Chefkoch und Gründer des Edelrestaurants Noma tritt nach schweren Anschuldigungen zurück
In den letzten Monaten kursierten auf Social Media Anschuldigungen ehemaliger Mitarbeitenden des Nobelrestaurants Noma gegenüber ihrem Chef. Die New York Times interviewte 35 davon und veröffentlichte eine Reportage, woraufhin Redzepi öffentlich Stellung nahm und sich entschuldigte. Nun tritt er zurück.
Noma wurde bereits fünfmal zum besten Restaurant der Welt gewählt und ist mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet.
In einem Instagram-Post entschuldigt sich der Starkoch und sagt, er möchte Verantwortung für sein Handeln in der Vergangenheit übernehmen. «Eine Entschuldigung allein reicht nicht aus; ich übernehme Verantwortung für mein eigenes Handeln.»
Was wird René Redzepi vorgeworfen?
Die Anschuldigungen reichen von physischer und verbaler Gewalt bis hin zu öffentlicher Demütigung. Hier eine Übersicht:
- Schläge bei Fehlern: Auf Fehler von Mitarbeitenden soll Redzepi mit Schlägen in die Brust oder den Bauch reagiert haben.
- Wenn Gäste in der Nähe waren, soll Redzepi auf Fleischgabeln zurückgegriffen haben, um seine Mitarbeiter heimlich zu piksen.
- Kollektivstrafen: Mitarbeiter hätten sich der Reihe nach aufstellen müssen, damit Redzepi sie einzeln in die Brust habe schlagen können.
- Öffentliche Demütigung: Als ein Sous-Chef Techno in der Produktionsküche gehört habe, habe sich das gesamte Küchenteam draussen im Kreis versammeln müssen und habe erst wieder in die Küche gehen dürfen, nachdem der Sous-Chef vor allen ausgesagt habe, dass er DJs gerne Oralsex gebe.
Auf die einzelnen Anschuldigungen ging Redzepi nicht ein. Jedoch habe er an sich und der Noma-Kultur gearbeitet, zudem lägen die Vorfälle in der Vergangenheit. «Ich habe daran gearbeitet, eine bessere Führungskraft zu sein, und Noma hat über viele Jahre hinweg grosse Schritte unternommen, um seine Kultur zu verändern.» (nil)
