Schweiz
Forschung

Gletscher-Studie der EPFL: Überraschende Vielfalt festgestellt

«Extremste Süsswasser-Ökosysteme der Erde»: Diese Schweizer Gletscher-Studie überrascht

02.01.2025, 11:0003.01.2025, 06:43

In Gletscherbächen rund um die Welt haben Schweizer Forscherinnen und Forscher eine überraschende Vielfalt an Bakterien entdeckt. Bereits bei ihrer Entdeckung ist diese Diversität allerdings bedroht.

Während über fünf Jahren hat ein Team unter Leitung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne Proben von 170 Gletscherbächen gesammelt und analysiert. Ziel des Projekts mit dem Namen «Vanishing Glaciers» ist es, diese Lebewesen zu dokumentieren, bevor sie zusammen mit den Gletschern verschwinden.

Die Ergebnisse dieser Analysen wurden am Mittwoch und Donnerstag in zwei Studien in den Fachzeitschriften «Nature» und «Nature Microbiology» veröffentlicht.

Darin zeigen die Forschenden, dass diese Bäche eine hohe mikrobielle Diversität aufweisen. «Gletscherbäche sind die extremsten Süsswasser-Ökosysteme der Erde», erklärte Forschungsleiter Tom Battin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Unter diesen extremen Bedingungen eine hohe Diversität anzutreffen, hätten sie nicht erwartet.

(sda)

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Gletscher in Gefahr
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30. November: Wanderer auf dem Perito Moreno Gletscher in Argentinien.
quelle: getty images south america / mario tama
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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zapdos
02.01.2025 11:44registriert Februar 2019
Schon etwas wenig Info. Kommen die Bakterien also aus den Gletschern? Dann wäre es nachvollziehbar, dass sie gefährdet sind. Wenn sie aus den Gletschern stammen: Wieso wurden sie bisher im Gletschereis nicht entdeckt? Wie entstehen sie? Gibt es sowas in den Polregionen nicht? Wenn ein Artikel mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt, ist das in der Regel kein gutes Zeichen...
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