DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Auch Männer sollen geschützt werden  – Bundesrat will Vergewaltigung breiter definieren



Täter und Täterinnen sollen künftig auch dann wegen Vergewaltigung verurteilt werden können, wenn das Opfer männlich ist. Der Bundesrat will die Definition von Vergewaltigung breiter fassen. Er beantragt dem Parlament, eine Motion aus der SP anzunehmen.

Das Strafgesetzbuch definiert Vergewaltigung heute als Nötigung einer weiblichen Person zur Duldung des Beischlafs. Deshalb sind Verurteilungen wegen Vergewaltigung nur möglich, wenn die handelnde Person ein Mann und das Opfer eine Frau ist.

Werden beispielsweise Analverkehr oder Fellatio erzwungen, fällt dies unter sexuelle Nötigung. Die Mindeststrafe ist bei sexueller Nötigung tiefer als bei Vergewaltigung.

Die Genfer SP-Nationalrätin Laurence Fehlmann Rielle fordert mit ihrem Vorstoss, dass Vergewaltigung unabhängig vom Geschlecht des Opfers definiert wird. Angesichts der Debatten zu den Themen Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexuelle Belästigung sei der Zeitpunkt günstig, das Schweizer Recht weiter zu entwickeln, schreibt sie in ihrem Vorstoss.

Der Bundesrat hatte schon früher anerkannt, dass der Begriff der Vergewaltigung in der Schweiz im Vergleich zur internationalen Rechtspraxis enger gefasst ist. Er sah jedoch keinen dringenden Handlungsbedarf. Insbesondere wollte er die Ratifizierung der Istanbul-Konvention des Europarats abwarten, in welcher Vergewaltigung unabhängig vom Geschlecht definiert wird.

Das Parlament hat dieser in der Zwischenzeit zugestimmt. Nun befürwortet der Bundesrat eine Änderung des Strafgesetzbuchs. Eine Begründung enthält seine am Donnerstag veröffentlichte Antwort auf den Vorstoss nicht. (sda)

Beim Sex das Kondom weglassen – ohne das Wissen der Frau

Video: srf

Stars laufen bei den Golden Globes in Schwarz auf

1 / 24
Stars laufen bei den Golden Globes in Schwarz auf
quelle: jordan strauss/invision/ap/invision / jordan strauss
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Initiative steht: Ein bedingungsloses Grundeinkommen für 500 Menschen aus Zürich

In einem wissenschaftlichen Pilotversuch sollen 500 Menschen in der Stadt Zürich während drei Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten. Dies fordert eine Initiative vom Zürcher Stadtrat. Über 4000 Unterschriften wurden gesammelt.

Innerhalb der letzten 6 Monate konnten mehr als 4000 Unterschriften für die Initiative «Wissenschaftlicher Pilotversuch Grundeinkommen» gesammelt werden. Heute werden diese nun dem Zürcher Stadtrat übergeben, wie das Initiativkomitee mitteilt.

Im Rahmen des Projektes sollen mindestens 500 Personen während drei Jahren ein Grundeinkommen erhalten. Die Höhe des Grundeinkommens ist im Pilotversuch noch nicht festgelegt. Bedingung ist aber, dass das soziale Existenzminimum der Stadt Zürich nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel