Schweiz
Forschung

Schweizer Forscher wollen künstlich ein kleines Erdbeben auslösen

Schweizer Forscher wollen künstlich ein kleines Erdbeben auslösen

09.09.2025, 14:00

In einem unterirdischen Forschungslabor im Tessin wollen Forscherinnen und Forscher künstlich ein Erdbeben auslösen. Damit wollen sie besser verstehen, wie Erdbeben entstehen, um die Vorhersage solcher Ereignisse zu verbessern.

Labor
© ETH Zürich / Gian Marco Castelberg
Der Versuch ist Teil eines grösseren neuen Forschungsprojekts der ETH Zürich. (Symbolbild)

Geplant sei Auslösung eines Erdbebens der Magnitude 1. Das liege deutlich unter der Schwelle menschlicher Wahrnehmung, die an der Oberfläche in etwa bei einer Magnitude von 2,5 liege, teilte die ETH Zürich am Dienstag mit.

Der Versuch ist Teil eines grösseren neuen Forschungsprojekts. Im Bedrettolab, einem Forschungslabor der ETH Zürich im ehemaligen Bedretto-Baustollen des Furkatunnels, wurde dafür ein 120 Meter langer neuer Seitentunnel gebaut. Der Tunnel verläuft parallel zu einer natürlichen Verwerfungszone.

Diese Lage erlaubt es Forschenden, detailliert zu untersuchen, wie ein Erdbeben entsteht und sich entlang der Verwerfung ausbreitet, bis seine Energie aufgebraucht ist. Hinter dem Vorhaben steht das Projekt «Fault Activation and Earthquake Rupture» (FEAR). (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Fotos vom Camp des Kindesentführers aus Neuseeland
1 / 8
Fotos vom Camp des Kindesentführers aus Neuseeland

Tom Phillips hatte seine Kinder im Dezember 2021 nach einem Familienstreit entführt.

quelle: new zealand police
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Aufnahmen sollen Angriff auf Gaza-Flotte zeigen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Zürcher Obergericht eröffnet Vincenz-Urteil erst im Januar 2027
Das Zürcher Obergericht braucht für sein Urteil gegen den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz und die Mitbeschuldigten noch drei Monate Zeit: Die Urteilseröffnung findet erst im Januar 2027 statt.
Zur Story