthepuck 03.06.2016 12:04
    Highlight Highlight Freut mich für die Aarauer. Ganz geil wär's gewesen wenn vor dem Stadion gleich noch eine S-Bahn Haltestelle eingerichtet worden wäre, die Distanz Bhf Aarau - Stadion wäre etwa gleich wie in Zürich die Distanz HB-Hardbrücke.

    Ein vernünftig dimensioniertes, modernes Stadion im tiefen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich. Nimm Notiz, Zürich. Ein 10'000er Fussballstadion würde es auch für euch tun (selbst dann bekämt ihr es nicht voll). Aber das geht halt nicht in Zürich.
    • Amboss 03.06.2016 13:26
      Highlight Highlight Eine S-Bahn? Nein, sicher nicht.
      So wie die in Basel, die nutzlos dasteht?
      Nee brauchts wirklich nicht. Die Kostet nur Unterhalt und bringt wirklich nichts.

      Und vor allem: Der Bahnhof Aarau ist wirklich gleich nebenan (ca. 800m)


      Nur nebenbei: Die Distanz Zürich HB-Hardbrücke ist etwa doppelt so weit (ca. 1500 m)
    • leu84 03.06.2016 14:09
      Highlight Highlight Es ist eine Haltestelle einer Regionalbahn geplant.
  • Nicosinho 03.06.2016 11:00
    Highlight Highlight wooooow ENDLICH! hoffe schwer, dass es nicht noch eine weitere Abstimmung gibt wegen Zusatzkosten etc.

    Let's do it, Bagger auffahren :-)

    Hopp Aarau
  • The Writer Formerly Known as Peter 03.06.2016 10:54
    Highlight Highlight Hätte man beim Hardturm auch machen sollen. Das Volk sagte schließlich auch ja dazu!
  • c-bra 03.06.2016 10:54
    Highlight Highlight Schade, und noch ein Stadion mit gewissem Charme weicht einer modernen Arena die gleich steril daher kommt wie duzend andere (Schaffhausen, Biel, etc..)

    Ich bin mir bewusst, dass es nötig ist ein neues Stadion zu bauen um oben bestehen zu können, schon nur um die Lizenz zu erhalten, aber trotzdem:

    Brügglifeld, Espenmoos, Wankdorf, altes Joggeli.. Da geht mir das Herz auf.
  • LeDauphin 03.06.2016 10:42
    Highlight Highlight Danke ans Bundesgericht für die Bestätigung des Urteils des Verwaltungsgerichtes und für die hoffentlich definitive Beendigung eines unnötigen Rechtsstreites. Aarau olé!
  • TheRabbit 03.06.2016 10:41
    Highlight Highlight Endlich.

    Wer trägt die Kosten?
    • Digichr 03.06.2016 10:58
      Highlight Highlight Ich hoffe der Nachbar.
    • TheRabbit 03.06.2016 11:00
      Highlight Highlight Als hätte er nur einen Rappen auf der Seite.
    • Theor 03.06.2016 11:17
      Highlight Highlight Der hat im Namen von Leuten geklagt, die nicht namentlich erwähnt werden wollten, aber gemäss seinen Aussagen sind auch Firmen und grosse Wirtschaftsleute darunter.

      Das ganze Projekt hier ist eine einzige Zurschaustellung der Schwäche unseres einsprachefreudigen Systems. Konnte in der Schweiz überhaupt schon jemals irgendjemand bauen, ohne dass es zu zwielichtigen Einsprachen von Leuten gekommen ist? Ich spreche da aus Erfahrung. Mein Nachbar hat unseren Hausbau um fast zwei Jahre verzögert, weil er meinte, das Haus nehme ihm das Licht im Garten...
  • Corahund 03.06.2016 10:35
    Highlight Highlight Was lange währt wird endlich gut. Der Einsprecher erhält ein lebenslanges Stadionverbot.
    Er hat den Rechtsstaat ad absurdum geführt. Die grossen finanziellen Folgen muss er nicht tragen.
    • Fabio74 03.06.2016 11:10
      Highlight Highlight ohne auf irgendeiner Seite zu stehen. Aber der Rechtsstaat wurde genutzt wie vorgesehen.
      Wo kommen wir hin, wenn man Leute, die den Rechtsweg gehen, schikaniert und ausgrenzt?
    • Pisti 03.06.2016 11:38
      Highlight Highlight Die Frage ist eher wo kommen wir hin wenn bei einem Volksentscheid. Noch jeder einzeln Einsprache erheben, und so unötig Projekte verhindert oder massiv hinauszögert. Ich hoffe zumindest dass alle Gerichtskosten auf den Bescherdegührer abgewälzt werden.
    • Fabio74 03.06.2016 14:03
      Highlight Highlight @Pisti: Es gibt Gesetze nach denen festgelegt ist warum und wer Einspracheberechtigt ist. Das Volk hat Ja zur Finanzierung gesagt. Dann kommen die entsprechenden Schritte zur Baugenehmigung. Und jede ist halt Einsprachberechtigt.
      Ob gut oder schlecht sei dahingestellt.
      Aber so wird gesetzeskonform gebaut
  • Hans Maulwurf 03.06.2016 10:34
    Highlight Highlight Torfeld süd
    Benutzer Bildabspielen
  • WalterWhiteDies 03.06.2016 10:33
    Highlight Highlight ENTLICH!! Wurde auch langsam Zeit!
  • mpo 03.06.2016 10:33
    Highlight Highlight ENDLICH!
  • Nischi91 03.06.2016 10:32
    Highlight Highlight Das freut die Aarauer bestimmt, dass sie jetzt endlich loslegen können und bald ihr neues, grosses Stadion erhalten! Mehr Platz, mehr Sicherheit, schönere Kulisse, und eine gute Einbettung ins Stadtbild.
    Ich mags ihnen gönnen!
    • Nicosinho 03.06.2016 11:02
      Highlight Highlight das kannst du laut sagen, MERCI :)
  • Gustibrösmälie 03.06.2016 10:23
    Highlight Highlight Freude herrscht

Fall Rupperswil: Opferhilfe kritisiert Gefängnisleiter wegen Aussagen über Thomas N.

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