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Aldi senkt Fleischpreise – und sorgt damit für Aufregung

Aldi senkt Fleischpreise – und sorgt damit für Aufregung

05.09.2024, 14:0605.09.2024, 14:50
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«Schweizer Fleisch darf kein Luxus sein» – Aldi wirbt neu mit Billigfleisch.

Der Discounter reduziert dauerhaft Preise für Frischfleisch. So werden ab September das gesamte Sortiment an nicht verarbeitetem Fleisch bis zu 36 Prozent günstiger. So kostet beispielsweise 500 Gramm Rinds-Hackfleisch neu CHF 5.99 statt CHF 7.95.

Aldi möchte damit den Schweizer Wirtschaftsstandort hinsichtlich des Einkaufstourismus stärken sowie Neukundschaft gewinnen.

Die Preisoffensive habe keine Auswirkungen auf die Produzentenpreise. «Wir reduzieren dauerhaft unsere Preise, und das ohne Abstriche bei Qualität oder fairen Konditionen für unsere Lieferanten», heisst es seitens des Discounters. Möglich sei dies durch das ALDI-Prinzip, welches sich auf schlanke Strukturen und laufende Prozessoptimierung konzentriere.

Preissenkung sorgt für Gesprächstoff

Die Ankündigung kommt nicht bei allen gut an. «Anstatt die Menschen zum Umdenken zu bringen, spornt ihr sie an, noch mehr Fleisch zu essen», schreibt ein User auf Instagram. Andere freuen sich und zeigen sich dankbar: «Danke, Aldi. Fleisch ist in der Schweiz viel zu teuer.»

Scharf kritisiert wird Aldi von der Umweltorganisation WWF: «Wir brauchen keine Förderung vom Fleischkonsum durch Preisdumping! Von Aldi hätten wir mehr Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein erwartet.» (cst)

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61 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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ELMatador
05.09.2024 14:43registriert Februar 2020
Wenn der Preis wirklich durch tiefere Margen und nicht Senkung der Qualität oder Entlohnung der Lieferanten und Mitarbeiter zustande kommt, ist dies sehr löblich.
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Felix Tschapajew
05.09.2024 14:30registriert November 2020
Die Fraktion "steuern wir Bewusstsein über Preiserhöhungen", geht mir derart auf den Zeiger! Dieses wohlstandsverwahrloste Gewäsch sagt ja am Schluss mit seinem ökologischen Anspruch ja einzig etwas: "Das Recht der Umwelt zu schaden, kann man sich erkaufen - wenn du dir das Steak leisten kannst, dann sind seine Auswirkungen ja wohl auch nicht so wild."

Mit dieser Haltung wird halt der armen Familie das Voressen moralisch abgesprochen, während der Milliardär zum Steak essen im Privatjet nach Mailand fliegt...
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Tabskoli
05.09.2024 14:40registriert März 2021
Das Problem bei hohen Preisen für umweltschädliche Produkte ist halt immer, dass es hauptsächlich die Bevölkerungsschicht trifft, die eh schon einen kleineren CO2-Abdruck hat. Dass die Reichen übermässig umweltschädlich sind (oder zumindest ihr Verhalten), ist ja hinlänglich bekannt.
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