Schweiz
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familie kind

Junge Eltern sollen mehr Zeit fürs Neugeborene erhalten. Bild: shutterstock

Die SP fordert je 14 Wochen Vater- und Mutterschafts-Urlaub (plus 10 Wochen Elternzeit)

Die SP-Bundeshausfraktion packt im Wahljahr ein halbes Dutzend ihrer Kernforderungen zur Gleichstellung in einen Sechspunkteplan. Diese Offensive soll in der nächsten Legislatur Früchte tragen.



Die SP-Abordnung im Bundeshaus will von 2019 bis 2023 nach einer «verlorenen Legislatur» die Gleichstellung voranbringen und damit zahlreiche Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen. Dafür brauche es neue Mehrheiten im Parlament, so der Tenor am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern zu dieser Wahloffensive.

Die SP-Parlamentarier fordern in ihrem Plan:

Die entsprechenden Massnahmen sollen durch Anpassungen der jeweiligen gesetzlichen Grundlagen umgesetzt werden.

Mit einem Vater- und Mutterschaftsurlaub von je mindestens 14 Wochen und anschliessend mindestens 10 Wochen Elternzeit für beide Elternteile strebt die SP eine angemessene Teilhabe zwischen Mann und Frau bei der Kinderbetreuung von Anfang an an. Zudem will sie Arbeitgeber zwingen können, Jungeltern nach der Geburt eine Umstellung auf Teilzeitarbeit zu ermöglichen.

Zur Kinderbetreuung für alle verlangt die Partei, dass sich Staat und Arbeitgeber stärker an der Finanzierung der externen Kinderbetreuung beteiligen und entsprechende Qualitätsvorgaben machen. Zudem müsse die Finanzierung national vereinheitlicht werden.

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Nur sieben Kantone bevorschussen Alimente

Weiter sollen gemäss dem Sechspunkteplan neu alle Kantone Unterhaltsbeiträge vorschiessen müssen, wenn die Unterhaltspflichtigen die Beiträge nicht zahlen. Heute tun dies nur sieben Kantone, und diese Beiträge sind zudem unterschiedlich hoch. Ausbleibende Unterhaltsbeiträge sind laut SP ein Grund, weshalb viele Alleinerziehende in die Armut rutschen.

Mit einer schweizweiten Betreuungszulage für pflegende Angehörige und Betreuungszeit für Arbeitnehmende, die Angehörige pflegen, will die SP ebenfalls mehr Chancengleichheit erreichen. Arbeitnehmende sollen zudem ihren Beschäftigungsgrad um maximal 20 Prozent reduzieren können, wenn sie dauernd Angehörige pflegen.

Um die Löhne von Frauen wirksamer zu schützen, postuliert die SP jährliche betriebsinterne Lohnanalysen in Unternehmen ab fünfzig Mitarbeitenden. Der Nationalrat will dieses Instrument erst für Firmen mit mindestens hundert Vollzeitstellen einführen. Fehlbare Betriebe sollen auf einer öffentlich zugänglichen schwarzen Liste landen. Im Wiederholungsfall sollen den Unternehmen Bussen bis zu 40'000 Franken drohen.

Schliesslich schweben der SP in Unternehmen ab fünfzig Angestellten externe Ansprechpersonen für Mitarbeitende vor, die sich am Arbeitsplatz sexuell belästigt fühlen. Unternimmt der Arbeitgeber zu wenig, um sexuelle Belästigungen zu verhindern, soll er höhere Entschädigungen an die Opfer zahlen müssen. (sda)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saerd neute 22.05.2019 11:12
    Highlight Highlight Ich will, ich will
    Das tönt ja wie im Kindergarten.
    Ist das hier ein Wunschkonzert?


  • wolge 21.05.2019 17:22
    Highlight Highlight Ich will, ich will, ich will
  • Borki 21.05.2019 13:53
    Highlight Highlight Naja, es ist halt Wahlkampf...
    Aber wenn die unrealistische Maximalforderung der SP dabei hilft, dem Ziel eines realistischen Vaterschaftsurlaubes von sagen wir einmal drei Wochen ein Schritt näher zu kommen, soll sie mir recht sein.
  • seventhinkingsteps 21.05.2019 13:30
    Highlight Highlight Hi, ich möchte hier einfach mal ein paar der häufigsten Totschlagargumente listen. Nicht, dass jemand noch seine Zeit verschwendet:

    - Mimimi, das schadet der Wirtschaft
    - Mimimi, das ist viel zu teuer, wer soll das bezahlen
    - Mimimi, ihr zwingt traditionellen Familien links-grün genderwahnsinnige Rollenbilder auf
    - Mimimi, Staatskinder
    - Mimimi, also Firma XYZ macht das ja schon freiwillig, das sollte nicht vom Staat erzwungen werden, freie Wirtschaft

    You're welcome
  • TheWall_31 21.05.2019 12:46
    Highlight Highlight Das "Recht auf Teilzeitarbeit" ist halt mal wieder SP-typisch völlig unsinnig. Elternzeit ja, aber es gibt viele Stellen, bei denen sich eine Teilzeitarbeit einfach nicht anbietet und es wirtschaftlich unsinnig wäre, das anzubieten.

    Als Arbeitgeber würde ich den MA lieber entlassen, anstelle mich von ihm unter Druck setzen zu lassen.

    SP, Marktwirtschaft anyone?
    • TheWall_31 21.05.2019 13:45
      Highlight Highlight Nun, ein Wohlstand auf dem Level, wie wir ihn hier in der Schweiz haben, gibt es nur in kapitalistisch ausgerichteten Ländern. Bedeutet, irgendwas macht dieser verfluchte Kapitalismus schon richtig.

      Da ich wohl einer dieser Rechtspopulisten bin, würde mir ein langfristiger Aufstieg darüber hinaus sehr gefallen. <3
    • Pafeld 21.05.2019 14:32
      Highlight Highlight Auch wenn das viele Ökonomen nicht gerne hören, aber Marktwirtschaft fällt als Teil der Wirtschaftswissenschaften unter die Geisteswissenschaften, sprich die Gesetze sind nicht wie Naturgesetze in Stein gemeisselt, sondern gefärbt durch eine Denkweise.

      Und in der Realität entlässt die "heilige Marktwirtschaft" Männer im Familiengründungsalter schon heute oder stellt sie trotz dem Frageverbot nach der Familienplanung gar nicht erst ein. Oh, Pardon, hab ich Männer geschrieben? Ich meinte natürlich Frauen.
    • Maragia 21.05.2019 15:10
      Highlight Highlight Ich als Mann wurde auch schon gefragt ob ich Frau und Kind habe bei einem Einstellungsgespräch...
    Weitere Antworten anzeigen
  • manhunt 21.05.2019 12:22
    Highlight Highlight mal schauen, wie sich das parlament nach den wahlen zusammensetzt. bei der heutigen konstellation hätte dieser vorschlag keine chance.
    wenn schon geld gesprochen wird, dann für reiche und konzerne. ganz sicher nicht für den mittelstand. wo kämen wir den da hin, wenn man dem pöbel noch mehr privilegien zugestehen würde?
    irgendjemand wird mir jetzt wieder neid unterstellen. aber die waren neider in diesem land sind jene, welche denen die weniger haben als sie, auf keinen fall auch nur etwas mehr zugestehen würden.
    geiz ist geil. immer schön
    nach unten treten und nach oben buckeln.
  • Ricardo Tubbs 21.05.2019 11:44
    Highlight Highlight betreffend elternzeit wird NIE etwas kommen, da leben wir noch in der steinzeit.

    zu gross ist die angst der leute ohne kids, dass "sie zu kurz kommen könnten" (obwohl es sie eigentlich 0 tangiert)

    geld ist im überfluss vorhanden, das argument von fehlendem geld ist lächerlich.
    • Bambulee 21.05.2019 12:26
      Highlight Highlight Ja genau und die arbeit die liegen bleibt tangiert mich überhaupt nicht🙈
    • Baccaralette 21.05.2019 12:44
      Highlight Highlight 0 tangiert? Und wer macht dann die Arbeit für diejenigen, die eben Elternzeit beziehen?

      äääääh ja. Okay.
    • Posersalami 21.05.2019 13:28
      Highlight Highlight Die Arbeit machen die gleichen, die die Arbeit schon machen wenn jemand zB im Militär ist, Zivieldienst leistet oder Krank ist.

      Was für eine bescheuerte Frage!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutbürgerin 21.05.2019 11:29
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
  • Androider 21.05.2019 11:07
    Highlight Highlight Ich - sonst kein Freund der SP - kann mir gut vorstellen, dass diese Idee mit der richtigen Umsetzung durchaus mehrheitsfähig sind. Man darf gespannt sein, wie die Umsetzung ausgestaltet wird.
    • Arutha 21.05.2019 11:52
      Highlight Highlight Also eigentlich fordert die SP einen Elternurlaub von 24 Wochen für beide. Und das soll angenommen werden? In der Schweiz? Wo 6 Wochen Ferien abgelehnt wurden?

      Das glaube ich nicht.
      Meiner Meinung nach wäre es besser, weniger zu fordern, aber etwas was auch die Möglichkeit hat angenommen zu werden.

    • loquito 21.05.2019 12:01
      Highlight Highlight Weniger fordern ist blödsinn... Aber es werden ehh viele das nucht gutheissen Eltern inklusive, deren Kinder gross sind, oder die Frau zuhause ist. Reiner Neid. Denn in der CH ist das so, Neid schreien, wenn man Reiche kritisiert, aber wenn man solidarisch sein will ist man Neidisch und kommt dann immer mit irgendwelchen Gugusargumenten um ja niemandem auch nur das minimalste zu gönnen...
    • Arutha 21.05.2019 16:07
      Highlight Highlight Ich werde es auch nicht gutheissen, auch wenn meine Kinder klein sind (Neugeboren und 3).

      Es hat nichts mit Gugusargumentnen zu tun. Für kleine Unternehmen ist ein Ausfall einfach sehr schwierig zu ersetzen. Und es braucht einfach einen solchen Urlaub nicht. Was soll ich als Vater 24 Wochen zuhause machen?

      Klar gibt es harte Nächte, klar gibt es schwierige Tage an denen meine Frau sehr froh wäre ich wäre zuhause. Aber das sind nicht die Mehrheit der Tage.
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